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Foto: Schloss Elmau andere als unnahbar. Sowohl jetzt als auch danach ist Schloss Elmau fast ausgebucht. High Thai neben Tutto Mondo Das neue Retreat, das Hotelmanager Chris-tian Magewski leitet, bedeutet für die Gäste auch einen größeren Aktionsradius – be-sonders gastronomisch. Denn zu den bisher vier Einheiten – dem Sterne-Restaurant Luce D‘Oro, dem Fidelio, LaSalle und Spa-Restau-rant Ananda – sind nun drei weitere im Erd-geschoss unter der Leitung von Sebastian Ha-verkemper hinzugekommen. Küchendirektor Mario Corti erklärt: „Wir haben im Retreat ein hybrides, unkompliziertes Konzept ent-wickelt: Die Gäste können sich frei zwischen den Mahlzeiten, Gängen und Restaurants bewegen.“ Das gilt auch für die Tokio Bar und die Ganesha Spa Lounge. Grundsätzlich fußt das F&B-Konzept auf zwei Säulen: „Mit Tutto Mondo bieten wir eine europäische Kü-che ,von Italien in die Welt‘ an – frische Pasta, gutes Fleisch und den besten italienischen Pizzaofen, den wir bekommen konnten“, be-schreibt Mario Corti. Die zweite Säule bildet das „Summit“ mit authentischer Thai-Küche, „eine Küchenrichtung, die uns bisher fehl-te und die wir sozusagen als ,High Thai‘ in den Bergen anbieten.“ Mario Corti, der zu-letzt u. a. im Mandarin Oriental Hongkong war, hat dafür vier echte Thai-Köchinnen gewinnen können. „Wegen der deutschen Formalitäten war dies sehr kompliziert, und ich wundere mich nicht mehr, dass es hier-zulande so schwierig ist, eine authentische Küche anzubieten“, erläutert er. Städte wie London wären da einfacher und ziehen so die besten Köche an. Doch die Thai-Zwillin-ge sind da – und treffen auch in der Küche auf beste Bedingungen. Seit 2012 wurde diese von Mario Corti mit dem Küchenplaner Wolfgang Eibach konzipiert. „Ursprünglich waren zwei Küchen geplant. Durch einen Felsabgang verloren wir aber Fläche und zwei Säulen mussten aus statischen Grün-den integriert werden“, berichtet Wolfgang Eibach, der 2013 in Elmau bereits die Front-cooking- Küche des LaSalle realisiert hat. Jetzt vereint die Küche das Summit und das Tutto Mondo. Durch die Serviceküche hin-durch, in der erstmals an den Hängeschrän-ken Kirschholzfurniere Einsatz fanden, trifft man dabei zunächst auf der linken Seite auf die Spülküche. „Sie ist ausnahmsweise nicht durch eine Wand getrennt. Aber das Lüftungssystem klärt die Luft so, dass es keine Kontamination mit dem reinen Bereich gibt. Zudem wirkt ein offenes Regal mit den Spülkörben raumteilend“, betont der Küchenplaner. Dahinter, durch einen Gang getrennt, schließt sich die kalte Wer im Juni beim G7 wann wo schläft und was isst, erfährt das Team kurzfristig. Aus Sicherheitsgründen wird das Areal vom 22. Mai bis 11. Juni 2015 für andere Gäste geschlossen – „ausnahmsweise“ kommu-niziert das Hotel und gibt sich damit alles Elmau und die Architekten Christoph Sattler und Claudia Dressel verzichteten diesmal komplett auf die Rezeption und konzipierten eine vollständig offene Lobby mit fließenden Bereichen aus Restau-rant, Bar, Lounge, Bib-liothek und Terrassen. Die 50 bis 200 m² gro-ßen Suiten warten mit übergroßen Betten, Sofa, Chaiselongue, Ohrensessel etc. auf. Die Natursteinbäder sind 16 bis 24 m² groß. Nachwuchs mit Aussicht Etwas obendrauf zu setzen heißt manchmal, einfach das Bestehende so weiterzuführen. Mit dem neuen Retreat ist dem Schloss Elmau genau dies gelungen – ob mit oder ohne G7-Termin. hotelkonzepte 5/2015 17


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