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Spaß am Mut Jetzt also auch das Essen. Nach dem großen Teilen von Bett, Bad und Sofa wollen inzwischen auch Plattformen wie Airdnd.nl, supperclubbing.com oder eatwith. com mit Tisch, Tafel und Teller das große Gemeinschaftsgefühl ins private Wohnzimmerrestaurant hineinprojizieren. Knödel bei Müller-Huck und Pasta bei Lorenzo-Brunetti sozusagen. Wohnzim-mer- Abendbrot bei Fremden. Essen beim Freund in der Ferne. Immerhin muss sich bei dieser Offerte der Hobbykoch und Wohnzimmerlieferant selbst blicken lassen, im Idealfall sogar selbst kochen und mit dem Gast an seinem Tisch sitzen. Bei Airbnb & Co. bekommt der Fremde aus der Ferne in der Ferne ja seltenst den „Freund“ zu Gesicht. Aber ansonsten dürften wir auch bei dieser neuen Sharing-Schatten-Story bei The-men wie Haftung, Personalkosten, Steuern nur schwer Antworten erhalten. Aber lassen Sie uns über diese Private- Dining-Idee an dieser Stelle nicht wei-ter pauschal meckern. Auf dem Markt funktioniert nun einmal das, was sich der Kunde und Gast gerade wünscht – und für uns bedeutet das, eigene begeisternde Antworten zu finden: Mit bekannt wirk-lich gutem Essen und Trinken von Profis, die oft selbst Einheimische sind. Mit einer Story über das Essen, den Koch, das Bild an der Wand. Mit authentischen Empfeh- lern in allen Lebenslagen, charmanten Kümmerern und jeder Menge Wohlfühl- Drumherum. Mein Trend, Dein Trend, unser Trend – Trends sind schon lange relativ geworden. Und dies gilt vor allem, weil der Einzelne heute nicht mehr von einer Marke und Masse gesagt bekommen will, was ihn cool und glücklich macht, sondern dies für sich selbst entscheiden möchte. Denn es geht noch immer um eine gewisse Einfachheit, Selbstfindung, unvergessliche Erlebnisse im Grundrauschen Individualisierung, um echten Kontakt zu Menschen, um das Dazu-gehören. Der 25hours-Partner Stephan Gerhard, den wir vor ein paar Wochen für ein Interview getroffen haben (ab Seite 44 in dieser Ausgabe), macht diese Losungen gerade an einem neuen Apartmentkonzept in Wien sichtbar: alte Schaufensterläden, die in lässige Wohn-räume umgewandelt wurden. Der ganze Stadtteil als Lobby. Braucht es Mut und Understatement für solche neuen Wege? Bestimmt. Aber Stephan Gerhard ist überzeugt: Die Branche ist mutiger, unbeschwerter ge-worden. Gerade auch, weil so viele Kon-zepte, die einige Hotels in diesen Tagen neu lancieren, erfolgreich sind. Mut macht Spaß. Wir freuen uns auf mehr! Sylvie Konzack, Chefredakteurin Wir sind auf der Internorga und freuen uns auf den Aus-tausch mit Ihnen: Halle A1, Stand 201 sowie Halle B4.EG, Stand 005 Dream-Team gesucht Bewerben Sie sich bis 30.06.2016 www.hospitality-award.de editorial


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