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Foto: 25hours Hotels Airbnb-Bleibe. Dazwischen haben sich auch Nischen etabliert – etwa Serviced Apartments, die vor allem attraktiv für Langzeit-Geschäfts-reisende sind. Ipartment z. B. (F. S. 42), Gewinner des So!Aparts 2014 als bester Apartment-Newcomer, bietet eigene möblierte Luxuswoh-nungen für Geschäftsreisende an. Sie sind vier-sterne-zertifiziert, sty-lish und wie 25hours mit etlichen Angeboten, die das Netzwerken unter den Gästen und mit Einheimischen ermöglichen, gesegnet. In Hamburg gehen beide sogar ab 2017 gemeinsame Wege: Während das Pier 3-Hotel des 25hours-Erfinders Kai Hollmann etwa mit Be-reichen nur für Jugendliche und gemeinsamen Anwohner-Innenhof neue Trends etablieren wird, setzt Ipartment 40 Apartments für et-was längere Aufenthalte oben drauf. Die Apartmentgäste profitie-ausstattung HOTELEINRICHTUNG neubert den etablierten Übernachtungsmöglichkeiten“, sagt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, und wehrt sich gegen einheitliche Regelungen. Der Hotelverband dagegen befürchtet, dass ihm ein Viertel aller Übernachtungen, die 87 Mio. im Jahr, die Airbnb und andere Websites vermitteln, verlo-rengeht. Das mag etwas überzogen wirken, denn Airbnb erweitert den touristischen Markt auch – nicht jeder User wäre sonst Hotelgast. Mut zur De-Touristification Fragt man Experten, täte die Branche gut daran, von der Konkurrenz zu lernen und mit eigenen Angeboten zu reagieren. „Kluge Hoteliers werden ihre Hotels zu wahren Erlebnis- Hot-Spots umfunktionieren“, sagt Harry Gatterer, Geschäfts-führer vom Zukunftsinstitut, und bezieht dies vor allem auch auf den intuitiv bedienbaren Webauf-tritt, die Branche eine große Herausforderung. der Geschäftsbasis von Airbnb sind zweifelsohne für Aber nutzen sie Hotels ist. Im YouGov-BrandIndex, der das Anse-hen Airbnb & Co. inzwischen auch als Chance? von Websites abfragt, schneidet im Bereich Reise/Hotel z. B. nur HRS.de besser ab. Zudem sei der soziale Duktus in puncto Anbindung an soziale Netzwerke und reale Treffpunkte nachahmenswert. Laut Harry Gatterer könne sich die Hotellerie vom Umgang mit dem neuen Bedürfnis nach „De-Touristification“ inspirieren lassen. Städtereisen-de, junge Familien und auch eine wachsende Zahl an Best Agern, von denen im Übrigen zugleich immer mehr Airbnb-Gastgeber werden, wollen sich nicht mehr als Touristen, sondern wie Anwohner fühlen. „Authentische Erlebnisse“, „persönliche Kontakte, (lokale) Kulturerfahrung, Insidertipps“ schaffen, so bringt es der Touristik-Professor Roland Conrady auf den Punkt. Und meint damit auch einen anderen Umgang mit den Gästen, die viele Services nicht mehr erwarten. Sieht man es positiv, so wirkt Airbnb als Inkubator auf die Hotellerie, hilft, überfällige Umstrukturierungen anzuschieben – und zugleich die eigenen Stärken wie Sicherheit, Verlässlichkeit, Abläufe und Service zu betonen. Die 25hours Hotels z. B. (F. o.) bringen bereits mit Band-übungsraum, Kino oder Anwohnern in der Lobby Lokalkolorit und Erlebnis in die Branche. Den Wunsch, sich auf Reisen wie zu Hause zu fühlen, greifen Hotels wie das Frankfurter Lindenberg mit eige-ner Gemeinschaftsküche auf. Aber auch die Budget-Stars Motel One oder Prizeotel als smarte Offerten für Städtereisende der Generation Internet setzen auf ein cooles Design, Sicherheit, Service und hohen Standard an Hygiene – für wenig mehr Geld als eine durchschnittliche BERATEN, PLANEN, REALISIEREN KOMPLETT AUSSTATTUNG HOTELZIMMER REZEPTIONEN/ LOBBYS RESTAURANTS GÄSTEBÄDER KOMPETENZ- ZENTRUM/ SHOWROOM IN WÜRZBURG vertrieb@objekt.de www.objekt.de N E U : BÜRO N O R D TE L. 0174 337 8003 187-8-15-INS-OW-First-Class-185x60_001 1 07.08.15 15:06 9/2015 41


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