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Bessere Hilfsangebote/ Unterstützung durch Bundesrepublik oder Verbände Erweiterte Ausnahmeregelungen Mehr Dialog zwischen den Unternehmen und der Politik Reduzierung des Büro-kratischen Aufwandes Andere (z. B. Herabsetzung des Mindestlohns oder der Mehrwertsteuer) schäftigen. Auf die Frage, ob der Mindestlohn ihren Unternehmen schaden wird, zeigt sich die Vielzahl der Befragten jedoch optimistisch. Am zuversichtlichsten sind dabei die Schul- und die Gemeinschaftsverpflegung: Nur 18,2 % bzw. 22,7 % ihrer Vertreter fürchten negative Auswirkungen. Auch die Befragten aus dem Fleischerhandwerk glauben überwiegend daran, dass das Mindestlohngesetz ihren Unternehmen nicht schaden wird (57,1 %) ebenso wie Vertreter aus der Hotelbranche (54,7 %). Am pessimistischsten ist die Gastronomie: Mehr als die Hälfte der Gastronomen (56,2 %) fürchtet negative Konsequenzen. Verhaltener Optimismus Trotz der optimistischen Einstellung vieler Vertreter aus dem Außer-Haus-Markt wünschen sich viele von ihnen Änderungen am Mindestlohngesetz. Forderungen nach Anpassungen werden dabei vor allem in der Hotel- (83,7 %) und Gastronomiebranche (87,6 %) laut. Die Umfrage hat gezeigt, dass nicht der Mindestlohn, sondern die damit verbundene Aufzeichnungs- und Dokumentationspflicht Probleme mit sich bringt. Stattdessen wird mehr Flexibilität in Bezug auf die Arbeitszeiten und Pausen gewünscht. Generell sollte es branchenspezifische Ausnahmeregelungen für Feiern oder Veranstaltungen geben. Darüber hinaus fordern viele der Befragten einfache Sonderregelungen für ungelernte Kräfte, z. B. Flüchtlinge oder Praktikanten. Zwar gebe es Regelungen für die verschiedenen Gruppen, darunter Studenten und Minijobber, diese seien jedoch zu kompliziert. Auch die Akzeptanz bei den Endverbrauchern sollte nach Meinung der befragten Unternehmer durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit gesteigert werden. Letztendlich sei es auch der Kunde, der den Mindestlohn mitfinanziere. Fast alle Befragten wünschen sich Veränderungen. Ganze 86,6 % erhoffen sich eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands. Auch Ausnahmeregelungen und verbesserte Hilfsangebote stehen auf der Wunschliste. Fast die Hälfte aller Umfrageteilnehmer (47,3 %) befürwortet darüber hinaus einen gesteigerten Dialog zwischen den Unternehmen und der Politik. „Fair, aber trotzdem nicht realitätsfremd“, lautet die Forderung. Ob die gewünschten Änderungen nach einer Überarbeitung der Mindestlohnregelungen Früchte tragen werden, ist unklar. Fest steht derzeit nur, dass die Höhe des Mindestlohns sich laut Gesetz regelmäßig ändern wird: Nach einer Anpassung bis Anfang 2017 wird es künftig alle zwei Jahre einen anderen Mindestlohn geben. jel/squ 7,2 % 28,6 % 63,8 % 47,5 % 86,6 % © first class, Quelle: B&L MedienGesellschaft Welche Unterstützung wünschen sich die Betriebe von Seiten der Politik? Die Befragten hoffen auf erweiterte Ausnahmeregelungen, um z. B. den bürokratischen Aufwand zu minimieren, den die Aufzeichnungspflicht mit sich bringt. 20.–24.2.2016 Messe Stuttgart www.intergastra.de INTERGASTRA App laden: Der Fixpunkt für Hoteliers • Umfangreicher Marktüberblick für Ambiente und Einrichtung • Fokus Hotel bietet Dialog zu aktuellen Branchenthemen und 3D-Cave zur virtuellen Bemusterung


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