Personalwege - Strategisch feine Antennen

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kann, selbst wenn es ein persönlicher Preis ist. Da steckt das beste Team dahinter, das man nur haben kann. Wir arbeiten mit viel Freude und Leidenschaft, das hat sicher dazu beigetragen. Die Internationalität und Vielseitigkeit der Branche zieht viele junge Leute an. Demgegenüber stehen vielzitierte niedrige Gehälter und unattraktive Arbeitszeiten. Wie gehen die H-Hotels mit diesem Strategisch feine Antennen n i c h t oder anders wahrgenom-men und verkauft. Für unsere Azubis ha-ben wir vor zwei Jahren eine Recruiting-Kampagne gelauncht, die mit Absicht mit jungen Rebellen auf den Pla-katen provozierte, die junge Generation zeigte, wie sie ist. Viele blieben auf unseren Mes-sen davor stehen und fanden es cool. Bei der Ausbildung selbst lassen wir sie nicht allein, lernen sie gleich bei der Begrüßungs-veranstaltung in unserer eige-nen Young Star Academy besser kennen. Im zweiten Jahr findet der Young Star Award statt, ein Wettbewerb, bei dem die Azu-bis ihre Leistung zeigen können und der für alle das Highlight ist: Führungskräfte und Kolle-gen aus den Hotels sind hier die Jury und führen mit viel Spaß durch das Wochenende und die Übungen. Daneben gibt es auch eine Academy für alle Mitarbeiter? Ja, sie ist Teil der Hospitality Alliance Academy, unserer in-ternen Trainings-Academy. Wir haben diese zielgruppengerich-tet aufgebaut mit verschiedenen Unter-Akademien und Trainings für wirklich jeden – vom Azubi bis zum General Manager und Vorstand. Wir finden, jeder Mit-arbeiter sollte sich jedes Jahr weiterbilden. Ein lebenslanges Lernen ist für uns sehr wichtig. Prob-lem um? Ich finde das Branchenimage gar nicht so negativ. Wir machen uns schlech-ter, als wir sind. Klar können wir Schlagworte wie Abwan-derung und Fachkräftemangel nicht wegdiskutieren: Es gibt den demographischen Wandel. Und wir betreiben sehr viel mehr im Recruiting, um überhaupt an die Leute heranzukommen. Aber das Thema betrifft nicht nur uns, sondern alle Branchen, weil es weniger Menschen für mehr Auswahl in einer größeren internationalen Welt gibt. Das ist für mich die Ausgangslage. Die Arbeitszeiten, die immer wieder diskutiert werden, gibt es mitt-lerweile auch in anderen Branchen – nur er-wähnt werden sie hier personalwege HR-Abteilungen wirken durch die Menschen dahinter – eine Binsenweisheit und doch keine: Das beweist Sarah Sigloch von den H-Hotels. Beim Hospitality HR Award 2014 wurde sie HR Managerin des Jahres. Frau Sigloch, als HR-Managerin des Jahres haben Sie im Rahmen des Online-Votings die meisten Wähler im letzten Jahr für sich mobilisieren können. Wie macht man das? Ehrlich gesagt war es eine Rie-senüberraschung, dass ich vor-geschlagen wurde. Die Nominie-rung hat sich wie ein Lauffeuer in den Hotels herumgesprochen. Egal, wo ich hinkam: „Frau Sigloch, wir drücken Ihnen die Daumen. Wir freuen uns so für Sie.“ Erst so habe ich es richtig realisiert. HR-Managerin des Jahres ist am Ende aber ein Preis, den man nicht allein gewinnen Foto: privat


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