Trend Streetfood: Straßen-Esser

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StraßenEsser Fotos: Pentahotel Hong Kong, Markthalle Neun Müsste Ihr Gast immer 60 bis 90 Minuten auf den nächsten Gang warten, wäre er alles andere als amused. Auf keinen Fall so geduldig wie die Besucher des jüngsten Foodtruck-Festivals in Nürnberg. Ganz zu schweigen davon, dass er vorhätte, wiederzu-kommen, wenn er trotz Warterei am Ende leer ausginge. Streetfood tickt schlicht anders – und auch die Klientel, mit ihren selbstgestrickten Mützen, Slim-Jeans, Kinderwagen und gepflegten Vollbärten ist nicht eins zu eins ins Hotelrestaurant zu verpflanzen. Und doch lässt sich in-mitten der erwartungsfroh frierenden Menge so einiges an Foodtrends abschauen. Erste Eyecatcher im Menschenmeer sind die Foodtrucks, meist im Retro-Look, mit prägnanten Namen, von „Ribwich – Food. Einfach.Lecker.“ bis „Grillin’ me softly“. Auf in der Szene scheinbar obligatorischen, „ursprünglich“ anmutenden Schiefertafeln sind die Kreationen des Tages in mehr oder weniger kryptischem, strategisch leckerem Stakkato formuliert, von „Mrs. Schickeria“ bis zum „Exotic Lax Burger“. Daraus lässt sich als erstes Erfolgsrezept ableiten: den Gast auf die Speisen neugierig machen, ihm aber nicht zu viel verraten. 30 3/2015


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