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FIRST_CLASS_04_2015

Versicherungstipp Anwalts- und Gerichtskosten sind seit 2013 mit dem 2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetz mit bis zu 20 % spürbar gestiegen. Das Risiko, in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden – vor allem mit rechtsschutzversicherten Gästen und Beschäftig-ten – ist wiederum kaum steuerbar. Zugleich setzt sich der Trend zu Vergleichsvereinbarungen fort – ein nicht unerheblicher Kostenanteil ist somit selbst zu tragen. Rechtsversicherer tragen zumindest das Kostenrisiko, kaum eine Versicherungssparte ist jedoch auch so um-stritten. Denn Versicherungsschutz kann selten pau-schal bejaht werden. Selbst Anwälte sind mit Aussagen zurückhaltend, übernehmen aber oft die Korrespon-denz mit dem Versicherer zur Erwirkung einer De-ckungszusage. Ist eine Rechtsschutzversicherung also sinnvoll? Ja, wenn man sich folgender Grenzen bewusst ist: Sanktionen bei häufigen, i.d.R. arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen, Kostenerstattungen nur im Rahmen des Rechtsanwaltsgebührengesetzes sowie die Nichtübernahme von weiteren freien Vereinbarungen mit Promi-Anwälten. Unversicherbar sind zudem Bau-recht, allgemeines Vertragsrecht für Unternehmer und vorsätzliche Straftaten. Dringend empfehlenswert ist die Rechtsschutzversicherung daher bei Streitigkeiten mit Gebäudeeigen-tümern aus gemieteten/gepachteten Hotelimmobilien, Streitigkeiten mit Versicherern (erhöhtes Kostenrisiko bei Großschäden), Strafrecht (Verstöße gegen Sicher-heitsbestimmungen, Steuer-, Arbeits- oder Ordnungs-recht) und Verkehrssachen. Sollten Sie noch einen „Uralt-Vertrag“ ohne Selbst-behalt oder mit dem früher noch verfügbaren all-gemeinen Ver-tragsrechtsschutz besitzen, prüfen Sie kritisch, ob die Beibehaltung dieser „Relikte“ den Verzicht auf höhere De-ckungssummen und Vertragsmodernisierungen wirk-lich rechtfertigen. Rechtsschutzversicherungen werden beinahe ausnahmslos mit Selbstbehalten angeboten. Wählen Sie den höchsten verfügbaren Selbstbehalt (gegen Beitragsnachlass) und sehen Sie die Police als einen Rettungsanker für wirkliche Notfälle. Um den Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherung zu verdeutlichen, haben wir eine umfangreiche Auflis-tung von Schadensbeispielen vorbereitet, die Sie unter info@hotelversicherer.de gerne anfordern können. ENTWICKLUNG DER NACHFRAGE NACH WELLNESSLEISTUNGEN IM HOTEL IM VERGLEICH ZUM JEWEILIGEN VORJAHR 15,89 % 27,10 % 13,08 % 43,93 % eher rückläufig eher steigend stark steigend unverändert 52,34 % 4,67 % 30,84 % 12,15 % Ab- statt Einschalten „Angebote im Wellnesshotel unterstützen dabei, die Geräte aus- und alle Sinne einzuschal-ten“, betont Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness- Hotels & Resorts. Für den Trend zum analogen Wellnessurlaub spricht auch die steigende Nach-frage nach Gemeinschaft. Fährt indes jeder zehnte Wellnessgast allein in den Wellnessurlaub (2010: ca. 8 %), so möchte hier mehr als jeder Vierte (26,43 %) neue Leute kennenlernen. Zu-gleich suchen 43,93 % der Paare (2011: 33,19 %) die gemeinsame Zeit mit dem Partner. Zusammen kommt beides vor allem bei der Altersgruppe 60plus, die mit dem Partner (16,29 %) oder mit Freun-den (21,13 %) reist, indem sie vor allem auch Interesse an neuen Bekanntschaften haben. „In der Folge braucht es eine andere Ho-telausstattung“, erklärt Michael Altewischer. Denn jeder Achte wünscht sich einen Gemein-schaftstisch im Restaurant. An Aufenthaltsräumen im Spa, in de-nen Unterhaltungen erlaubt sind, haben 52,53 % Interesse, und spezielle Angebote für Alleinreisende sind bei 42,47 % gefragt. Hotels müssen entsprechend den Spagat zwischen Wellnessurlaub als persönliche Rückzugsoption (30,86 % der Gäste) und der neuen sozialen Dimension von Wellness berücksichtigen. „Es geht um eine gute Mischung aus Rückzugsorten und Kommu-nikationsräumen“, so Michael Altewischer, und Roland Fricke ergänzt: „In diesem Punkt wird der Kampf unter den Wellnessho-tels ausgetragen. Nicht die Well-nessprogramme oder der schicke, neue Pool sind buchungsrelevant, sondern die richtige Mischung aus Service und sozialen Angebo-ten.“ Dass das richtige Wellness-paket angenommen wird, zeigen die Umsatzzahlen. Über 56 % gaben in der Hoteliersumfrage ein Umsatzwachstum an, über 13 % sogar einen sehr starken Anstieg. Auch 2015 erwarten fast 65 % eine weitere Steigerung mit der Folge, dass die Hoteliers noch mehr in-vestieren: Waren es 2014 über 81 %, planen fast 89 % Investitionen für das laufende Jahr. „Der Wettbewerb unter den Wellnesshotels, von denen sich mittlerweile 2.500 so nennen, wird immer größer“, so Michael Altewischer. Sie sollten stärker den Freizeit- und Erholungsge-danken statt den Gesundheits- und Beautyaspekt in den Fokus rücken. Der Wunsch nach Aus-zeit ist derzeit bei den Gästen das A&O – egal ob digital oder analog. syk Informationen zur Mitgliedschaft bei den Wellness-Hotels & Resorts erhalten interessierte Hoteliers unverbindlich unter Tel. (0211) 679 69 79, post@wh-r.com oder unter www.wellnesshotels-resorts. com 2014 Welche Entwicklungen erwarten Sie 2015? Wellnesshotels rechnen wieder mit einer steigenden Nachfrage. Quelle: Wellness-Hotels & Resorts, Beauty24 © first class Volker Begas, Mosaic Versicherungsmakler Recht zum Streiten? Rechtsstreitigkeiten können bekanntermaßen recht teuer werden. Entsprechende Rechtsschutzversicherungen sind vor allem für Hoteliers sinnvoll. 4/2015 53


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