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Foto: Aloft München einrichtung Kunstleder- und Lederbezüge sind darüber hinaus praktisch und praktikabel. Auch kleine Couchtische sind für die Lob-by unverzichtbar geworden, indem hier Getränke und klei-ne Snacks immer einen Platz finden. Zudem ermöglichen die Tische stimmungsvolle Wohn-zimmer- Dekorationen durch Vasen oder Kerzen. „Pflege-freundliche Tischplatten erfül-len schließlich die alltäglichen Anforderungen der Hotellerie, und durch Materialien wie Massivholz oder Glas sowie das Design der Tischplatten erhält die Lobby einen individuellen Charakter“, erläutert Ulrike Reschke weiter. Wichtig ist wiederum auch, dass es ausrei-chend große Tische gibt, da die Lounge oft zum Arbeitsplatz wird. In diesem Sinne schließt sich mit dem großen aktuellen Thema Community Table der vielgehypte „Wohlfühlkreis“. Durchdachte Konzepte Neben dem rustikal-vintage-artigen Mobiliar sind auch verschiedenartige und -farbige Stoffe wieder en vogue. „Mei-ner Meinung nach spielt die Wahl der Stoffe, wie auch der Dekoration durch Kissen eine entscheidende Rolle“, bestätigt Andreas Marr, Geschäftsführer von objekt-m.com. „Die Frage, welche Farben und Muster für den Wohlfühl-Charakter in der Lobby sorgen, lässt sich nicht getrennt vom Designkonzept beantworten“, weiß Holger Dierkes, der im Vertrieb von Drapilux arbeitet. „Es kommt wie immer darauf an, welchen Charakter ein Hotel vermitteln will: Orientiert sich das Design an einer historischen Epoche oder am Geist des Ortes?“, nennt sein Kollege Thomas Markert z. B. Aspekte, nach de-nen sich die Materialwahl rich-tet. Ganz nebenbei unbedingt obligatorisch ist, dass die Stoffe schwerentflammbar, pflege-leicht und langlebig sein müs-sen. Hinzu komme der regio-nale Kontext: „Was an einem Winterabend in Zermatt einla-dend erscheint, wirkt an einem Sommermorgen auf Capri si-cher unattraktiv“, verdeutlicht Holger Dierkes. „Es gibt nachweislich Far-ben, Muster und Materialien, die sympathischer wirken als andere und eher zum Wohl-befinden beitragen. Deshalb berücksichtigen unsere Ein-richtungskonzepte immer auch die Gestaltungsansätze der ,Farben der Gesundheit‘“, er-klärt Ralf Schlecht. Denn da-bei geht es bekanntermaßen darum, den Wohlfühlfaktor von Räumen gezielt zu er-höhen. Eine in Rottönen ge-staltete Umgebung schafft z. B. eine warme Atmosphäre. Das hat der Einrichter vor allem auch in der Lobby des Hotel Bora HotSpaResort in Radolf-zell am Bodensee eindrucksvoll demonstriert. Heitere Farben versprechen dagegen Entspan-nung. Ebenfalls von Bedeutung ist zweifelsohne die Lichtaus-wahl: „Gerne wird hier auf in-direkte Beleuchtung zurück-gegriffen, um ein stimmiges Ambiente zu erzeugen“, stellt Wolfgang Kurmis von Kason heraus. Die Lobby ins richtige Licht rücken – ist auch hier das entscheidende Motto. Spiel mein Song Bleiben die Unterhaltungsmög-lichkeiten, die die Lobby schaf-fen kann. Denn in jedem gu-ten Wohnzimmer kommen die Menschen auch zum Spielen, Singen und Tanzen zusammen. Das erst im August diesen Jah-res eröffnete Aloft in München (siehe auch Seite 18 in dieser Ausgabe) hat die Open Stage, die Diskokugel und das Misch-pult mitten in die Lobby ge-bracht und freut sich mehrmals im Monat, junge, frische Bands in seiner Lobby begrüßen zu können. Die großen Panorama-fenster sorgen dafür, dass auch jeder von draußen merkt, was in diesem hemmschwellenfrei-en Hotel passiert und laden schließlich zum „hereinspa-ziert“ ein. Wer dann noch nicht genug hat, kann sich ohne Al-ters- und Berufsbeschränkung am Flipper und beim Poolbil-lard austoben. Die Lobby ist zum Leben erweckt. sar/syk Zur After-Work-Party ins Aloft München mit Diskokugel und Open-Stage-Konzept 42 11/2015


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