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wir geschafft, dass sich der Gast zu kosten-sicheren Paketen die Verpflegungs- und Erlebnisbestandteile zusammenstellt – bei voller Anpassungsfähigkeit der Leistungen. Das ist pauschal buchen – individuell reisen. A-ja hat bereits ein Bausteinprinzip implemen-tiert. Was unterscheidet Ihr Konzept davon? M.S.: Das ist richtig. Aber grundsätzlich sehe ich zwei Pole, zwischen denen wir uns bewegen: Die einen Anbieter, wie Robinson, inkludieren alles, und am Ende zahlt der Gast für die-ses „alles“ viel Geld, weil auch alles bezahlt werden muss. Bei den anderen, wie A-ja, be-zahlt der Gast, was er Ameron startet in Davos ein Vermarktungskonzept, das Wellen schlagen könnte. Wir sprachen mit Edgar Lichter und Martin Stockburger über die Pauschalreise für Individualisten, Kosten-Airbags und You-In. wirklich nutzt – und muss jedes kleinste Extra zuzahlen. So addieren sich auch bei A-ja die Urlaubsbeträge aus Einzelleistungen nach oben, was am Ende auch keine Kostensicherheit bringt. Aus bei-den existierenden Konzepten wollten wir das Beste herausnehmen – die Kostensicherheit und dem Gast nur das geben, was er will. Große Ideen sind meist simpel: Dieser An-satz ist so viel mehr als das, was wir in der Reisebranche bisher haben. Wie ist die aktuelle Nachfrage in Davos? M.S.: Unser Buchungsfluss ist aktuell sehr gut. Davos ist wieder auf der Landkarte für Skifahrer aus Euroland! Dies schließt auch die technische Erlebbarkeit unserer Idee ein. Denn der Gast kann bereits zu Hause sein in-dividuelles Programm mit einer eigens pro-grammierten Drag-&-Drop-Funktion auf un-serer Website zusammenstellen. Derzeit im-plementieren wir zudem eine app-gestützte Anwendung, mit der wir den Gästen, die schon im Haus sind, individuelle Angebote machen können. Sollten z. B. von 250 Gästen an einem Tag 220 den Tages-Ski-Pass haben, so kann das Team den verbliebenen im Haus via Push-Nachrichten Vorzugsangebote offe-rieren. So verkaufen wir z. B. zwei statt fünf Massagen und halten die hohen Schweizer Preise pro Massage für den Gast attraktiv. Es geht also auch hier um die vol-le Individualisierung vorab und vor Ort so-wie darum, Effizien-zen zu managen. Die Tourismusanbieter in Davos müssten Ihre Offensive begrüßen: Sie locken eine neue Klientel an und bieten zusätzliche Verkaufs-optionen der Leistungen vor Ort. M.S.: Vielen Dank, dass Sie das ansprechen. Uns ist natürlich wichtig, dass wir nicht nach Davos gehen und in fremde Betten fassen, sondern eine Zielgruppe hierherbringen, die den Ort wahrscheinlich nicht auf dem Bildschirm gehabt hätte. Wir sind uns sicher, dass dies gerade passiert. Wir füllen derzeit die Sonntage bis Donnerstage über unser Konzept und haben Donnerstag bis Sonntag Platz für die Schweizer – aktuell die Haupt-klientel unserer Kollegen vor Ort. So bringen wir neue Gästegruppen in diese Destination, und das ist für alle Partner insofern eine gute Nachricht, als seit Monaten viel von Stagna-tion die Rede war. Wir bringen Gäste auf die Pisten, in die Läden und Restaurants, die die Schweiz nicht auf dem Urlaubsradar hatten. Ist das Konzept bald auch in Luzern denkbar? M.S.: Eher nein, weil Luzern ein anderer Markt mit vielen amerikanischen und asiati-schen Gästen ist. Sie gehören zwar auch zum Leisure-Segment, aber kommen meist über das Gruppengeschäft. Und sie kennen dieses geübt deutsche Produkt Pauschalreise nicht. Wie sieht es mit den dt. Ameron-Häusern bzw. mit möglichen neuen Standorten aus? M.S.: Ja, wir können damit in Märkte gehen, die eigentlich sehr teuer sind, und hier über die Qualität neue Zielgruppen erschließen. Dies bedeutet, dass wir die Leistungen nicht preisgünstiger anbieten, sondern in einer Top-Qualität zu einem Spitzenpreis samt technologischer Personalisierung. Vor die-sem Hintergrund fallen mir durchaus weitere Destinationen ein, z. B. Sylt, St. Moritz, Al-garve, Kitzbühel oder an der richtigen Stelle Je nach Zimmerkategorie kann der Gast im Ameron Swiss Mountain Hotel Davos zwischen drei Halbpensionsvarianten wählen. Hinzu kommt das Angebot einer Erlebnispauschale für 75 CHF p. P. p. Tag. Zur Wahl stehen drei Erlebnispauscha-len mit je fünf Angeboten, aus denen der Gast täglich neu zwei flexibel auswählen kann. Sie sind kombinier- u. untereinander austauschbar: • Genuss-Pauschale: Spa-Gutschein, Spirituosen- Tasting-Seminar, wechselndes Pflegeprodukt von Niance im Zimmer, Bündner Rheinriesling mit Aperoplättli an der Hotelbar, Davoser Nusstorte • Aktiv-Pauschale: Bergbahn-Ticket, Mountain- oder E-Bike-Tagesnutzung, Wanderführer oder Skiguide, Lunchrucksäckli mit Tagesproviant, Langlauflektion, Sportlerteller, frisches Obst • Familien-Pauschale: Gratis-Übernachtung und -Verpflegung von einem Kind bis zwölf Jahre, zweistündige Kinderbetreuung ab 18 Uhr, Kids Club, Aktivkinderprogramm oder Schlittelplausch, Schatzalpbahn-Tageskarte für ein Kind und einen Erwachsenen INFO Mallorca. Vielen Dank für das Gespräch. syk


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