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stagnieren, einiges rechnet sich nicht mehr, einige werden verlieren. Marriott will Starwood, Rezidor kauft Prizeotel – wie blicken Sie auf diese Entwicklungen? Inwiefern leidet aktuell die Mar-kenvielfalt auf dem Markt? Auch die großen Konzer-ne Motel One-CEO Dieter Müller, hat gerade den IHIF Lifetime Achievement Award 2016 erhalten. Wir sprachen über Markenvielfalt, Nicht- Entertainment und New York. brauchen die Vielfalt der Marken. Und in den letzten Jahren sind viele dazuge-kommen. Diese Deals werden nicht zu weniger Marken füh-ren, nur eben zu weniger Ge-sellschaften, die Eigentümer sind. Wenn ich irgendwo ein Marriott Courtyard habe, kann ich im Umkreis nicht noch ei-nes aufmachen, also braucht Marriott andere Marken, wenn sie da noch mehr wollen. Ist ein Verkauf der Marke an einen großen Konzern auch für Motel One ein denkbares Sze-nario, sagen wir für 1,5 Mrd. e? Wir sind davon überzeugt, dass wir die Kraft haben, eigenstän-dig zu bleiben. Und unsere Renditen sind in Relation bes-ser als bei allen Hotelkonzer-nen. Wir haben auch die Kraft, eigenständig zu wachsen. Und was würde ich mit 1,5 Mrd. schon anfangen? Investieren. Und ich wüsste kein besseres Investment als es Motel One bietet. So sehen meine Aktionäre es auch. Geld ist genug am Markt, es fehlt eher an gu-ten Anlagemöglichkeiten. Sind für Motel One künftig auch Resorts denkbar oder Standor-te in New York und Miami? Motel One Resorts wird es nicht geben, unser Kon-zept eignet sich nicht für die Ferienhotellerie. Hier ist das Konzept der Flächenoptimie-rung nicht zu realisieren, also auch das Weglassen bestimm-ter Angebote wie Spa und Restaurant. Zudem wäre es schwer, ganzjährig den Preis zu halten. Unseren Anspruch an die Standorte mit au-ßergewöhnlichen Lagen wollen wir auch bei der internationalen Expan-sion beibehalten. Wir haben 2015 bereits 25 % des Umsatzes im Ausland gemacht und kümmern uns erst um die europäi-schen Metropolen – Paris, zwei Objekte in Barcelo-na, Basel und Zürich. Parallel dazu suchen wir tatsächlich in New York und Miami nach Standorten. Ich bin sicher, dass unser Konzept in all diesen Märkten gut beste-hen kann, das beweisen z. B. unsere Standorte in London, Manchester und Edinburgh. Ein Wachstum von zehn neu-en Hotels jährlich kann ich mir vorstellen, wenn wir die geeigneten Standorte finden. Ist auch eine zweite Marke denkbar? Nein, wir konzentrieren uns klar auf ein Produkt: Motel One. Wenn man eine zweite Marke macht, muss man sein Herz teilen. Und wenn ich die CEOs der großen Konzerne reden höre, ist die Liebe zur Marke nicht gegeben. Wie sollte ich die auch empfinden, wenn ich 30 Marken im Port-folio habe? In welcher Größenordnung sind Sie auch selbst Investor? 3.000 Hotelzimmer gehören uns bisher schon, mit der ge-sicherten Pipeline werden es schon bald 6.000. Wir sind damit sicher einer der großen deutschen Hotelimmobilien-besitzer. Vielen Dank für das Gespräch. Florian Maaß IM GESPRÄCH MIT DIETER MÜLLER Fruchtig - frische Buttermilch -Desserts Frische Vorteile für Ihren Erfolg: direkt servierfertig mit feiner Säure bester Geschmack bei 3,5 % Fett mit echter Frucht & wenig Zucker für die vegetarische Ernährung geeignet Neu ! Jetzt probieren ! www.frischli.de


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