Page 150

first_class_08_2015

ausstattung Flexibilität ist heute alles: So sind die Würfel des Holma-Systems von Vega variabel kombinierbar. 150 Kompendium 2015 Fotos: Vega, 25hours Bikini Berlin Videonachrichten, Fotos, Tweets, News und Instagram-Posts in Echtzeit gescreent, während sich die Gäste an modularen und flexiblen Ar-beitsmöbeln zum Ideenaustausch treffen. Kö-dert man mit solchen Gimmicks tatsächlich die „GenY“ oder löst man eher Fluchtversuche aus? Wie auch immer die Antwort lautet, Starwood tut gut daran, die digitale Reizüberflutung zu-nächst unter Laborbedingungen zu testen. Dann doch lieber die gemütlichen Hipster-Restaurants, die in den Metropolen wie Pilze aus dem Boden schießen? Ob mit Bio-Food und WG-Atmosphäre, veganer Küche oder Indoor- Plantage, ob im düsteren Keller-Look oder im Industrial Chic – alles darf gerne auch unperfekt und gebraucht daherkommen. „Je unrenovier-ter das Restaurant wirkt, desto anziehender“, nennt es die Süddeutsche Zeitung. Auch Mensen beanspruchen für sich den Shab-by- Look: Die Studenten der Beuth Hochschule für Technik in Berlin z. B. fläzen seit letztem Sommer auf Oma-Sofas in der von JOI-Design renovierten, zweigeschossigen Mensa. Schwarz-weiß gemusterte Zementbodenfliesen und abstrahierte „Bögen“ an den Stehtischen beschwö-ren dabei gewollt gute alte Zeiten herauf. Und wer die WG-Atmosphäre von daheim vermisst, kann sich mit den schwarz-weißen Wandmale-reien eines Berliner Illustratoren trösten, die das Chaos einer Studentenbude herbeizaubern. Der Clou: Aufgemalte Regale bieten echten Stau-raum für echte Bücher, und Leuchten und Gar-derobenhaken sind ebenfalls voll funktionsfähig. Kommunikative, wild durcheinander gewürfelte Sitzgelegenheiten mit Anschlüssen für Laptop & Co. sowie bequeme Chesterfield-Sofas und Stehleuchten finden sich so oder ähnlich auch in einigen angesagten Hotelkonzepten wieder. Magie der Atmosphäre Interessant ist auch, wie sich die Zulieferer auf die neuen Trends einstellen: Duni z. B. setzt ak-tuell auf Servietten im Used Look sowie Dekore, die Marble, Patina oder Wood heißen. Die Krö-nung ist das Towel Napkin, das zunächst wie ein gewöhnliches, kariertes Küchentuch aussieht. Villeroy & Boch wiederum orientiert sich an der modernen Craft-Optik mit Etagèren und Tab-letts aus Akazienholz und Schiefer, kombiniert mit schlichtem, weißen Porzellan. Vega folgt dem Burger-Trend und hat z. B. Mini-Frittier-körbe für in Fett Gebackenes im Angebot. Dem überall präsenten Buffet – ob fürs entspannte Frühstücken oder für den schnellen Lunch – hat sich Vega mit dem System Holma gewidmet. Die eiche- oder nussbaumfurnierten Würfel sind variabel und damit individuell einsetzbar. Doch wie war das noch mit der Wechselwirkung von Farbe und Geschmack? Charles Spence, Professor aus Oxford, hat herausgefunden, dass ein Dessert, das farblich besonders stark mit der Farbe des Tellers kontrastiert, bei den Probanden geschmacklich am besten ankommt. Licht und Hintergrundmusik können, laut Charles Spence, darüber hinaus den Geschmack von Wein er-heblich beeinflussen. So kann eine rote Umge-bungsfarbe die fruchtigen Nuancen eines Weins besser zur Geltung bringen als eine grüne. Und wird die richtige Hintergrundmusik zum Wein gespielt, steigert das den Genuss noch einmal. Klassische Musik soll sogar die Spendierfreude der Gäste ankurbeln. Und kennt nicht jeder das Phänomen, dass derselbe Wein, den man im letzten Urlaub so fantastisch fand, in den heimischen vier Wänden nur noch halb so gut schmeckt? Es liegt an der Magie, die sich in einem bestimmten Ort entfaltet. Nennen wir es Das 25hours Hotel Bikini Berlin wartet im Restaurant Neni mit einem Indoor-Gemüsegarten auf. einfach: Atmosphäre. Nathalie Kopsa


first_class_08_2015
To see the actual publication please follow the link above