Versicherungstipp: Schadensprävention hoch drei

first_class_05_2015

Fotos: Schulte-Schlagbaum, privat Wir hätten nie geglaubt, un-sere Brand-versicherung einmal in Anspruch nehmen zu müssen.“ Dieser Satz ist ein Musterbeispiel da-für, dass es eben nicht immer nur die Anderen trifft. Jedes Jahr haben wir mehrfach Brand-schäden abzuwickeln – ob wegen Brandstif-tung, nicht erklärbaren technischen Defek-te, Unaufmerksamkeit oder Fahrlässigkeit von Beschäftigten. Bautech-nische oder Inhaber Schadensprävention hoch drei Mängel oder fehlende Organi-sationsstrukturen erhöhen dabei oft das Schadenausmaß erheblich. Geht es um Schadensverhütung und die Rettung von Leben, ist Effizienzdenken tabu. Im-mer wieder klagen Hoteliers über mehr als sechsstellige In-vestitionen in den Brandschutz. Zugegeben viel Geld, für Auf-wendungen, Prävention ist aufwändiger und teuerer, aber im Vergleich zu tatsächlichen Schäden die nicht sichtbar, bleibt sie die stets preiswertere Variante. im Zweifel unschön sind und im Idealfall nie zum Einsatz kommen. Ver-fügt aber nicht auch Ihr Auto über viele Assistenzsysteme, die schnell dem Preis eines Kleinwagens entsprechen? Tatsache ist, dass Brände nicht zu 100 % vermeidbar sind. Dabei trägt schon der gesunde Menschenverstand zu mehr Sicherheit bei: Die erst kürzlich bei einer Hotelbesichtigung vorgefun-dene Kombination aus Mülllager, Mit-arbeiterraucherplatz, Kaminasche-Ent-sorgung und Gastank sollte also mög-lichst vermieden werden. Machen Sie Prävention zur Chefsache und kommu-nizieren Sie das mit Ihren Mitarbeitern regelmäßig und unmissverständlich. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, welche das Brandrisiko erheblich minimieren können, die Ausbreitung eines Feuers verhindern oder finanzielle Folgen zu-mindest reduzieren: Bautechnisch: A ausreichend Brand- und Rauch- abschnitte bilden A Mauerdurchführungen ordnungs- gemäß abdichten A Installation von Brandmeldeanlagen mit flächendeckenden Rauchmel-dern; auch wenn behördlich nicht vorgeschrieben mind. mit Aufschal-tung auf Rezeption, Haustechniker A Einbau selbstschlie-ßender Brand- und Rauchschutztüren A Abfalllagerung nur in eingefriedeten, verschließbaren, vom Gebäude mehr als 10 m entfernten oder zu-mindest abgeschotteten Räumen A bei Neubauten Sprink-leranlagen berücksich-tigen A neueste Technologien auch unter Brand-schutzgesichtspunkten verwenden Organisatorisch: A absolutes Rauchverbot außerhalb ausgewiesener Gästezimmer oder Raucherbereiche; für Mitarbeiter festgelegte Bereiche mit ausrei- chender Entfernung zu Mülllager und Gastanks A Erstellung eines Notfallplans und Benennung der Verantwortlichen mit klaren Instruktionen, Meldewegen und Vorgehensweisen A Mini-Eingreifgruppe aus Beschäf-tigten ausbilden (in Kooperation mit Feuerwehr) A regelmäßige Evakuierungs- und Brandschutzübungen A Strikte Einhaltung von Elektro- revisionen und Sensibilisierung des Personals zur Mängelmeldung A keine Brandlasten in Heizungs-/ Technikräumen (Wäschetrocknung, Lager, Werkstatt) A für ölige, fettige oder mit brennbaren Flüssigkeiten getränkte Putzwolle, Lappen etc. dichtschließende Behäl-ter vorhalten (Selbstentzündungs- gefahr) A absolutes Verbot von Türkeilen, Halteschlaufen etc. A Verwendung von für den gewerbli-chen Gebrauch geeigneten Geräten (Waschmaschinen, Trockner, Wasser-kocher etc.) Auch eine regelmäßige Überprüfung der Versicherung ist vorzunehmen. Loyalität, Sentimentalität und Spar-samkeit sind dabei aber ebenso fehl am Platz, wie Oberflächlichkeit – es geht um Ihre Existenz und die der Mitarbeiter und Gäste. In der gesam-ten Versicherungslandschaft sind kaum ein Dutzend Be-dingungswerke hotelfreund-lich gestaltet. Um die Fein-heiten zu differenzieren, benötigen Sie externe Unterstützung durch spe-zialisierte, erfahrene Berater, die fach-gebietsübergreifend beraten. Fazit: Im Vergleich zu den oft trotz Ver-sicherungsschutz auftretenden, langfristigen Folgen eines Großschadens ist Schadensvorsorge die stets preiswer-tere Variante. Nehmen Sie Schadensprävention daher ernst und berücksich-tigen Sie innerhalb einer ganzheitlichen Betrachtung brandschutztechnische, organisatorische und versicherungs-fachliche Aspekte. Volker Begas, Mosaic Versicherungsmakler, www.hotelversicherer.de Mobiler Zutritt: Mit 3-in-1-Schließkomfort gewährleistet Safe-o-Tronic® Access von SAG eine zukunftssichere Lösung für Hotel- Schließsysteme. Neben den herkömmlichen Wegen, die Zugangs- und Zimmertüren per PIN-Codes oder über eine RFID-Karte zu öffnen, ermöglicht das System auch die Öff-nung per Smartphone über den multioptio-nalen Online-Check-In. Dabei buchen sich Hotelgäste selbständig ein und erhalten via SMS oder E-Mail eine PIN auf ihr Smartphone, welche den autarken Zutritt zu Hotel und Gastzimmer ermöglicht. NFC-fähige Smartphones können zusätzlich über die Safe-o- Tronic App durch Vorhalten entsprechende Türen öffnen. Hotels, die mehr Zeit in den Service am Gast investieren wollen, können den Zugang per RFID-Karte nutzen, die der Gast nach der Online-Buchung an der Rezeption erhält. www.sag-schlagbaum.com Versicherungstipp Volker Begas, Mosaic Versicherungsmakler 38 5/2015


first_class_05_2015
To see the actual publication please follow the link above