BIO-Hotels: Grüne Leuchttürme

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Foto: Il Cielo hotelkonzepte Grüne Leuchttürme sammenhang Treffen für die Nachfolger an. Bei unserem ersten Treffen haben wir ausge-lotet, wie die Jungen das Thema Bio sehen und waren überrascht und erfreut, dass sie damit eine umfassende Lebenseinstellung verbinden. Sie wollen etwas bewegen und über das Thema Lifestyle hinausgehen. Das zeigt, dass wir einen aktuellen Nerv treffen. Daher ist es wichtig, uns als Marke zu zeigen und die Individualität der Häuser zu stärken. Die BIO-Hotels investieren viel in die Organi-sation ihrer Struktur. Ist das Thema Wachstum für die Kooperation derzeit wichtig? Wir möchten neue Betriebe gewinnen und zeigen, wie man sich weiterentwickeln kann. Denn Hoteliers müssen heute mehr denn je auf Alleinstellungsmerkmale setzen, und wir als nachhaltigste Hotelkooperation können ganz anders agieren als der Einzelbetrieb. Wir registrieren verstärkte Mitgliedsanfra-gen, haben aber in unserem Wachstum stag-niert, da wir umstrukturiert und uns nicht auf die Akquise konzentriert haben. 2016 wird für die BIO-Hotels ein Konsolidierungsjahr, aber danach rechne ich mit steigenden Zah-len. Momentan ist es mir wichtiger, unsere aktuellen Mitglieder zu stärken. Sie vergeben seit 2014 drei Umweltpreise – ein Mittel zur Stärkung, von der Sie sprachen? Die Preise sollen Leuchttürme unter un-seren Hotels ehren. Der „ehc“-Preis etwa zeigt, wer das meiste CO2 pro Übernach-tung gespart hat: letztes Jahr das Salzbur-ger Bio-Hotel zur Post (first class 1–2 2016). Beim Innovationspreis geht es um das Ver-anschaulichen der Einsparung. Peter Unter-lechner etwa vom österreichischen Bio-Hotel Grafenast in Schwaz präsentiert die bevor-zugte Anreiseart seiner Gäste – CO2-neutral, mit der Bahn, mit dem Auto, mit dem Flug-zeug –, indem er sie eine Holzkugel in den entsprechend beschrifteten Behälter werfen lässt. Und unser Preis „Umweltsau“ zeigt schließlich, wie Hoteliers z. B. allein mit Res-sourcenmanagement Einsparungen erzielen können. 2015 ging sie an das Gut Sonnenhausen bei München. Auch insgesamt sind wir stolz auf uns als Kooperation. Ur-sprünglich wollten wir den CO2-Ausstoß innerhalb von zehn Jahren halbieren, das haben wir jetzt nach fünf Jahren er-reicht. Vielen Dank für das Gespräch.jus ZUR PERSON... Frau Petrone, auf der Mitgliederversamm-lung der Bio-Hotels Mitte November 2015 wurde beschlossen, die Vereins- und Mar-ketingarbeit zu trennen, u. a. zugunsten eines individuellen Marketings. Wie individuell kann das Marketing bei derzeit rund 90 Mitgliedern sein? Früher war der Verein für das komplette Marketing zuständig. Dabei war es nicht immer leicht, das Budget aufzuteilen. Nachdem die BIO-Hotels mit der Marketing-GmbH eine eigene Marke-tingagentur unter der Leitung Ludwig Grubers gegründet haben und Marke-ting- von Vereinsar-beit trennen, kann nun jeder Mitgliedsbetrieb Um-fang Carola Petrone ist seit November 2015 die neue Obfrau der BIO-Hotels. Wir sprachen mit ihr über individuelles Marketing und Umweltpreise. und Inhalt seines Marke-tings ein Stück weit selbst bestimmen. Das Hotel kann z. B. Mitglied sein, aber keine Marketing-Leistungen beanspruchen – oder es bucht je nach Bedarf Leistungen hinzu, z. B. die Werbung im Katalog der BIO-Hotels oder die Darstellung auf der Website unter einem Schwerpunkt. Wir bieten den Hotels aber auch ein umfangreiches Pressepaket. Welche Vorteile bringt die Trennung von Ver-ein und Marketing den Mitgliedern darüber Carola Petrone 1973 geboren, gründete sie im Jahr 2005 mit ihrem Mann Domenico Petrone das Cateringunternehmen Il Cielo, das Kinder in Krippen, Kin-dergärten und Schulen mit Bio-Essen versorgt – heute sind es täglich 3.500 Gerichte. 2011 eröffneten beide das Bio-Hotel Il Plonner in Weßling. Seitdem ist sie Mitglied bei den BIO-Hotels und seit 2015 Obfrau. hinaus? Diese ergeben sich z. B. im Marketing bei Sammelbestellungen für Anzeigen oder On-lineschaltungen, die die Mitglieder aufgeben können. Der Verein hingegen kann sich da-rauf konzentrieren, den Nachhaltigkeitsge-danken zu kommunizieren – nach innen und nach außen. Wir bieten u. a. ein Schulungs-paket an, das mit Nachhaltigkeit im weiten Sinn zu tun hat. Die Hoteliers erfahren z. B. etwas über Housekeeping, Kosten- und Einkaufsstrukturen. Zudem möchten wir den Mitarbei-tern unserer Mitglieds-betriebe unsere Phi-losophie noch besser näherbringen. Wir werden auch da-ran arbeiten, dass das internationale Hotelnetz-werk besser funktioniert. Die Marketing-GmbH möch-te hierfür anbieten, die Hotelangebote ins Englische, Französische und Italienische zu übersetzen. Die Mitglieder sollen so auch in-ternational potenzielle Gäste auf ihre Häuser aufmerksam machen können. In einigen Ihrer Häuser steht demnächst ein Generationenwechsel an. Wie begegnen Sie dieser Entwicklung? Da der Verein nun selbstständig arbeiten kann, haben wir unsere Betriebsbetreuung weiterentwickelt und bieten in diesem Zu- Die Ludwig Gruber Brunnwald 400 400,• A- A-6465 6465 Nassereith Nassereith Tel.Tel.: + +43-(43-(0)0)664-664-444 4448728 87 28 www.biohotels.info


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