Biolandhaus Arche Tessmann, Eberstein: Zweites Wohnzimmer

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Fotos: Biolandhaus Arche hotelkonzepte Zweites Wohnzimmer Fall der Gesundheit. Rund um die Arche befinden sich „Orte der Kraft“, darunter keltische Kultplätze. Innen möchte das Hotel seine Gäste mit einer heimeligen Atmosphäre ohne klassische Hotelein-richtung empfangen. „Uns ist die persönliche Note wichtig – mit viel Holz, runden Formen, aber vor allem im persönlichen Kontakt“, so Ilmar Tessmann. Der Hausherr spielt Kabarett, seine Mutter stellt ihr Kochbuch gern persönlich vor. Bei der Hotelvermarktung helfen Kooperatio-nen wie die Kärntner Geheimtipps. Zudem empfiehlt der Hotelleiter, Nischen zu fin-den. „Es reicht nicht, Yoga anzubieten, man muss Benefits wie Zertifikate integrieren. Die Leute möchten etwas nach Hause mit-nehmen“, weiß Ilmar Tessmann. Das Hotel ist für ihn ein Projekt, an dem es immer et-was zu verbessern gibt: Sei es mit einem neuen Boden aus Edelkastanie oder Barri-erefreiheit. „Wir möchten Verantwortung für die Gäste und die Umwelt übernehmen. Die Vision meiner Familie können wir jetzt leben“, fasst der Hotelier zusammen. jus Arche bedeutet Anfang, und der ist bekanntlich schwer. Das traf auch auf das Biolandhaus Arche in Eber-stein zu. Das Hotel mit 25 Betten in 16 Zimmern bietet seinen Gästen seit 1985 Weitblick über halb Kärnten – allerdings in einer damals touristisch wenig erschlos-senen Gegend. Das Betreiberpaar Tess-mann senior hatte von Anfang an seinen eigenen Kopf und setzte auf Bio. Vor 30 Jahren brachte ihnen das den Ruf als Spinner ein. „Wir wurden z. B. gefragt, ob man von den Körnern überhaupt satt wird“, erinnert sich der Sohn Ilmar Tessmann, der das Hotel 2001 übernahm. Ihrer Vision ist die Familie treu geblieben. Nach wie vor steht Mutter Rosalinde in der Küche und bereitet ve-getarische Voll-wertkost ohne Fritteuse oder Mikrowelle zu. Beziehen sie heute die Produkte, die nicht selbst hergestellt werden, von Bio- Lieferdiensten, musste früher der Hausherr zu den Bauern fahren. Das tut er heute nur noch, um etwa Molkereiprodukte von der Bäuerin im Nachbarort zu kaufen. Nicht nur in puncto Ernährung, auch bau-biologisch nimmt die Arche eine Vorreiter-rolle ein. Das Hotel ließen sie 1979 recy-celbar in Lehmbauweise und mit Vollholz errichten. Seit etwa 20 Jahren wächst die Wertschätzung von Anwohnern und Gästen. Nicht nur 8.000 Übernachtungen pro Jahr, auch Auszeichnungen belegen den Erfolg. Besonders stolz ist Ilmar Tessmann auf die Würdigung als Best-Practice-Beispiel Ös-terreichs im Rahmen des Ökotourismusjah-res der WTO 2002 – als eines von 69 Pro-jekten weltweit – und den Status als erstes kontrolliertes Bio-Hotel in Kärnten. „Eigentlich ist die Zeit jetzt erst so richtig reif für unsere Ausrichtung“, meint er. Bio ist in den Köpfen der Menschen an-gekommen, immer mehr Leute ernähren sich vegetarisch und vegan. Der Hotelier rechnet damit, dass sich seine Gäs test ruktur dadurch verjün-gen wird – mo-mentan ist der Gast durch-schnittlich 40 Jahre alt. Familien kommen in den Sommermonaten, in der Nebensaison sind der Wellnessbereich und Tagungsangebote lukrativ. Daher soll der Seminarbereich ausgebaut werden. Um zusätzliche Gäste unterzubringen, plant Ilmar Tessmann einen kleinen Komplex mit Apartments, der dezent die Form der histo-rischen Arche aufnehmen soll. Ein Aufenthalt im Hotel kann unter dem Motto stehen „rauskommen, um runterzu-kommen“. Ganz namensgemäß war und ist das Hotel ein Ort des Anfangs – in dem Die Ludwig Gruber Brunnwald 400 400,• A- A-6465 6465 Nassereith Nassereith Tel.Tel.: + +43-(43-(0)0)664-664-444 4448728 87 28 www.biohotels.info Biolandhaus Arche Tessmann KG A-9372 Eberstein www.bioarche.at Als noch keiner an Bio dachte, standen im Biolandhaus Arche in Kärnten alle Zeichen auf Vegetarismus. Das Durchhalten zahlte sich aus. 24 11/2015


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