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ben. Man muss flexibel auf Verän-derungen reagieren können“, ist sich Bernd Werner sicher und blickt heute auf vier Säulen: das Gour-metrestaurant mit Blick über den Weinberg ins Murgtal, die Schloss-schänke, die Ausflügler bewirtet, den Hotelbetrieb für 32 Gäste und das Cateringangebot. „Dieses wirtschaftliche Konzept erwies sich als Rettungsboot im unruhigen Fahrwasser der Wirtschaftskrise“, resümiert der Schlossherr. Denn wer nicht mehr im Sternerestau-rant speisen konnte, wich auf die günstigere Küche in der Schänke aus. Wer etwas zu feiern hatte, nutzte privat das Catering – so gin-gen keine Aufträge verloren. Nicht nur die Gäste sind begeistert, der Guide Michelin würdigte „Werners Restaurant“ mit einem Stern und der Gault Millau mit 15 Punkten. Mit Familiensinn Ein weiteres Feld hat die Familie mit dem Ausrichten von Hochzei-ten erschlossen. Seit einem Jahr ist das Schloss ein Standesamt in-klusive Rundum-sorglos-Paket mit Märchenambiente, guter Küche, Weinen und Unterkunft. Dass das gut ankommt, zeigen nicht nur die leuchtenden Augen der Braut-paare: Im Vergleich zum Vorjahr konnte Schloss Eberstein 32 zu-sätzliche Trauungen organisieren. An den Wochenenden bewirtet es von April bis Ende Oktober um die 400 Gäste, Mittwoch bis Donners-tag sind es 200 bis 250. Der Gast bekommt dabei kreative, aber bo-denständige Gerichte aus der Re-gion serviert – fachlich präzise und ohne Schnörkel zubereitet. Ein Bei-spiel: Kalbsbäckchen mit Saisonge-müse und kräftiger Sauce. Seit 17 Jahren bezieht Bernd Wer-ner Produkte über die HGK. Dank der Großhändlerpreise kann er etwa 20 % Kosten im Jahr ein-sparen und hat Vorteile bei der Buchhaltung. 90 % der Lieferan-ten werden über die Einkaufsge-nossenschaft abgerechnet, ledig-lich regionale Produkte in kleinen Mengen bezieht er von anderen Quellen. Zubereitet wird alles von 15 Mitarbeitern, darunter drei Meister – auch Bernd Werner steht in der Küche. So sehen ihn die Gäs-te in der Kochjacke, seine Frau hilft im Service mit. Familiensinn wird gelebt und so präsentiert. Persön-lich geht es auch in den Koch-kursen zu, die Bernd Werner seit 20 Jahren in seiner Kochschule ver-anstaltet und so auch neue Gäste für das Restaurant gewinnt. Das Marketing läuft außerdem über die Homepage, Printwerbung, einen gedruckten Newsletter und neuer-dings durch kurze Imagefilme auf Facebook & Co. Ob er über seine Kreationen oder das Marketing spricht – Bernd Werner wirkt wie ein begeisterter Junge. Motivation und die Liebe zu seinem Handwerk sprühen aus jedem Satz – und zei-gen sich in seinem Engagement, wie dem Catering der Bambi-Ver-leihung oder der Verköstigung von HGK-Tagungsteilnehmern. „Meine Frau meint, ich brauche das ein-fach, Großveranstaltungen zu or-ganisieren. Ich komme aus einer Speditionsfamilie und das macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß.“ Zudem ist Bernd Werner seit 19 Jah- ren bei den Jeunes Restaurateurs d‘Europe, seiner „beruflichen Fami-lie“. Seine Leidenschaft gibt er nicht nur an fünf Azubis weiter, sondern auch an seine Kinder: So bereitete Sohn Nico (15) auf der Bühne der HGK-Hausmesse eigenständig ein Fischgericht zu. Zusammen leben sie vor, wie schön der Beruf Koch sein kann. „Meine Vision ist es, unser Schloss im Familienkonzept erfolgreich in die Zukunft zu füh-ren – mit Fleiß und Qualität.“ jus www.hotel-schloss-eberstein.de ORGAINVENT-System zur Herkunftskennzeichnung von Fleisch Ein besonderes Angebot bietet die ORGAINVENT GmbH auch für Fleischerei-Fachgeschäfte. Seit dem 1. April 2015 ist die VO (EU) 1337/2013 in Kraft, die Herkunftsinformationen auf SB-Ware und auf vorverpackten Fleischstücken für Anbieter von Gemeinschaftsverpflegun-gen bei Schweine-, Schaf- und Ziegen- sowie Geflügelfleisch vor-schreibt. Für Rindfleisch ist zusätzlich eine Herkunftsinfo an der Bedientheke anzugeben. Fleischerei-Fachgeschäfte sind häufig in der Lage, neben der gesetzlich geforderten Länderangabe auch eine regio-nale oder lokale Herkunftsbezeichnung zum angebotenen Fleischsortiment zu machen. Dies schließt auch die bisher nicht etikettierungspflichtigen Fleischarten wie Kaninchen, Wild, anderes Geflügel oder auch Pferd ein. Wird die Herkunft jedoch auch korrekt angegeben und nachweislich dokumentiert? Das bewährte ORGAINVENT-System kann für die Sicherung der Herkunftsangaben aller Fleischarten und für zusätzliche Angaben zum Fleisch, z. B. Kategorien, Rassen oder Regionen, genutzt wer-den. Die regelmäßige Überprüfung der Fleischkennzeichnung und Rückverfolgung durch neutrale Kontrollstellen ist dabei wichtiger Bestandteil des OR-GAINVENT- Systems. ORGAINVENT bietet Ihnen umfassenden Service durch Bera-tung und Schulung sowie bei der Erarbei-tung von unterneh-mensinternen Unter-lagen zur Umsetzung der Herkunftskenn-zeichnung. Nutzen Sie unser Know-how und unsere Unterstüt-zung „von außen“. Wir stehen gern als kompetente An-sprechpartner für alle Fragen rund um die Herkunftskennzeich-nung von Fleisch zur Verfügung. www.orgainvent.de ANZEIGE Zum virtuellen Flug über das Schloss geht es hier: http://bit.ly/1dVKK1V


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