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FIRST_CLASS_04_2015

Foto: privat chen von E-Commerce bis zu Operations bestehen: „Mit den vielfältigen Kooperationsangeboten der Marke H+ Hotels eröffnet sich für selbstständige Hoteliers ein Weg, ohne erheblichen Investitionsaufwand an den Möglichkeiten der Kettenhotellerie zu partizipieren und sich wieder mit Herz und Seele auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren“, erklärt Alexander Fitz, Vorstandsvorsitzender der H-Hotels. Individuell bleiben und die Marke als reinen Dienstleister sehen, sozusagen. Blickt man weiter auf den ITB-Parcours, so sprachen die Zahlen vieler einmal mehr die Sprache des Höher, Schneller, Weiter. Zu den überzeugenden Wachstumsgaranten zählt dabei weiterhin Motel One. 256 Mio. E Umsatz und damit ein Plus von 25 % – so fällt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 aus. Dabei wuchs die Kette um acht Häuser mit 2.529 Zimmern (Vorjahr 1.072). Dazu gehörte z. B. auch das Ende 2014 eröffnete Motel One Berlin-Leipziger Platz, das sich bereits mit dem weiterentwickelten lokalitätsbezogeneren Design und dem ergänzten Frühstücksangebot mit frischen Bio-Produkten präsentiert. Zum 31.12.2014 umfasste das Portfolio 54 Motel One mit 12.822 Zimmern in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Belgien. Dazu kommen in den nächsten Jahren Markteintritte in Spanien (Barcelona) und der Schweiz (Basel) sowie die Herausforderung, Motel One in den noch neuen Märkten wie Großbritannien, Tschechien und Belgien zu positionieren. Ein neuer, spürbarer Marktbegleiter im deutschsprachigen Raum will in den nächsten Jahren die Rotana Hotel Management Corporation mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden. Nach der Erschließung von zahlreichen Standorten in Afrika, hatte die Kette bisher lange auf die Türkei als Schlüsselmarkt gesetzt. Mit der Eröffnung eines Hauses in Istanbul noch in diesem Jahr soll der Sprung nach Europa gelingen. Derzeit findet eine große „Bekanntmachungsoffensive“ im deutschsprachigen Raum für die Gewinnung von Luxusreisenden unter den Themenfeldern Kultur und Kulinarisches, Meer und Kinder, Spaß und Aktiv, Entspannung und Wohlbefinden, Konferenzen und Events sowie Kunst und Kultur statt. Hotel ersteigern Schließlich waren auch Travel Technologien und Onlinebuchbarkeit die großen Schlagwörter auf der ITB. „Jetzt also auch E-Bay“ war dabei einer der Nachrichten. Denn angetan vom dynamischen Online-Reisemarkt hat das große Versteigerungsportal im März 2015 ein eigenes Reiseportal für Deutschland gestartet. Ohne ein Schnäppchenanbieter sein zu wollen, sollen hier die Nutzer trend Voraussichtlich im Jahr 2018 beginnt der Erweiterungsbau des Mandarin Oriental Munich im Rahmen des Neubau- Areals „Hilde“. Damit erhält das deutsche Haus der Luxushotelgruppe weitere 51 Zimmer und Suiten sowie großzügigere Spa- und Tagungsbereiche. Rund 124 Mio. E will Mandarin Oriental International, Limited in sein Münchner Hotel, das sich im 100 %-igen Kettenbesitz befindet, investieren. Und auch außerhalb von Deutschland hat Mandarin Oriental noch einiges vor. Wir sprachen mit Christoph Mares, Executive Vice President & Director of Operations EMEA & I, über seine Pläne. Herr Mares, wird sich Mandarin Oriental auch künftig im größeren Rahmen finanzi-ell an Hotelbauprojekten wie in München beteiligen? Welche weiteren deutschen Standorte sind im Gespräch? Dort, wo wir gute Möglichkeiten und einen potenziellen Wertzuwachs sehen, sind wir bereit, nicht nur zu managen, sondern auch zu investieren. Wir entscheiden von Location zu Location individuell. Hier in München sind wir sehr zuversichtlich, dass dies genau der richtige Schritt ist. Das Bauprojekt passt 100 %-ig in unser Konzept. In Deutschland würden wir Städte wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt in die engere Auswahl nehmen. Aber wir müssen erst die richtige Lage finden, um eine adäquate Durchschnittsrate für unser Leistungsniveau erzielen zu können. Welche Erwartungen knüpfen Sie an die Hotelerweiterung in München? Zum einen gewiss eine Steigerung der Rentabilität, zum anderen war es für uns wichtig, das Service-Niveau auf ein neues Level zu heben. Wir wandeln uns mit der Erweiterung vom Boutiquehotel zum Grand Hotel und sind mit den in München angekündigten Luxushotelprojekten so zuversichtlich, uns auch weiterhin auf dem hiesigen Markt erfolgreich zu positionieren. Das drückt schon allein die Höhe unserer Investition aus. 2011 sprachen Sie in einem Interview da-von, dass Mandarin bis 2014/15 ca. 16 Ho-tels in EMEA betreiben wird. Aktuell sind es nur sieben. Warum? Wenn wir die kommenden Eröffnungen in Marrakesch und in Mailand hinzuzählen, dann hätten wir neun Hotels in dieser Region. Und wenn wir noch die bereits angekündigten und im Bau befindlichen fünf Hotels in Doha, Dubai, Abu Dhabi, Istanbul und Marbella ergänzen, dann nähern wir uns dieser Prognose an. Einige Projekte wurden wegen der Wirtschaftskrise in Europa verlangsamt oder mussten erst wieder neu finanziert werden. In Bodrum wurde im letzten Sommer das erste Resorthotel der Gruppe in Europa er-öffnet. Werden weitere Resorthotels folgen? Bodrum ist das zweite Resorthotel, das wir betreiben. Das andere liegt in Sanya, Südchina. Das Mandarin Oriental Marrakesch, das im September 2015 eröffnet, wird das dritte sein. Sobald sich weitere Standorte ergeben, werden wir unser Resortportfolio ausbauen. Vielen Dank für das Gespräch. Nathalie Kopsa IM GESPRÄCH MIT... ... Christoph Mares, Executive Vice President & Operations Director, EMEA & I Mandarin Oriental: Bauprojekt „Hilde“ in München (Bauzeit 2018 bis 2022) Eigentümer: Wöhr + Bauer Projekt HTW Architekten: Hild und K Erweiterung Mandarin Oriental mit: ca. 51 Zimmern, neuem Spa- und Wellness-bereich, Restaurant & Bar, 19 Wohnungen mit Hotelservice (Residences at Mandarin Orien-tal), Tiefgarage, Ladengeschäfte und Büros 12 4/2015


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