einrichtung - Full House

first_class_11_2015

Foto: 25hours Full House Zu Gast in der Welt, im Hotel zu Hause: Für viele Reisende ist das – zumindest auf Zeit – absoluter Alltag, erst recht durch die inzwischen vielfältigen Erfahrungen in Sharing-Economy-Woh-nungen. Und so gilt heute mehr denn je als Alles-oder-Nichts-Prinzip: „Wenn der Gast in eine Lobby kommt, die ihm vom ersten Moment an das Gefühl gibt, zuhause zu sein, hat das Hotel schon gewonnen“, ist Andreas M. Rausch, Geschäftsführer von Rausch Classics, überzeugt. „Kommt der Gast in eine kühle und unattraktive Lobby, sinkt seine Stimmung“, skizziert Matthias Windolf, Leiter der neubert.Hoteleinrich-tung, den Gegensatz. Die 25hours Hotels (s. F. l.) haben dieses Prinzip in den letzten Jahren bis zur Perfektion betrieben und der Branche gezeigt, was es tatsächlich heißt, ein Hotel das Wohnzimmerklima zu verleihen. Viel Sofa, viel Kissen, viel Oh-rensessel und ganz viel Vintage bei den Leuchten, den Bildern und den Tischen, kombiniert mit einem lebendigen Farb-mix – das ist es, auf eine einfache Formel gebracht, was die Lobby so simpel anders macht. Doch bei allem Wohlfühl-Mantra greift auch hier der Grundsatz: „Die Ein-richtung muss klar gegliedert sein. Der Gast darf nicht lange überlegen müssen, wohin er gehen möchte“, stellt Matthias Windolf heraus. Auch Ralf Schlecht, ge-schäftsführender Gesellschafter von Fritz Schlecht/SHL betont, dass die Lobby die nötige Orientierung für Gäste bieten muss und die Gestaltung dabei die unterschied-lichen Bereiche, wie Rezeption, Lounge oder den Zugang zu den Zimmern, klar markieren sollte. „Wenn der Gast sofort den Überblick hat, nimmt das die Unsicherheit der fremden Umgebung, und er fühlt sich per se schon einmal wohl“, ver-anschaulicht er. Hinzu kommen fließende Marktplatzelemente: „Wo es die Raumstruktur zulässt, verschmelzen Rezeption, Bar, Lobby und teilweise sogar der Früh-stücksraum in einen Kommunika-tions- bzw. Treffpunktbereich“, ver-deutlicht Elke Magdalena Werther, verantwortlich für den Vertrieb bei Selva Hospitality. Der Gast soll auf Anhieb wahrnehmen, was das Haus „zu bieten“ hat. So finde mehr sichtbare Bewegung in den Hotels statt, was wiederum den Ein-druck eines lebendigen und gut besuchten Ortes vermittelt. So simpel und so gut: Mit Omas Ohrensessel und lila Strick-Poef ist das 25hours Hotel Wien bereits beim Eintreten eine Wohlfühlwelt für sich. Nicht-Hotel als Hotel- Prinzip der Zukunft par excellence.


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