Geschenk auf Frankreich

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Fotos: Aficom guest supplies Geschenk aus Frankreich Eine Creme essen? Soweit geht es wohl nicht. Aber wenn die ausgesuch-ten Zutaten in die Edel-stahlfässer gegeben werden und das T e a m nach der Herstellung mit Kittel und Mundschutz akribisch und in vielerlei Handarbeit die Duschgels, Shampoos und Cremes zu Tau-senden abfüllt und verpackt, dann sind die Unterschiede zur Lebensmittelpro-duktion nicht mehr groß. „Für uns ist die Einhaltung von hohen Qualitäts- und Hygienerichtlinien elementar“, erklärt Philip Husson, Leiter der Kosmetikproduktion Labo-fill im französischen Lyon, in der Aficom zusammen mit seiner Sei-fenfabrik in Portugal alle seine Guest Supplies selbst herstellt. „Wir sind nicht nur allergen-geprüft und erfüllen mit dem Euro-Label in Frankreich einen der strengsten Auflagenkatalo-ge in Europa, sondern wir waren auch 2009 unter den ersten, die Ecocert-zertifiziert wurden und eine Bio-Linie für Hotelkosmetik lanciert haben.“ Mit diesen Sie-geln stellt Aficom sicher, dass re-cycelbare, biologisch abbaubare Materialien eingesetzt werden, die Inhaltsstoffe rückverfolgbar sind und ohne Tierversuche, Pa-rabene, GVO, Silikone und In-haltsstoffe tierischer Herkunft ge-arbeitet wird. „Made in France“ auf den Produkten steht so zu-gleich für ein Bekenntnis zur Produktion in Europa, auch wenn diese z. B. in China günstiger sein könnte. Hinzu kommt das franzö-sische Know-how für Kosmetik, das das 1974 von Georges Mar-chand gegründete Unternehmen mitbringt: Aficom darf für vie-le weltbekannte Label wie Clarins, Nuxe, Algotherm oder Missoni die Hotelkos-metik her-stellen und vertreiben. „Dafür ha-ben wir eigene Rezepturen entwickelt, ohne die Marke zu verändern. Denn bei kleinen Verpackungs-größen wandeln sich die Kos-metikeigenschaften. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt“, erklärt Gaétan de Montalivet in der Pariser Zentrale. „Gerade ist es uns nach sechsjähriger Ent-wicklungsarbeit gelungen, die richtige Rezeptur für Guerlain zu finden, und wir dürfen sie nun als einzige überhaupt herstellen.“ Neben den Marken stellt das Guest-Supplies-Unternehmen seit dem ersten Tag auch indivi-duelle Produkte für Privat- und Kettenhotels her. In den 1970er Jahren war es der Accor-Grün-der selbst gewesen, der sich nach einer USA-Reise auch in seinem ersten Hotel in den Zim-mern eine gelabelte Kosmetik wünschte, und Aficom in der Folge überhaupt erst gegrün-det wurde. Heute exportiert das Unternehmen in 28 Länder und beliefert allein in Frankreich alle Best-Western-Häuser sowie Re-lais & Châteaux und die ca. 2.000 Mitglieder der Logis Hotels. Eine eigene Designabteilung in Paris entwickelt die Linien nach den Wünschen der Hotels, möglich sind auch Spendersysteme, Ba-demäntel und -slipper, Schirme, Stifte etc. „Während in Frank-reich den Hoteliers und Gästen vorrangig die Qualitäten und Düfte der Guest Supplies wich-tig sind, geht es in Deutschland leider noch immer primär dar-um, überhaupt etwas bei gerin-ger Investition anzubieten“, hat Astrid Fayard, Vertriebsleiterin in Deutschland, schon oft beobach-tet. „Das ist schade, denn gerade die Guest Supplies demonstrie-ren dem Gast ein hauseigenes Qualitätsbewusstsein – und die Möglichkeiten dafür sind heute unendlich.“ syk Mit Guest Supplies kommen Gäste in direkten Hautkontakt – da muss die Qualität stimmen. Wir besuchten in Frankreich Aficom, einen der Erfinder von Hotelkosmetik in Europa. 11/2014 47


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