Page 19

first_class_1_2_2016

Fotos: Copyright by Ameron Hotel Collection Es war keine spannende, legendäre Wette, mit der Davos im Vergleich zu St. Moritz vor über 150 Jahren seinen Wintertourismus begründete. Vielmehr ga-ben zwei Tuberkulose-Kranke, die im 19. Jahrhundert der heilsamen Luft von Davos ihre letzte Chance anvertrauten, die nüch-terne Initialzündung. Denn mit ihrer Gene-sung folgten zahlreiche weitere „Luftkurort- Touristen“, darunter auch die Manns, die sich hier vom Zauberberg inspirieren ließen. Und bald kamen auch die Wintersportler in die schneesichere Weltwirtschaftsforum- Destination. „Im Vergleich zu St. Moritz bieten wir bis heute mehr Vielfalt für ein bunt gemischtes Publikum vom Back-packer bis zum Pro-minenten“, betont hotelkonzepte Ameron wagt mit dem neuen Haus in Davos erstmals den Schritt aufs „Land“ und ins Resortgeschäft. Das neue Vermarktungskonzept You-In soll dabei den Hochpreis-Schweiz-Effekt aushebeln. Nuot A. Lietha, Chef des Tourismusbüros von Davos Klosters. Ein attraktiver Ort für ein neues Hotel also. Das dachte sich auch die Althoff Hotel Grup-pe mit ihrem Ameron-Team und startete vor drei Jahren die Planungs- und Bauarbeiten mit dem Investor UBS Sima und der Schwei-zer Migros für ca. 80 Mio. CHF. Im Dezem-ber 2015 eröffnet, agiert das neu gebaute Ameron Swiss Mountain Hotel Davos mit 148 Zimmern und Suiten als erstes Resort der bisherigen Stadtmarke Ameron. Damit sind für die derzeit 70 Hotelmitarbeiter vor Ort erstmals auch Familien mit Kindern, Paa-re und Geschäftsreisende gleichermaßen im Visier. Für die Gäste stehen u. a. die 29 m² großen Smart-Zimmer zur Wahl, die sich in ihren vier Kategorien primär durch die Ser-vice- Ausstattung, also dem Kissen- und Bet-tenmenü, der Kaffeemaschine sowie Smart Bar, unterscheiden. Hinzu kommen die 45 m² großen Smart-Junior-Suiten mit be-gehbarem Kleiderschrank und die Smart- Family-Suiten mit einer Kochnische. Alle Zimmer warten im modernen Schweizer Stil mit Balkon und kostenfreiem WLAN auf. Neben dem Spa Retreat auf 850 m² gibt es erstmals in einem Ameron-Haus auch einen Kids Club. Daneben hält das Haus sechs Konferenz- und Banketträume bereit. „Die Auslastung werden wir jetzt schon von De-zember bis einschließlich März auf 75 % ansteuern“, erklärt Ingo Schlösser, der mit seiner Frau Silvana das Haus leitet. Eine wichtige Erfolgssäule soll dabei auch das F&B-Konzept sein, in dessen Fokus vor allem das Ameron-eigene Cantinetta-Konzept mit Schweizerisch-italienischem Live Cooking Buffet steht. Hinzu kommt demnächst ein À-la-carte-Restaurant, daneben gibt es die Lounge Bar für das kleine Frühstück oder den Àpres-Ski mit einer großen Gin-Aus-wahl, die Smokers-Lounge und den Lounge- Bereich mit Bibliothek und Fotobox. Insight und You-In Bleibt bei allen Vorschusslorbeeren der for-dernde Markt, in dem sich das Vier-Sterne- Hotel bewegt. „Wir haben als Euroland die Schwierigkeit, dass die Schweiz als sehr teuer wahrgenommen wird“, bringt Martin Stockburger, Vice President Sales & Marke-ting der Althoff Hotel Gruppe, die Haupt-problematik auf den Punkt. Hinzu kommt der schwierige Wechselkurs seit 2015, auch wenn inzwischen Entspannung eingetre-ten ist. „Der Kurswechsel hat insgesamt in Davos bisher wenige Spuren hinterlassen“, konstatiert Nuot A. Lietha. „Im letzten Win-ter verzeichneten wir -0,2 %, weil viele vor- 1-2/2016 19


first_class_1_2_2016
To see the actual publication please follow the link above