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tels verwendet, um durch Suchmaschinenoptimierung von Seitentitel und Beschrei-bungen von Websiten ein besonders gutes Ranking in Suchmaschinen zu ermöglichen. „Hotelmarke und Name in der Anzeige werden dabei selbst prominent hervorge-hoben, während dem gegenüber der Name des Portals eine deutlich untergeordnete Position einnimmt.“ Selbstbewusst sein Doch was kann ein Hotel tun, um seine Marke im Netz besser zu schützen? Die An Anzeigen in Suchmaschinen kommen Hotels heute kaum vorbei. Probleme gibt es, wenn Buchungsportale Marken oder Namen von Hotels in eigenen Anzeigen nutzen. meisten OTAs ließen sich im Kleingedruck-ten der AGBs das Recht zur Nutzung des Namens einräumen, so der Jurist Peter Hense. Er rät in diesem Fall zu prüfen, wie weit solche Gestattungen gehen und ob sie etwa ohne Gegenleistung durch den Ver-wender der AGB den Hotel „untergescho-ben“ wurden. Peter Hense appelliert aber auch an die Hoteliers, sich den Wert ihrer Marke bewusst zu machen und darauf zu achten, ob ein Missbrauch vorliegt. Vielen Hoteliers sei nicht klar, dass auch schlichte Hotelnamen wie „Hotel am Sternentor“ ei-nen markenähnlichen Schutz als Unterneh-menskennzeichen genießen und nicht von Dritten ohne Einwilligung zur Werbung für branchenähnliche Dienste genutzt werden dürften. Dominik Sobotka rät zunächst zu überprüfen, ob und wie viele OTAs Wer-bung auf die eigene Marke bzw. den Hotel-namen schalten. Dafür gebe es inzwischen auch entsprechende Softwarelösungen (z. B. Brand Protect, AdPolice, Anm. d. Red.), die Nachweise darüber abspeichern. Bevor man jedoch juristische Schritte in Er-wägung zieht, kann man die Vertriebspart-ner auch erst freundlich darum bitten, auf Brand Bidding zu verzichten, wie Andreas von Reitzenstein, Chief Commercial Officer der Hotelgruppe H-Hotels (u. a. H2 Hotels, Ramada), hervorhebt. „Wir haben schon vor einigen Jahren zuerst mit Hilfe von Screenshots als Beweismaterial damit begonnen, unsere Part-ner zu informieren, solche Praktiken uns gegenüber zu unterlassen.“ Heute setzt die Gruppe für die automatische Prüfung von möglichem Mar-kenmissbrauch eine spezielle Softwarelösung ein. Sie bietet zudem bei den Suchmaschinen auf die eigenen Ho- Denn sie profitieren davon, indem sie da-mit mehr Reichweite und Traffic erzielen. Grundsätzlich ist Brand Bidding, also das Bieten auf fremde Marken-Keywords bei Adwords, zulässig, wenn die Anzeige in einem von der eigentlichen Trefferliste der Suchmaschine eindeutig getrennten und entsprechend gekennzeichne-ten Werbebereich erscheint und sie selbst weder die fremde Marke noch sonst einen Hinweis auf den In-haber der fremden Marke oder die unter der Marke angebotenen Produkte enthält. Dass Brand Bidding für die Por-tale eine hohe Relevanz hat, zeige der „massive Einsatz“ dieser Praxis, stellt der Hotel-Online- Marketingexperte Dominik Sobotka, Gründer und Geschäfts-führer der Agentur onmari.com in Berlin fest: „Rechnen Sie nur mal, dass vielleicht 10 % der Umsätze eines Hotels bei einem OTA dort über Brand Bidding erzielt wer-den. Das macht dann auch 10 % der an den OTA gezahlten Provision aus. „Insbesondere das Ver-halten der ausländischen OTAs wird aggressiver, da der Brand Traffic zu überdurchschnittlich hohen Konversionsraten bei ihnen führt.“ Die Nutzung von Marken und Namen ma-che den Inhalt von Suchmaschinenanzei-gen für Internetnutzer interessanter, betont Peter Hense von der Leipziger Anwalts-kanzlei Spirit Legal LLP. Darüber hinaus würden aber auch Kennzeichen von Ho-dein Dominik Sobotka onlinevertrieb SIHOT im neuen Design: innovative Funktionen und Usability Eine neue Technologie auf Basis unserer stabilen Plattform. Individuelle Anpassung nach Ihren Bedürfnissen. www.sihot.com Das ist SIHOT.FleX


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