Outdoor: Lust auf Land

24_Stunden_Gastlichkeit_01_2015

Lust auf Land Go In Der Landhausstil hält vielerorts Einzug in die Gastronomie. Mit unterschiedlichen Materialien und Farben werden Schlagworte wie Bio oder Regionalität zu aktuellen Trends. Doch welche Möglichkeiten haben Gastgeber, auch ihren Außenbereich unter diesem Motto für die Gäste aufleben zu lassen? Die Nachfrage nach Bio und Natürlichkeit wächst stetig – auch im Bereich Möbel“, beobachtet Tina Hericke aus dem Bereich Key Account bei Go In. Dabei sind Materialien wie Holz, Metall oder die Kombination aus beidem gefragt. Zudem steigt das Interesse an nachhaltigen Materialien (FSC). „Das Bewusstsein der Gäste für nachhaltige Produkte wächst“, ist auch Ute Hülsewig, Geschäftsführerin von Plectamo Hülsewig, überzeugt. In der Möbelbranche bedeute dies, dass die Materialien neben ihrer Funktionalität und Optik auch nach der Umweltverträglichkeit in Produktion und Verwertung beurteilt werden. Plectamo verwendet daher langlebiges und vollständig recyclebares Markenmaterial. Für Bruno Berger, Außendienstmitarbeiter bei Kason für u. a. Niederbayern, Oberösterreich, die Steiermark, Salzburg und Osttirol, ist Bio im Bereich Möbel bis dato noch eine Randerscheinung. „Natürlich achten viele Leute mittlerweile darauf, Naturholz zu beziehen, insbesondere bei Tischplatten“, erklärt er, räumt aber ein: „Das hat eher optische Gründe.“ Regionalität spielt seiner Meinung nach allerdings eine große Rolle. „Viele Gastronomen aus der Region kaufen gerne bei uns, da sie sich direkt vor Ort im Werk bzw. unserer Ausstellung informieren können.“ Als Hersteller von Holzmöbeln, der „Made in Germany“ produziert, ist auch für die Stuhlfabrik Schnieder Regionalität sehr wichtig. „Viele unserer verarbeiteten Hölzer kommen aus deutschen und teils europäischen Forsten“, erklärt Prof. Reinhard Grell, Gesellschafter des Unternehmens. Gefragt sind hier die Möbel mit Loungecharakter aus sägerauem Bauholz Fichte bzw. Tanne. Das Konzept wird permanent mit neuen Modellen und Serien weiterentwickelt. „Bezüglich der Holzfarben geht der Trend nach wie vor in die helle Richtung“, verrät Reinhard Grell. „Die Oberflächen erscheinen durch entsprechende Lasuren weißlich bis gräulich – als hätten die Möbel wie alte Teakholzmöbel Jahre in Wind und Wetter verbracht. Das gibt ihnen einen besonderen Vintage-Charme.“ Dadurch wirken die Möbel nicht überladen – „selbst mit blumigen Polstern“. Dezent dosieren Bei den Bezugsstoffen darf gerade beim Landhaus-Look mit Mustern gespielt werden, ohne dass es optisch zu viel wird. Hinsichtlich der Dekoration greifen Gastronomen je nach Jahreszeit gerne auf Holz- Dekostücke in Verbindung mit anderen natürlichen Materialien zurück. „Wir raten dazu, keine Extreme zu verwenden“, verdeutlicht Andreas Marr, Geschäftsführer von Objekt-M und meint damit z. B. die Kombination aus gedeckten natürlichen Farben mit modernen Formen in dezentem Design. Manchmal sei es jedoch genau der Stilbruch, der den Charme ausmache. „Gerade junge Gäste stehen gewagten Kombinationen offener gegenüber.“ Dekokissen Vega Plectamo Stuhlfabrik Schnieder OUTDOOR Fotos: Go In, Vega, Plectamo Hülsewig, Stuhlfabrik Schnieder


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