hotelkonzepte - Schloss Hotel Holzrichter,Veserde-Wiblingwerde: Halali inklusive

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Foto: Schloss Hotel Holzrichter Halali inklusive Wenn durch den Wald um Veserde im Sauerland das Halali schallt, kann es gut sein, dass Thomas Holzrichter gerade das Abendessen für seine Gäste im Schloss Hotel Holzrich-ter erlegt. Das Hotel und Restaurant leitet er gemeinsam mit seiner Frau Katha-rina Holzrichter. 2011 hatte sie den Betrieb in Veserde-Wiblingwerde, zwischen Hagen, Iserlohn und Lüdenscheid, von ih-ren Eltern übernommen. Die Ländereien um das Hotel herum gehören der Familie Holz-richter, schon die beiden Seniorchefs gin-gen mit Leidenschaft jagen. Kein Wunder also, dass Wildgerichte auf der Speisekarte ganz oben stehen und dem Restaurant Bekanntheit über die Ortsgrenzen hinaus einbringen. Dank Tiefkühlung kann das Fleisch auch im Sommer angeboten werden und externe Gäste z. B. einen Barbecue- Lieferservice nutzen, der sie mit Patties zum Selbst-Grillen samt Beilagen versorgt. Doch nicht nur das Wild lebt in direkter Nähe der Gäste, der Fisch schwimmt in nur 2 km Entfernung vom Hotel und wird eben-falls ausschließlich mit natürlichem Futter ernährt. Würzen kann das Küchenteam die Speisen mit Grünem aus dem eigenen Kräu-tergarten. Angesichts dieses Verhältnisses zur Natur überrascht es nicht, dass Fleisch aus Massentierhaltung für das Schloss Hotel Holzrichter nicht infrage kommt. Man möch-te auch einen ethischen Auftrag verfolgen. Zur Küchenphilosophie gehört entspre-chend, dass es keine personelle Spitze gibt, Im Schloss Hotel Holzrichter jagt der Hausherr selbst, und die Mitarbeiter bekommen an Weihnachten frei. sondern die Leitung auf drei Köche verteilt ist. „Wir möchten so den viel zitierten rauen Ton in der Küche vermeiden“, erklärt der Veranstaltungs- und Bankettleiter Markus Poggel. Ein großer Teil des Personals gehört schon seit Jahren zum Schloss Hotel Holz-richter. Zu den Benefits zählen nicht nur die übertarifliche Bezahlung der insgesamt 30 Mitarbeiter und immer greifbare Chefs. Drei Wochen im Sommer sowie an Weih-nachten und Silvester schließt das Schloss Hotel Holzrichter seine Pforten und macht Betriebsferien. „Es ist uns wichtiger, dass alle mit ihren Familien feiern können. Wir sind in der Luxussituation, nicht auf den zusätzlichen Umsatz angewiesen zu sein“, erzählt Markus Poggel. Denn täglich be- suchen durchschnittlich etwa 40 Gäste das Restau-rant und 15 Gäste über-nachten im Hotel, das 28 Zimmer bietet. An den Wo-chenenden finden schon einmal Feiern für bis zu 250 Personen statt – viele sind private Stammkunden. In Zukunft kann sich Markus Poggel gut vorstellen, das Bankett- und Tagungsgeschäft auszubauen. Traum vom Schloss Doch ein kurzer Blick zu-rück: Bis die Gäste im Schloss übernachten konn-ten, musste es 2002 werden – nach zwei Jahren Bauzeit war der Umbau zum Schloss beendet, und ein Traum von Katharina Holzrichter ging in Erfüllung. Zuvor war das Hotel seit 1895 von der Schankwirtschaft im Bauernhaus stetig erweitert worden. Tischler aus Österreich kümmerten sich um den Innenausbau im Hotel und verwen-deten vor allem Holz aus dem heimischen Wald. Zuletzt kam 2014 eine Sonnenterras-se hinzu. „Wir versuchen, besonders den Geschäftskunden ein zweites Zuhause zu bieten“, erklärt Markus Poggel. Wenn ein Gast öfter kommt, schläft er z. B. immer im selben Zimmer, findet in der Minibar ein alkoholfreies statt normales Bier, wenn er dies bevorzugt, und die Küche gibt ihm Empfehlungen außerhalb der Speise-karte. Apropos Speisekarte: Was nicht selbst erlegt wird, kommt vom Großhandel und regionalen Lieferanten. Seit 2007 ist Familie Holzrichter Mitglied bei der HGK. „An der Mitgliedschaft schätzen wir be-sonders, dass man dank der Sammelrech-nung immer den Überblick behält und zu sehr guten Konditionen einkauft“, freut sich Markus Poggel. Auch die Sonderaktionen sind attraktiv für das Hotel. Das Ver-hältnis zwischen Produkten, die über die HGK bezogen werden, und denen von anderen Händlern liegt etwa bei 70 % zu 30 %. Der Spargel kommt allerdings 24 4/2016


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