einrichtung - Schaufenster zum Wohnen

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Foto: Heidrun Henke Ob ein neues 25hours, Arcona oder das Campo Bahia – sich mit Stephan Gerhard zu treffen, heißt immer auch, über ein neues begeisterndes Projekt zu sprechen. Diesmal liegen auf seinem Münch-ner Bürotisch die Flyer für das im Dezember gestartete Grätzl- also Stadtteilhotel Karmeli-termarkt (F. o.): alte Läden mitten in der Wie-ner City mit großen Schaufenstern, die, wie auch am Meidlinger Markt und Belvedere, zu Apartments auf Vier-Sterne-Niveau um-gebaut wurden. Stephan Gerhard nennt es ein fragmentiertes Hotel, an das er sich mit einem Team aus Architekten, Marketing-fachleuten etc., den sog. Urbanauts, heran-gewagt hat. Herr Gerhard, ist das wieder eine Antwort auf Airbnb? Ja, eine professionelle Antwort darauf. Und wir legen hier im Gegensatz immer Wert auf einen persönlichen Gästekontakt. In dem einen Grätzlhotel haben wir dafür selbst ein Lokal mit Rezeption – hier begrüßen die Gast-geber des Hotels, Fanny Holzer-Luschnig, die ehemalige Direktorin aus dem 25hours in Wien, und die Architektin Theresia Kohl-mayr, die Gäste. In den anderen ist ein Früh-stückslokal in der Nähe, das die Schlüssel-ausgabe übernimmt oder Ausstellungs- oder Gastro-Tipps bereithält. Aber letztlich haben wir eigentlich über 20 Frühstückslokale, weil jeder Bäcker eines ist, zig Restaurants in der Nähe sowie das Freibad und die Donau, die durch unsere Lobby fließt. Die Lobby ist nämlich das Grätzl. Der Gast gehört direkt zur Stadt. Es geht um das Dazugehören. Zwei Jahre haben wir von der Ideenfindung bis zur Realisierung gebraucht, weil ein frag-mentiertes Hotel so noch nie in Wien geneh-migt wurde. Aber die Resonanz ist bereits phänomenal. In puncto Buchungswege läuft alles wie bei Hotels plus Airbnb. Aber bei 18 Apartments werden wir die vielen Kanäle nicht brauchen, sondern die Leute werden es buchen und es dem nächsten sagen. Ist schon die Expansion geplant? Ja, wir wollen die Partnerschaft mit Man- Schaufenster zum Wohnen 44 3/2016


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