Hotels in der AdWords-Falle

first_class_01_02_2015

hat seinen Preis Online-Marketing-Tipp Hotels in der AdWords-Falle Jedes Hotel, das im Online-Marketing tätig ist, misst den Er-folg in der Konversionsrate (Conversion Rate), die das Ver-hältnis von eingehenden Buchungen zur Anzahl der Besucher auf der Hotelwebsite oder den AdWords-Kampagnen angibt. Verfügen die Hotels auf ihrer Website über direkte Buchungs-möglichkeiten, ist der Wert (durchschnittlich zwischen 1 und 3 %) eine wichtige Kennzahl. Aber er ist nicht isoliert zu be-trachten. Sonderangebote oder Tagungsspecials steigern ihn oft unnatürlich. Denken Sie auch daran, Ihren Deckungsbeitrag für den herausgegebenen Preis zu überprüfen – und hoppla, merken sie gerade, dass die Kosten, die Sie für die Besucher-werbung eingesetzt haben, den erzielten Umsatz übersteigen? Dann herzlich willkommen in der AdWords-Falle! Ein Beispiel: Sie werben mittels Google AdWords für den Suchbegriff „Tagungshotel Berlin“ und zahlen pro Klick, also pro Besucher, ca. 6,25 E. Daraus ergibt sich der CPC = Cost per Click. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten 100 Besucher, die nur mal schauen möchten. Jetzt haben Sie bereits 625 E aus-gegeben. Und der ROI? Gleich Null. Der 100. Besucher bucht dann endlich, aber vielleicht nur mit einem Umsatz von 400 E. Kein gutes Geschäft, oder? Bevor Ihnen der Angstschweiß auf die Stirn tritt: Lassen Sie den ganzen AdWords- Quatsch! Oder konzentrie-ren Sie sich auf eine Nische, in der die Klickpreise günstiger sind, und investieren Sie lieber in eine nachhaltige Direktver-marktung der Homepage. Denn der einzige, der an AdWords verdient, ist Google. Vielleicht denken Sie jetzt, dass Ihnen das nicht passieren kann. Doch die Praxis sieht anders aus: Die Kennzahlen sind für viele Mitarbeiter zu komplex und haben kaum Alltagsbezug. Reine Marketing- und Absatzkennzahlen liefern ohne Bezug zu Er-lös und Deckungsbeitrag nur die halbe Wahrheit. Um aber jene Kennzahlen zu ermitteln, benötigen Sie Werte aus gängigen Statistiktools wie Google-Analytics in Verbindung mit den Zah-len Ihres Controllings. Ewald Haaf, SEO-Manager Certified hier vor allem um Gratisangebote gehen sollte. Aber es wird besser. Erst kürzlich war ich in einem Restaurant an der niederländi-schen Grenze, das direkt einen freien WLAN-Zugang bietet, und so die holländischen Gäste die Roaminggebühren sparen. Umso internationaler das Publi-kum, umso interessanter ist damit WLAN auch als echter Service. Ja, auf jeden Fall. Ich beobach-te immer wieder, dass die Gäste aktiv nach WiFi im Café oder Restaurant fragen. Im nächsten Schritt lässt sich auch mehr ver-kaufen, indem u. a. auf der Lan-dingpage Tagesangebote bewor-ben werden. Die Hotellerie ist hier weiter, weil der Bedarf und die Beschwerdebereitschaft der Gäste höher ist. Das stellt aber auch deutliche An-forderungen an den Datenschutz. Bei 13 Mio. Usern im Monat und über 70 Mio. Sessions sind unsere Datenmengen sehr groß. Der Datenschutz ist daher ein Thema, das wir neben der Ver-bindungsqualität am meisten im Blick haben und dafür auch von der Bundesnetzagentur zertifi-ziert sind. Wir garantieren den Nutzern in der Hotellerie und Gastronomie zu 100 %, dass wir ihre Daten nach den gesetzlichen Vorgaben speichern und löschen, aber nicht ohne ihr Ein-verständnis weitergeben. Einzig im Retail-Bereich haben wir bei Einzelprojekten etwas die AGBs gelockert, aber nur weil der Nut-zer ein Interesse daran hat. Bei der Hotellerie und Gastrono-mie sehe ich das nicht, denn sie schreiben sich selbst die Diskre-tion auf die Fahne. Was halten Sie von Entwicklungen wie Google Glass? Die gehen mir persönlich zu weit. Ich möchte nicht, dass per Augenzwinkern dem Front Desk Mitarbeiter alle über mich im Netz verfügbaren Informationen digital abgebildet werden, man ist auch noch eine Privatperson. Inwiefern der Einsatz erlaubt ist, regelt jedes Land verschieden. Doch letztlich stellt sich für den Hotelier das Problem, dass sein Gast nicht mehr überblickt, was mit seinen Daten passiert. Es gibt z. B. WLAN-Provider mit einem Login über den eigenen Face-book- Account, d. h. Facebook er-hält automatisch die Daten sowie der stationäre POS, bei dem man online geht. Uns geht das zu weit, wir arbeiten so nicht, besonders im Hotelbereich, wo es vielen um Diskretion geht. Ich möchte als Hotelgast selbst auch nicht, dass meine Daten an Drittanbieter weitergegeben werden und ich nicht weiß, wer diese sind. Geht es um eine neue Datenethik? Ja, die Diskussionen müssen weg vom Businessmodell hin zum Thema Datenqualität und -schutz gehen. Es gibt international zwei Hotelgesellschaften, die einige WiFi-Gebühren nehmen und da-für die Datensicherheit und -qua-lität garantieren. Viele andere agieren mit Pseudo-Lösungen. Aber Gäste, die zu Hause Glasfa-seranbindungen & Co. haben, ge-ben sich nicht mit geschwindig-keits- und volumenbegrenzten Verbindungen oder dem Gratis- Lobby-Zugang zufrieden, erst recht nicht bei 200-E-Raten. Da müssen die Diskussionen hinge-hen – und zwar in der Chef-Eta-ge. Danke für das Gespräch. syk In den letzten Jahren schaden sich Hotels mit AdWords-Kampagnen eher gegenseitig. MINIBARS ZIMMERSAFES HARTMANN TRESORE AG -Zentrale- Pamplonastr. 2 Zuverlässige Technik Modernes Design Katalog unter: Tel. 05251-17440 info@hotelsafes.de „ Einwurftresore „ Deposittresore „ Schließfachanlagen „ Backoffice-Tresore HARTMANN TRESOREAG Energieeffizienzklasse A+ • Besonders niedriger Energieverbrauch! (0,26 kWh/24) Minibar HTM 30T-15 • 100% geräuschlos HARTMANN TRESORE AG -Zentrale- Pamplonastr. 2 . 33106 Paderborn . Telefon (05251) 17440 . www.hotelsafes.de


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