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Fotos: A. Heinrichsdobler von rund 270.500 km2, aufgeteilt auf die Nord- und Südinsel, ist das Land nur 100.000 km2 kleiner als Deutschland, al-lerdings mit viel weniger Einwohnern. Die Bevölkerung ist multikulturell. Maori aus Polynesien waren die ersten Menschen, die das „Land der langen weißen Wolke“ vor ca. 1.000 Jahren besiedelten. Erst 1642 wurde es von Europäern entdeckt und 1840 zur britischen Kronkolonie erklärt. Neusee-land ist eine Schmelztiegel-Nation mit ei-ner zusammengewürfelten Geschichte aus Maori, europäischen, pazifischen und asia-tischen Kulturen. Eine Kultur, die deshalb einzigartig in der Welt ist. Gerade einmal 4,1 Mio. Menschen leben dort, 1,3 Mio. davon allein in Auckland. Der Rest der „Kiwis“ lebt hauptsächlich in den großen Städten Wellington, Christchurch und Ha-milton. Deshalb kann man in Neuseelands unberührter Natur und bei mehrtägigen Wanderungen auch noch ein echtes Gefühl von Ferne und Einsamkeit erleben, weit weg von jeglicher Zivilisation. Spektakuläre Gletscher, malerische Fjorde, zerklüftete Gebirge, weite Ebenen, sanft geschwun-gene Hügel, subtropische Wälder, Vulkanplateaus, kilometerlange Küsten mit Sand-stränden – hier gibt es einfach alles. Es ist kein Wunder, dass Neuseeland so beliebt als Filmdrehort ist. Oft wird behauptet, dass die Südinsel Neuseelands die schönere, spannendere und vielleicht authentischere der beiden Inseln ist. Ob das zutrifft, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gesunde Produkte aus einem gesunden Land Während die Verlockung eines städtischen Wohnumfeldes für viele groß ist, gibt es eine nicht unerheblich große ländliche Bevölke-rung. Neuseeland ist mit seiner traumhaften Natur auch ein Agrarland. Über 60 % der Bodenfläche beansprucht die Agrarindus-trie. Auf neuseeländischen Feldern gedei-hen viele Obst- und Gemüsearten, von Spi-nat, Mais und Karotten bis hin zu Zitronen, Kiwis und Avocados. Die Fleischlieferanten, die auf den Weiden grasen, sind zwar immer noch überwiegend Schafe, doch der neuseeländische Gaumen verlangte zunehmend nach Rindfleisch und Wild, so zart wie möglich und raffiniert zu-bereitet. Ein weiterer Pluspunkt: Der Insel-staat im Südpazifik blieb bisher von Tier-seuchen wie BSE oder Maul- und Klauen-seuche vollkommen verschont. Dass Reh und Hirsch nicht sehr „wild“ schmecken, liegt an der Farmhaltung des Zuchtwildes. Heute leben fast 1 Mio. Hirsche über das Land verteilt auf ca. 3.000 Farmen – das ist die Hälfte des weltwei-


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