Page 33

first_class_10_2015

lefonanlage kümmern müssen“, erklärt Reiner Bauch, CEO der Hotelkette Star Inn. Die Telefonanlage des Drei-Sterne-Premium- Hotels Star Inn Hotel München Schwabing etwa wird nicht von einem Techniker überwacht, der vor einem Schaltschrank stehend die Funktion von Steckern und Kabeln prüft. Vielmehr erfolgt die Bereitstellung und Überwachung der Anlage für alle Bereiche, inklusive der 130 Business Premium Zimmer, durch das Münchner Unternehmen Nfon, das mit dem Service NHospitality die Auslagerung der Telefonanlage in die Cloud ermöglicht und die Sicherheit der übermittelten Daten gewährleistet. „Im Gegensatz zu Daten-Cloud-Anbietern unterliegt unser Service einer komplett anderen Gesetzeslage. In Bezug auf den Schutz des gesprochenen Wortes und der dem Betreiber anvertrauten Daten ist das deutsche Telekommunikationsgesetz eines der strengsten weltweit“, betont Jürgen Städing, Chief Product Officer bei Nfon. Die Zukunft in der Cloud? Dass herkömmliche Telefonanlagen bald der Vergangenheit angehören dürften, ist absehbar, denn bis 2018 sollen alle ISDN-Anschlüsse in Deutschland abgeschaltet sein. Der Anfang der 1990er Jahre eingeführte Telekommunikationsstandard ISDN ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern technisch auch hoffnungslos überholt. „Ersatzteile zum Erhalt des Netzes sind entweder nicht mehr verfügbar oder unverhältnismäßig teuer. aus der Cloud könnten auf absehbare Zeit herkömmliche Anlagen ersetzen. Doch können diese auch mehr als nur Zimmertelefone verbinden, die sowieso kaum mehr genutzt Das gleiche gilt auch für den Betrieb vieler Telefonanlagen“, erklärt Jürgen Städing. So ist bei Anlagen, die älter als fünf Jahre sind, eine Umrüstung oft unmöglich, werden? oder die Kosten sind zu hoch. In diesem Fall sollte man überlegen, ob sich der Kauf einer neuen stationären Telefonanlage noch lohnt oder der Weg in die Cloud führt. Eine Frage, der 2014 auch eine Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) nachging. Demnach greifen zwar bisher nur 6 % der Befragten auf Managed-Services zurück und 2 % nutzen Hosted-Services sowie nur 1 % Cloud-Telefonie-Lösungen. Vor dem Hintergrund der ISDN-Abschaltung will rund die Hälfte der deutschen Unternehmen aber bis 2016 ihre Telefonsysteme modernisieren. Bereits für 30 % käme eine Cloud-basierte Telefonielösung auf jeden Fall oder vermutlich in Frage. Mehr als telefonieren Da in Zeiten erschwinglicher Smartphones mittlerweile fast jeder Gast seinen eigenen mobilen Begleiter bei sich trägt, stellt sich generell die Frage nach dem Sinn eines Zimmertelefons. „Tatsächlich sind die mit dem Zimmertelefon geführten Telefonate stark rückläufig und dürften sich im einstelligen Prozentbereich bewegen“, bestätigt auch Reiner Bauch für seine Häuser. Doch Services wie Nhospitality bieten neben dem klassischen Kommunikationsmanagement C auch eine Lösung mit hotelspezifischen M Funktionen. So werden z. B. in den Star Inn Hotels Funktionen zum Management des Y Personals eingesetzt. Room-Service, Technik CM und Housekeeping sind jederzeit auch MY nach dem Prinzip Bring-Your-Own-Device (BYOD) erreichbar. „Weiterer Bestandteil CY von Nhospitality ist das Service-Tracking“, CMY erklärt Jürgen Städing. „Das Personal kann via mobilem Endgerät ein Zimmer in den K Status ‚gereinigt’ setzen, einen persönlich geäußerten Gastwunsch oder eine Gastbeschwerde mobil erfassen und an die entsprechenden Stellen weiterleiten.“ Eine Lösung, die auch das Unternehmen Kraftcom mit ASE QM anbietet. Allerdings können die entsprechenden Services hier neben dem BYOD-Modell auch auf Gäste-Tablets realisiert werden. So können dem Gast Funktionen wie die persönliche Begrüßung, eine digitale Gästemappe, der Zimmerservice oder die Rechnungsansicht und Quick-Check-out angeboten werden. Auch SuitePads – Tablet PCs auf Hotelzimmern – können klassische Hoteltelefone ersetzen, wie die Deutsche Hotelklassifizierung gerade bestätigt hat. Damit kann der Hotelier TV-Zeitschriften, Tageszeitungen, Radio und Telefon mit einem Gerät anbieten. Einen weiteren Weg beschreitet Alcatel- Lucent Enterprise mit seiner BYOD-TeleTelefonanlagen


first_class_10_2015
To see the actual publication please follow the link above