Personalwege - Vorreiter Hotellerie?!

first_class_06_07_2015

Fotos: BHG, privat personalwege Vorreiter Hoteller ie?! Jeder Mensch ist so wie er ist, und das ist gut so. „Wenn wir das in der Hotel-lerie mehr beherzigen würden, wäre die Personalarbeit und vor allem die Nach-wuchsförderung an der einen oder anderen Stelle menschlicher und erfolgreicher“, ist Uwe Schulze-Clewing, Geschäftsführender Gesellschafter des Holiday Inn München- Unterhaching, überzeugt. Dazu gehöre z. B., dass man Verständnis hat, wenn ein Auszu-bildender nach acht Stunden nach Hause ge-hen möchte. „Das ist sein gutes Recht“, fügt er hinzu. Gerade hat das Hotel mit 100 Mitarbeitern, darunter 30 Azubis, wieder eine Handvoll Schülerpraktikanten in ihr Haus eingeladen, die ein paar Tage ein paar Berufe ausprobieren werden. Wenn Claudia Schulze-Clewing, seine Frau und Hotelpersonal-referentin, später eine Etage höher geht, wird sie alle Schüler beim Namen nennen können und sie immer wieder aus vollem Herzen fragen, wie es bei ihnen läuft. „Wir wollen offen für alle sein, zuhören, Perspektiven bieten und so letztlich auch unser eigenes Personal heranziehen“, be-tonen beide. „Dazu gehört auch, dass die festangestell-ten Mitarbeiter verstehen, dass Praktikanten und Aus-zubildende den gesamten Betrieb voranbringen und uns allen langfristig helfen.“ Im letzten Jahr haben sie in diesem Sinne auch einen jungen Flüchtling aus Afgha-nistan aufgenommen und in-zwischen als Auszubildenden übernommen. Als eine von 130 Ausbildungsbotschaftern des Dehoga Bayern pflegt Claudia Schulze- Clewing zudem drei Schulpatenschaften und stellt immer wieder bei Veran-staltungen vor Ort die Ho-tellerie und Gastrono-mie vor. „Mir geht es darum, die verschiedenen Stellen mit-einander zu vernetzen und den Austausch zu fördern“, er-läutert sie. „So sind wir vor einiger Zeit auch an die Bundes-arbeitsagentur herangetreten und arbeiten heute eng zu-sammen.“ Der Erfolg trägt Früchte: Trotz Nach-wuchssorgen, die auch das Holiday Inn München-Unterhaching spüren konnte, hat das Hotel mehr Bewerbungen als freie Stellen. Die nächsten elf Azubis stehen be-reits in den Startlöchern – mit gutem Gefühl. Denn vor ein paar Monaten hat das Hotel auch das Zertifikat TOP-Ausbildungsbetrieb erhalten, eine Initiative des Bayerischen Ho-tel- und Gaststättenverbands De-hoga Bayern, der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern und des baye-rischen Wirtschaftsministeriums. Es ist damit ein wenig wie die Henne und das Ei, oder wie die Kunde vom ewigen Kreislauf: Wer gut ist, kann es zeigen und bekommt die Besten – und wird so noch besser. Das Projekt TOP-Ausbildungs-betrieb ist ein bundesweites Vorzeigeprojekt und zugleich quer über alle Branchen bei-spielhaft. Denn bisher hat noch keine andere Branche auf Kam-mer- und Verbandsebene die Ausbildungsqualität ihrer Mit-glieder mit solch einem Siegel auszeichnen lassen. Es baut Die Hotellerie ist die erste Branche, die das Siegel TOP-Ausbildungsbetrieb vergibt – zumindest bisher in Bayern. Wir waren im TOP Ausbildungsbetrieb Holiday Inn München-Unterhaching. 42 6-7/2015


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