Versicherungstipp - Certified: Land, Hotel, Event

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Foto: privat branchenfokus No risk – much fun? Versicherungstipp Leider muss ich Sie enttäuschen: Versi-cherungsschutz ohne einschränkendes Ver-tragswerk ist undenk-bar. Was beinhalten also Multirisklösungen, Vielgefahrendeckun-gen oder Allgefahren-/ Allriskkonzepte wirk-lich? Einzelgefahren-deckung (Named-Pe-rils- Deckungen) heißt: Versichert ist nur, was in den Versicherungsbedingun-gen ausdrücklich genannt und nicht über Ausschlüsse einge-schränkt wurde. Wir reden hier also z. B. über die klassischen Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel etc., die im Baukas-tensystem kombinierbar sind. Die Begriffe Multirisk und Vielgefah-ren sind nicht eindeutig definiert. I.d.R. handelt es sich aber um die Bündelung von Ein-zelgefahren, häufig für Gebäude, Inhalt und Betriebsunter-brechung innerhalb einer Police. Über den abschließen-den Baustein „un-benannte Gefah-ren“ nähert sich der Leistungsumfang weitgehend einer Allgefahrendeckung an. Immer muss aber der Versicherungsnehmer be-weisen, dass eine der versicherten Gefahren eingetre-ten ist und damit Leistungspflicht auslöst. Eine All-gefahren- „Genau dieser Schadensfall ist leider nicht versichert …“ Diesen Satz haben Sie sicher schon einmal von Ihrem Versicherer gehört? Wie schön wäre doch eine Rundum-Sorglospolice … Deckung ist eine be-sonders weitgehende Form der Versicherungsdeckung – am be-kanntesten sind die Elektronik- und Maschinenversicherung. Die versicherten Gefahren werden hier, im Gegensatz zu den zuvor genannten herkömmlichen Sach- Versicherungen, nicht abschlie-ßend Land, Hotel, Event benannt. Der Deckungsum-fang definiert sich nur über Leis-tungsausschlüsse. Grundsätzlich ist alles versichert (Zerstörung, Beschädigung und Abhanden-kommen versicherter Sachen) – außer es ist im Vertragswerk explizit ausgeschlossen oder ein-geschränkt. Übliche Ausschlüsse beziehen sich z. B. auf Schäden durch Vorsatz, kriegerische Er-eignisse oder Folgen aus Atomunfällen. Weitere Einschränkun-gen dienen der Abgrenzung von regulären Reparatur-, Unterhalts- und Sanierungskosten. Die kundenfreundlichste Ver-tragsform ist die „pure“ All-risk: Während bei herkömm-lichen Versicherungen der Versicherungsnehmer den Schadenseintritt beweisen muss, ist es bei „echten“ Allgefahren-versicherungen genau umge-kehrt: Der Versicherer muss dann beweisen, dass der Schaden nicht ersatzpflichtig ist. Die bes-te Allrisk-Lösung verpufft aller-dings, wenn im Klauselwerk nur auf die Standardfomulierungen vertraut wird. Volker Begas, Mosaic Versicherungsmakler, www.hotelversicherer. de Volker Begas Für das Landgut Stober im brandenburgischen Groß- Behnitz, das bis Ende letzten Jahres noch Landgut A. Borsig hieß, reiht sich das neue Siegel in die bereits erhaltenden „Cer-tified Conference Hotel“ und „Certified Green Hotel“ ein. „Das einmalige Industriedesign, das großzügige Anwesen mit eigenem See und Wald sowie der ehemalige Rinderstall bie-ten alles für außergewöhnliche Tagungen und Events“, betont Holger Leisewitz, Certified- Chefprüfer und Teamleiter Con-ference & Event Management bei Beiersdorf, der das Zertifikat vergeben hat. Der große Innen-hof des energieautarken Hotels bie-te sich für jede Art von Darbietungen, Grillfesten, Märkten etc. an. Die Räume im Kornspeicher oder der Bren-nerei sind rustikal modern, im ehemaligen Gutsverwalter-Ge-bäude ist eine Hochzeitsräum-lichkeit vorhanden. Certified führt im Auftrag des Geschäftsreiseverbands VDR die Zertifizierung mit Trägerverbän-den wie der Deutschen Gesell-schaft für Verbandsmanagement (DGVM) durch. Das Zertifikat wurde entwickelt, um Unterneh-men, Agenturen und Verbänden in puncto Veranstaltungsloka-lität eine größere Planungssicherheit und Transparenz hin-sichtlich Haftung, Ausstattung und Verantwortung zu geben. Für eine Certified Event Lo-cation gilt es, 20 Muss- und 40 Kann-Kriterien zu erfüllen, wo-bei mindestens 1.250 von 2.500 Punkten erreicht werden müs-sen. Eine Prüfung erfolgt vor Ort alle drei Jahre und wird von ei-nem erfahrenen Eventmanager mit Unterstützung eines Exper-ten aus dem Bereich Versamm-lungsstätten abgenommen. In den dazwischenliegenden Jah-ren erfolgt ein Überwachungs-audit durch das Certified-Pro-jektbüro. Die Umbenennung des Hotels erfolgte im Übrigen kurzfristig zum Jahreswechsel aufgrund einer Entscheidung des Bundes-gerichtshofs. „Wir dürfen uns nicht mehr nach der verdienten Familie der Borsigs bezeichnen, die dieses Gut über drei Gene-rationen aufgebaut und betrie-ben hat“, erklärt der Inhaber Michael Stober. Weitere Informationen über mögliche Hotelzertifizierungen unter www.certified.de Das Landgut Stober hat als zweites deutsches Hotel überhaupt das Siegel Certified Event Location erhalten. 8 1-2/2016


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