Heizen gleich Kühlen - Rundum sorglos mit 20.000 Volt - Energie nutzen und sparen

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Fotos: Netze BW, AllgäuSternHotel, Prinz-Luitpold-Bad energiesysteme Rundum sorglos mit 20.000 Volt Herr Deuschle, warum bieten Sie diesen Service neu an? Bisher haben wir im Hotel die erworbene Mittelspannungsanlage installiert und im Anschluss einen Verantwortlichen eingewiesen. Dann kümmerte sich i.d.R. der Haustechniker um ihren sicheren Betrieb. Das Hotel bekam so zwangsläufig Verantwortung wie die regelmäßige, sauber dokumentierte Inspektion und Wartung übertragen. Zudem Die EnBW-Tochter Netze BW bietet neu die komplette Betriebsführung für Mittelspannungsanlagen. Rainer Deuschle, Produktmanager für TrafoService, erläutert. hatte es dafür zu sorgen, dass jeder, der die Anlage betritt, unterwiesen wird und sich möglicher Gefahren bewusst ist. Er haftet ebenso für eventuelle Arbeitsunfälle. Künftig übernimmt die Netze BW auf Wunsch auch die Betriebsführung und damit die Verantwortung für das reibungslose Funktionieren und die Kontrolle eines 20.000-Volt-Mittelspannungssystems. Hier verfügen wir über eine jahrzehntelange Erfahrung und Know-how. Aktuell betreiben wir in Baden-Württemberg ca. 27.000 dieser Netzstationen. Unser Ziel: Das Hotelmanagement hier durch ein „Rundum-sorglos-Paket“ entlasten. Was beinhaltet der neue Betriebsführungsvertrag? Der sog. „Quick-Check“ zu Beginn ermöglicht klare Handlungsempfehlungen. Mit dem Servicevertrag stellen wir dann einen Anlagenverantwortlichen und sichern dem Hotel folgende Grundleistungen zu: die Übernahme der Verantwortung für die kundeneigene Anlage gemäß der entsprechenden DIN, die Inspektion und Wartung sowie das Vorhalten eines Bereitschaftsdienstes und das Lokalisieren von Störungen. Zudem gewähren wir die Teilnahme am EnBW-Störungslager (mit gängigem, standardisiertem Elektromaterial) und stellen vier Schalthandlungen pro Jahr bereit. Modular können auch Leistungen wie Instandsetzungsarbeiten, Störungsbehebung, Wartungen an Leistungsschaltern oder auch Notstromaggregate hinzugebucht werden. Hotels profitieren vom neuen Service durch größtmögliche Versorgungssicherheit, eine schnelle Störungsbehebung durch den 24-Stunden-Bereitschaftsservice und eine schnelle Ersatzteillieferung. Dazu kommt die hohe Rechtssicherheit, da wir die Erfüllung der einschlägigen Vorschriften garantieren.. Können Hotels so auch langfristig Betriebs- bzw. Energiekosten sparen? Durch das frühzeitige Erkennen von Schwachstellen und ihre schnelle Behebung können kostenintensive Störungen vermieden werden. Die Handlungsempfehlung inkl. der Kostenschätzung hilft bei der Investitionsplanung. Vielen Dank für das Gespräch. syk Seit der Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) im Jahr 2013 erzeugt das AllgäuSternHotel in Sonthofen mit 428 Appartements und insgesamt 800 Betten etwa 50 % seines benötigten Stroms selbst. Das bedeutet unterm Strich eine erhebliche Reduzierung der Energiekosten sowie des CO2-Ausstoßes. Verantwortlich für die Planung, Lieferung, Einbringung sowie die Steuerungstechnik der BHKW-Anlage war das Unternehmen Enerquinn Energiesystemtechnik aus dem oberschwäbischen Weingarten. „Die besondere Herausforderung bestand darin, dass wir die Anlage unter schwierigen räumlichen Bedingungen aufstellen mussten, nämlich bei engen Platzverhältnissen innerhalb des Hotels und in unmittelbarer Nähe des Wellnessbereichs. Hier war also eine besonders exakte Vorbereitung inklusive Schallschutz gefragt“, verdeutlicht der Projektleiter Peter Lechleiter. Das AllgäuSternHotel-BHKW bringt 240 kW elektrische sowie 365 kW thermische Leistung und hat im ersten Betriebsjahr mit rund 8000 Betriebsstunden über 1,7 Mio. kWh Strom und 2,7 Mio. kWh Wärme produziert. Diese Werte entsprechen dem Stromverbrauch von etwa 500 Einfamilienhäusern und dem Wärmebedarf von rund 200 Standard-Einfamilienhäusern. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit Scholl + Karg realisierte Enerquinn bereits 2010 den Einbau von drei Blockheizkraftwerken im traditionsreichen Vier-Sterne-Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang. Hier werden die BHKW mit sauber verbrennendem Flüssiggas betrieben. Inhaber Armin Gross darf sich seit dem Einbau 2012 über die hohen CO2-Einsparungen freuen. „Unsere Anlage produziert jährlich nicht nur 330.000 kWh Strom, sondern auch 660.000 kWh Wärme“, erklärt er. „Das bedeutet in der Praxis: Wir verbrennen 66.000 l weniger Heizöl und ersparen der Natur Jahr für Jahr 160 t CO2. Was uns ebenfalls freut: Die Investition hat sich bereits nach drei Jahren amortisiert.“ Energie nutzen & sparen Immer mehr Hoteliers setzen in puncto Energie auf Blockheizkraftwerke und nutzen so die Brennstoffenergie beinahe komplett. 54 11/2014


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