Karriere - Personalberatung: Ansatz Mensch

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Foto: privat allein um die Verdienstmöglichkeiten geht, haben inzwischen einige Betriebe am eigenen Leib erfahren müssen – und das macht das Finden der Top-Kräfte in einem leergefegten Bewerbermarkt nicht unbedingt leichter. „In Gesprächen mit den potenziellen Bewerbern kristallisiert sich immer wieder heraus, dass es den meisten um einen Tapetenwechsel, eine neue Passion und um langfristige Perspektiven, die der Betrieb dem Bewerber bie-ten muss, geht. Viele suchen zudem einen echten Teamspirit und eine gute Arbeitsatmosphäre, Ansatz Mensch in denen sich der Einzel-ne wiederfinden kann“, betont Patrick Nottebaum, der vor ein paar Monaten das Personalberatungsunternehmen Walnut Careers gegründet hat. Für ihn, der als Vertriebsleiter im Bereich Tischkultur immer wie-der selbst mit händeringend mitarbeitersuchenden Hotels und Gastronomien zu tun hatte, ist entscheidend, dass er in dem längst aktuellen „ Arbeitnehmermarkt“ mit den Spitzenres-taurants und Top- Hotels gemeinsam nachhaltige Per-sonalstrategien entwickelt, Top-kräfte persönlich vermittelt und sie bei ihren Karrierewegen langfristig berät – sie als Mensch wahr-nimmt. „Denn klar ist: Leute, die ich nur wegen des Geldes anlocke, gehen auch wieder für Geld“, sagt er. „Und: Wir als Personalberater sind nicht der Grund zur Wechselbereitschaft eines Mitarbeiters, sondern nur der Auslöser.“ Outsourcing HR? Gerade inhabergeführte Spitzenrestau-rants und Top-Hotels haben häufig nicht die Möglichkeiten, sich mit einem eige-nen HR-Leitbild samt Visionen und Zielen speziell aufzustellen, hat er immer wieder beobachtet. Viele von ihnen sind darüber hinaus durch ihre geografische Lage von einer Landflucht der Spitzenkräfte betrof-fen. „Die hotel- und gastronomieeigene HR-Arbeit an bestimmten Schnittstellen auszulagern, wäre ein Schritt, sich im Per-sonalbereich Es gibt mehr Karrierewünsche als Stellen, und dafür wiederum keine Bewerber – Patrick Nottebaum will andere Wege in der Personalvermittlung gehen. insgesamt professioneller aufzustellen“, ist Patrick Nottebaum über-zeugt. „Denn die Probleme beginnen häu-fig bereits bei den Stellenausschreibungen. Mit klassischen Hotelbeschreibungen ver-sehen, sind sie oft zu sehr aus der Gäste-sicht geschrieben und drücken nicht aus, was ein Bewerber wirklich von seinem potenziellen künftigen Arbeitsplatz wissen möchte“, erklärt er. Zudem spricht er sich dafür aus, dass die Branche endlich auch verstärkt für den gesamten Service-Bereich eine Lanze bricht und in neuen Wegen denkt: „Die Köche haben eine Lobby, der Service nicht“, betont er. „Dabei könnte der Service-Bereich einen echten Auftrieb erfahren, wenn man ihn z. B. viel mehr für Quereinsteiger attraktiver machen würde – vor allem hinsichtlich der Ausbildung.“ www.walnutcareers.de syk karriere Eine unangemessene, zu niedrig an-gesetzte Entlohnung ist zweifelsohne eines der Probleme der Hospitality- Branche. Aber dass es darüber hinaus heute bei der Entscheidung für einen neuen Job in der Spitzengastronomie und Spitzenhotellerie vielerorts nicht mehr 56 4/2015


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