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Wir wollten unser Früh-stück als USP gestal-ten“, erzählt Petra Franzke, die das Vier-Sterne-Su-perior- Hotel Sonnengut in Bad Birnbach, Mitglied der Wellness Hotels und Resorts, gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Jörg Franzke leitet. Im Hotel Sonnen-gut bewegen sich täglich bis zu 150 Frühstücksgäste morgens wie durch einen Laden und er-leben so die Kombination aus modern-praktischer Shopanmu-tung und einem reichhaltigen Angebot, das wiederum kein Bäcker bietet. Das Buffetsys-tem wurde extra für das Hotel konzipiert und erinnert an ein Ladensystem, bei dem verschie-dene Holzbehälter in Schienen gehängt werden. Der Unterbau enthält Technik wie die Küh-lung, oben findet die lose regionale Frühstücksvielfalt – von verschiedenen Wurstsorten wie Hirschsalami oder Presssack, über selbst gemachte Aufstriche bis hin zu sechs Vollkornbrotsor-ten vom Dorfbäcker Platz. Wer Brot und Brötchen als Kunstwerke inszenieren will, kann sie z. B. in kleinen Rega-len mit Beleuchtung präsen-tieren, die wie Rahmen an der Wand hängen und den Waren so eine hohe Wertigkeit verlei-hen. Solche Lösungen bietet z. B. Schweitzer Ladenbau – bis-her nur für Bäckereien. Geträn-ke können passend im Geträn-keset Trio von Frilich für drei Flaschen oder Karaffen platziert werden, das optisch an einen traditionellen Flaschenträger er-innert – der wiederum aus einem Laden stammen könnte. Für eine runde Präsentati-on ihres Konzeptes können Hoteliers zusätzlich entsprechendes Por-zellan nutzen, etwa wenn es um gesunde Ernährung geht. „Vegane Alternativen finden zunehmend den Weg aufs Früh-stücksbuffet. Dieser Trend hin zu einer ausgewogenen und ge-sundheitsbewussten Ernährung sollte sich daher auch in einer Speisepräsentation mit entspre-chender Optik wider-spiegeln“, sagt M a t t h i a s S c h ö f f e l , M a r k e - tingleiter der Por-zellanfabrik Schönwald. Dazu trägt klassisch-weißes oder dezent farbiges Geschirr bei. „Im Dekorbereich sind Designs gefragt, die eine rustikale An-mutung mit moderner Leichtig-keit vereinen“, sagt Gabriele Dettelbacher, Marketingleiterin Tafelstern. „Ein Beispiel hier-für ist der Ombré-Look, der mit Farbeffekten, etwa in Beige, Braun, Lila, Blau und Orange spielt.“ Kombinationen mit an-deren Materialien können die rustikale Anmutung unterstrei-chen. Artesano Professionale von Villeroy & Boch etwa vereint reinweißes Porzellan mit na-türlichen Materialien. Auf dem Buffet können ein Brotkorb aus naturfarbener Baumwolle oder ein Tablett aus Akazienholz Platz finden. Einen ähnlichen Gedanken verfolgen die Frilich- Linien Earth und Timber Na-ture sowie Timber Vintage, die Speckstein bzw. (weiß lackier-tes) Holz verarbeiten. Buffet als Bühne Wer viel zu bieten hat, muss auf eine übersichtliche Präsentation achten. Das weiß auch Andrea Renn vom familiengeführten Logis d‘Exception Erwachse-nen Bio Hotel Burgunderhof in Hagnau am Bodensee. Allein 20 Müslisorten und zehn ver-schiedene Mineralwasser müs-sen so angerichtet werden, dass sich die Gäste zurechtfinden. Nicht nur eine Ladenanmutung wie im Hotel Sonnengut, auch Etageren sind dabei eine prak-tische Wahl – und werden in Tischlein-deck-dich-Manier im-mer wieder neu bestückt. Damit der Gast möglichst viel Vielfalt probieren kann, bietet das Ho-tel kleine Portionen, wie Pud-ding im Weckglas, Schälchen mit Kaiserschmarrn oder selbst-gebackene Muffins auf kleinen Tortenplatten an, die zudem un-ter Glasglocken ange-richtet werden. „Jeder soll nach Her-z e n s l u s t s c h l e m - men. Dass eine Speise aus ist, kommt nicht vor“, erzählt die Hotel-chefin. Warmgehalten wird im Burgunderhof jedoch nichts; die Gäste bestellen etwa die Eierspeisen ihrer Wahl direkt in der offenen Küche. Auf den Tischen findet nicht nur Tisch-schmuck passend zur Jahreszeit Platz, sondern auch verschiede-ne Zuckersorten und Himalaya- Kristallsalz. Solche kleinen Ex-tras können ebenfalls mit einer Etagere angeboten werden. Die kleine Ausführung von Hepps TipTop ist am Tisch z. B. für Mar-melade, Butter, Brotaufstriche, Joghurt oder Obstsalat geeignet. Eine konische Edelstahlfassung umschließt einen Porzellan- oder Glasbecher; das passende Besteck findet an der Fassung Platz. Auf einen Materialmix mit ursprünglicher Anmutung – Akazienholz mit Schieferplatten und passenden Porzellanscha-len – setzt wiederum Villeroy & Boch mit der Artesano Professio-nale fürs Buffet. Eine Lösung mit reinem Porzellan bietet die Serie Anmut im Design der 1950er Jahre, bei der das Edelstahlge-stell die Teller von der Seite hält. Ob horizontal oder vertikal an-gerichtet: Ohne das appetitli-ches Aussehen der Frühstücksprodukte werden die Gäste nur zögernd zugreifen. Damit warme Speisen über einen län-geren Zeitraum noch anspre-chend aussehen, hat Rieber Damit die Gäste morgens nicht den Bäcker um die Ecke wählen, können Hotels das Buffet als Laden arrangieren. Illustration: Lopez Ruiz; ® Annett Seidler – Fotolia.com, © Anna – Fotolia.com WeWeW rere ununu sn kekek nene nnnn tntn ,t,t der kennt QUALITÄT www.erlenbacher.de food


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