Ameron Swiss Mountain Hotel Davos: Auf Wiedersehen Pauschalreise

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Fotos: Ameron Hotel Collection hotelkonzepte „Auf Wiedersehen Pauschalreise“ War die Kurssituation in der Schweiz ein Grund für dieses neue Vermarktungskonzept? E.L.: Der wichtigste Grund ist zunächst der, dass wir in der Schweiz mit unserem Haus in Luzern bereits seit acht Jahren sehr erfolg-reich sind und daher den Standort Schweiz weiterentwickeln wollen. Davos hat einen extrem guten Namen und steht für einen schneesicheren Winterskiort mit vielen qua-litätsreichen Sportangeboten. Aber ja, auch die Kurssituation seit Januar 2015 hat die Entscheidung für das neue Vermarktungs-konzept gestärkt. Gerade der deutsche Gast möchte Preissicherheit kaufen. Martin Stockburger (M.S.): In der Hard-ware, Software und Gestaltung ist das Haus bereits ein sensationelles Produkt. Was wir jetzt noch erreichen wollten, ist, dass wir den Gästen die Angst vor der Schweiz in puncto Preisexplosion und Kostenunsicher-heit nehmen. Die Herausforderung ist, ähn-liche Leistungen wie in einer Pauschalreise anzubieten, also dass Gäste wissen, was der Urlaub in der Schweiz kostet. Aber zu-gleich passen Pauschalreisen nicht mehr in die Zeit. Die neuen Generationen setzen auf einen hohen Grad an Individualität, Unver-bindlichkeit und Flexibilität. Daher wollen wir eine Pauschalreise anbieten, die voll in-dividualisierbar ist, und haben ein Konzept entwickelt, das wir unter „You-In“ lancie-ren – mit individualisierten Leistungen zum Festpreis. Die Idee haben wir schon länger im Kopf. Aber Diamanten entstehen unter Druck: Durch die Entkoppelung des Wech-selkurses hatten wir wirklich den Zwang, in dieser Richtung zu agieren. Herr Stockburger, Sie sind Vice President Sales & Marketing der Althoff Hotel Gruppe. Welche Gäste peilen Sie in Davos an? M.S.: Wir rechnen in Davos mit 50 % Gäs-ten aus der Schweiz und 50 % aus Deutsch-land, Benelux und dem Rest der Welt. Die Herausforderung für uns ist, dass wir mit unserer Vermarktungsidee You-In den Megabrand Davos wettbewerbsfähiger machen gegenüber den vielen österrei-chischen Skidestinationen und deren kos-tensicherem All-In. Im Rahmen unserer Kampagne haben wir daher den Kernsatz formuliert: Aus Deutschland in die Schweiz zum Österreich-Preis. Ausgangspunkt war: Wenn eine Pauschalreise mit möglichst vielen wählbaren Leistungen und einem Kosten-Airbag rechenbar werden soll, ha-ben wir die Schwierigkeit, dass die Schweiz ein teuer produzierendes Land ist. Es wird nicht funktionieren, dass wir billig anbieten und viel einpaketieren. Wenn wir aber eben gerade in einer Zeit leben, in der ohnehin nicht alle das gleiche wollen, ist All-In nicht mehr der richtige Ansatz. Dann brauchen wir ein You-In: die Leistungen müssen ent-halten, was ich enthalten haben möchte, und bei meinem Partner im gleichen Zim-mer die, die er haben will. Ich stelle mir auf der ITB vor, wie wir vor Reiseveranstaltern mit Plakaten auf- und ablaufen: „Auf Wie-dersehen Pauschalreise“. Mit You-In haben Herr Lichter, Sie haben als Vice President der Ameron Hotel Collection 2009 die Marke Ame-ron für Vier-Sterne-Hotels unter dem Althoff- Dach lanciert. Mit dem neuen Haus in Davos wollen Sie andere Wege gehen. Inwiefern? Edgar Lichter (E.L.): Das Ameron Swiss Mountain Hotel Davos mit 148 Zimmern und Suiten ist unser erstes Resort und wird von ei-nem Direktionsehepaar geleitet. Wir richten uns hier erstmals explizit auch an Familien mit eigenem Kids Club. Zudem starten wir hier unser erstes Spa Retreat. Wirklich neu innerhalb der Branche wird aber vor allem das Vermarktungskonzept sein, bei dem sich die Gäste individuell Erlebnispakete zum festen Preis zusammenstellen. Damit wollen wir Kalkulationssicherheit mit dem hohen Schweizer Qualitätsanspruch verbinden. Edgar Lichter Martin Stockburger 20 11/2015


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