Stiftsgut Wilhelmglücksbrunn: Goethe wäre begeistert

first_class_06_07_2015

Fotos: Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn Die Ludwig Gruber Brunnwald 400 400,• A- A-6465 6465 Nassereith Nassereith Tel.Tel.: + +43-(43-(0)0)664-664-444 4448728 87 28 www.biohotels.info Biohotel Restaurant & Café Saline Wilhelmsglücksbrunn 99831 Creuzburg www.wilhelmsgluecksbrunn.de Goethe wäre begeister t Das Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn teilte das Schicksal vieler historischer Bauten in der ehemaligen DDR: ver-nachlässigt, verwahrlost, völlig zerfallen. Da half es auch nichts, dass das einstige Gut zur Salzgewinnung 1784 einen über-aus prominenten Gast beherbergte: Johann Wolfgang von Goethe. Eigentlich ein Fall für die Abrissbir-ne, nahm sich 1998 der Evangelische Betreuungs- und Hilfsverein Diakonia der Ruinen an Wilhelmsglücksbrunn ist ein Paradebeispiel dafür, wie reibungslos die Umstellung auf – und entstanden ist an der früheren deutsch-deutschen Bio funktionieren kann. Grenze nahe Eisenach Das Stiftsgut ein Paradies (nicht nur) für Bio-Jünger. Zwei Betriebe bestehen heute auf dem Gut: das Biohotel mit Biorestaurant „Saline“ und die Bioland-Landwirtschaft mit der Creuz-burger Käsemanufaktur und einem Bio-markt. Das omnipräsente B-Wort ist hier alles andere als Zufall. „Seit unserer Übernahme loway-Rindern und Wasserbüffeln, Schaf-milcheis, Eier, Honig und Kräuter. Ein Drittel der Produkte im Hotelrestaurant kommt aus der eigenen Landwirtschaft. Das ist dem Geschäftsführer aber längst nicht genug. Frithjof Karsten will den Anteil binnen eines Jahrzehnts ver-doppeln. Und die Bio-Vision betrifft nicht nur den Gastro-Bereich: Ge-heizt wird mit Sonne und Holz, bei der Stromversorgung strebt das Gut Autarkie an, und zum Streichen werden Biofarben verwendet. Alle Hotelzimmer, Ferienwohnungen und das Res-taurant sind zudem mit Vollholz-möbeln vom Tischler um die Ecke ausgestattet. WLAN? Nein, danke! Der Erfolg mit wachsenden Gästezahlen untermauert den eingeschlagenen Weg. „Bio ist für uns keine Marketingstrategie, sondern Überzeugung und Lebensart”, ver-deutlicht der Geschäftsführer die Hausphilosophie. Dass aber auch Visionäre einmal irren können, beweist eine Anekdote aus der jüngsten Vergangenheit des Stiftsgutes. Dem Zeitgeist folgend, wurden alle Zimmer mit LAN- und USB-Anschluss ausgestattet. Die überraschende Antwort von den Gästen kam postwendend: „Bitte kein WLAN auf den Zimmern!“ So konzentriert sich Frithjof Karsten lieber auf andere Ziele: Ein neues Haus mit weite-ren 20 Hotelzimmern und ein kleiner Bade-teich stehen auf der Agenda. Und eine grö-ßere Käserei. Und ein eigener Mozzarella. Und, und, und. Goethe wäre begeistert. chb kam für uns nur eine biologische Landwirtschaft infrage“, sagt Diakonia-Geschäftsführer Frithjof Karsten. Kaum anders verhielt es sich mit dem barocken Gutshaus. Bei dessen Renovierung entstand zunächst das Restaurant, dann die sechs Ferienwohnungen und die 20 Hotelzimmer. 2011 übernahm die Diakonia schließlich das bis dahin verpachtete Hotel samt Restaurant und stellte den Betrieb binnen sechs Wochen kom-plett auf Bio um. Kein großer Auf-wand für die Diakonia, die mit Bio- Landwirtschaft und Bio-markt schon reichlich Erfahrung hatte. Probleme wie die Beschaffung von passendem Likör, Aperitif, Scotch und Limo entpuppten sich eher als Problemchen. Auf der anderen Seite stehen die Pfunde, die den Start in die Bio-Zukunft enorm erleichterten: die Käsesorten aus der Käsemanufaktur, Fleisch von gutseigenen Lämmern, Gal- hotelkonzepte


first_class_06_07_2015
To see the actual publication please follow the link above