food_fleisch: - Retro-Rassen

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Fotos: Slow Food Deutschland Alte Rinderrassen von hervorragender Fleischqualität bieten nicht nur Abwechslung, sondern sind ein Beitrag zum Artenschutz und wecken das Interesse an einem bewussten Konsum. und züchten – bundesweit gibt es etwa 100 davon. In Anlehnung daran entstanden Arche- Regionen, -Dörfer und der Arche-Park. Die GEH zeichnet zudem „Arche-Züchter“ aus und be-treut Projekte zu Themen wie Vernetzung der Zucht oder traditionelle und neue Nutzungs-möglichkeiten gefährdeter Rassen. Auch der Verein Slow Food nimmt gefährdete Rassen in seine Obhut. Für ihren Erhalt arbeiten Bauern, Metzger/Fleischer und Gastronomen zusam-men, um Verbrauchern den Genuss „alter“ Fleischrinderrassen zu ermöglichen. Die folgen-den Rinderrassen ergänzt eine komplette „rote Liste“ der GEH auf deren Homepage: Angler Rind Diese alte Zuchtrichtung („Araber unter den Kühen“), gilt laut GEH als extrem gefähr-det. 1993 lebten noch ca. 12.000 Angler in Deutschland. Aufgrund der Einkreuzungen mit anderen Rassen wie Red Holstein sank die An-zahl reinrassiger Tiere auf etwa 250 – trotz be-sonderer Rassequalitäten in Bezug auf Gesundheit, Milch, Fleisch, Futter-verwertung und Anpassungsfä-higkeit. Molekularbiologische Untersuchungen bestätigten, dass diese in Baden-Württem-berg und Bayern verbreiteten Tiere eine genetische Beson-derheit darstellen und mit den geläufigen Rassen wenig ver-wandt sind. Das kurzfaserige, zarte Fleisch weist ein gutes Safthaltevermögen auf. Gelbvieh Die fleischbetonte Zweinut-zungsrasse Gelbvieh oder Fran-kenvieh – Hauptzuchtgebiet Franken – wurde zu Beginn Retro- Es gibt viele Rinderrassen, die für verschiedene Nutzungs-arten gezüchtet werden: Ob-wohl Kühe einer Fleischrasse auch Milch geben und Milchrassekühe essbar sind, ist dies weniger wirt-schaftlich; Qualität und Ertrag sind geringer. Doppelnutzungsrassen liefern gute Erträge bei Milch- und Fleischleistung oder Fleisch- und Arbeitsleistung. Leider verschwinden aufgrund der Massentierhaltung und der Tech-nisierung der Landwirtschaft viele Rassen. Um darauf aufmerksam zu machen, wählt die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährde-ter Haustierrassen e. V. (GEH) seit 1984 jährlich eine gefährdete Rasse des Jahres. Die Arche-Höfe sind anerkannte Mitglieds-betriebe, die gefährdete Haustierrassen halten food_fleisch Angler Rind Murnau-Werdenfelser Rind Hinterwälder Rind Rassen 34 Kompendium 2015


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