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Meisterlich weiterbilden In welchen Bereichen werden die Teilnehmer mit der neuen Weiterbildung fachlich qualifiziert? Sie eignen sich vertiefende Kenntnisse der Un-ternehmensführung, besonders in den Berei-chen Kalkulation, Personalführung und Steu-ern an. Zudem verfügen sie nach Abschluss über Fachwissen in den Themenfeldern Kü-chenorganisation, Personalschulung, Waren- und Menükunde sowie in Hygienefragen. Den IHK-Abschluss zum Küchenmeister gibt es schon länger. Wodurch unterscheidet sich die Weiterbildung am IST-Studieninstitut von den übrigen Abschlüssen, die angeboten werden? Mit dem Einbau des Allergenmanage-ments haben wir z. B. auf die neue EU-Le-bensmittelverordnung reagiert, der zufol-ge auch bei unverpackten Lebensmitteln über Allergene informiert werden muss. Dazu ist die S-Lizenz Ernährungsbera-tung integriert, welche die Grund-lagen einer gesunden Ernährung vermittelt und professionelles Ernährungscoaching lehrt. Wir haben außerdem das berufliche Engagement der Mitarbeiter berücksichtigt, die Kurslänge auf 20 Monate beschränkt und mit nur wenigen Präsenzphasen angelegt. Im August startet das IST-Studieninstitut die Weiterbildung zum geprüften Küchenmeister (IHK) Robert Werner von IST erklärt die Besonderheiten. Welche Vorteile bringt das Fernstudium? Die Teilnehmer bereiten sich berufsbegleitend und in ihrem gewohnten Umfeld auf die IHK-Prüfungen vor. Sie teilen sich Lernzeiten selbst ein, können weiterhin Berufspraxis sammeln und haben keinen Verdienstausfall. Darüber hinaus senden sie das wichtige Signal an ihre Arbeitgeber, dass sie sich sogar in ihrer Freizeit engagieren. An wen richtet sich die Weiterbildung? An ausgebildete Köche mit Berufserfahrung bzw. langjährige Küchenmitarbeiter ohne Be-rufsabschluss. Zudem richtet sie sich an Mitar-beiter, die eine Selbstständigkeit anpeilen oder den nächsten Karriereschritt machen möchten. Wie unterscheiden sich Chefkoch und Küchen-meister? Der Küchenmeister verfügt über betriebswirt-schaftliches Fachwissen und kann Manage-mentaufgaben übernehmen. Haben Küchenmeister dann nur noch mit Zah-len zu tun? Auch, aber nicht nur. Er ist mit administrativen Aufgaben betraut, wie die Aus- und Weiter-bildung der Mitarbeiter, Speisenkalkulation, Erstellung von Rezepturen oder Verhandlungen mit Liefe-ranten. Diese Kompe-tenzen werden er-worben und gefes-tigt. Hinzu kommen operative Aufgaben durch die tägliche Arbeit in der Küche. Frittenbude oder Gour-met- Tempel – welche Unterneh-men brauchen einen Küchenmeister? Mit dem IHK-Meisterbrief kann auch ein klei-ner Betrieb neben der grundsätzlichen Pro-fessionalisierung seine Qualität dokumentie-ren. Gerade durch die aktuell rückläufigen Ausbildungszahlen in der Gastronomie kann ein Meisterbetrieb seine Chancen auf dem Ausbildungsmarkt nutzen und die besten Mitarbeiter für sich gewinnen. Vielen Dank für das Gespräch. www.ist.de auf dem bereits bestehenden Qualitätssystem GastroManage-mentPass (GMP) auf. Der GMP bescheinigt Betrieben, dass sie in den Bereichen Hygiene, Recht, Unternehmensführung und Ser-vicequalität über nachhaltig fun-dierte Kenntnisse verfügen. Um den Bereich Ausbildungsqualität zu stärken, können sich Betriebe, die bereits den GMP bestanden haben, auch als ein TOP-Aus-bildungsbetrieb bewerben. „Die Kriterien sind streng und be-treffen die Ausbildungsqualität, wertschätzende Ausbildung, die tarifliche Bezahlung, gesetzli-chen Arbeitszeiten, Schulungen sowie die Prüfungsvorbereitun-gen“, erklärt Angela Inselkam-mer, Vizepräsidentin beim Deho-ga Bayern. „Sicher werden nur sehr gute Ausbildungsbetriebe diese anspruchsvollen Kriterien aus dem Stand erfüllen können. Unser Ziel ist es, mit dieser Zer-tifizierung eine Anleitung zur Ausbildungsoptimierung zu ge-ben und Bewusstsein bei den Be-trieben zu schaffen.“ Immerhin: Ca. 40 Hotel- und Gaststättenbe-triebe dürfen bereits das Siegel TOP-Ausbildungsbetrieb tragen. „Letztlich geht es um die Frage, wie wir die Qualität in der Bran-che steigern können, ohne zu viel reglementieren zu müs-sen“, betont Dr. Josef Amann, Bereichsleiter Berufsbildung bei der IHK für München und Oberbayern. „Mit dem Zertifi-kat wollen wir hier einen frei-willigen Weg gehen und so Sog statt Druck erzeugen. Denn am Ende bedeutet eine hohe Aus-bildungsqualität auch hohe Ef-fektivität.“ Für Claudia und Uwe Schulze-Clewing, die gerade alle Zimmer und die Personalräume renovieren konnten, eine klare Sache. „So können wir auch un-seren Mitarbeitern wieder etwas bieten.“ syk Foto: IST-Studieninstitut 6-7/2015 43


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