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Fotos: The Circus Apartments, Boardinghouse Consulting 5,3 Monate bleiben Eine Maßnahme, die für mehr internatio-nale Vergleichbarkeit sorgen wird, konnte auf dem So!Apart-Treffen Dennis Spitra von STR Global vorstellen. „Wir werden zusammen mit Boardinghouse Consulting Zahlen für den Markt erheben und inter-national einordnen“, erklärte der Business Development Manager bei STR Global. „Die Benchmarking-Berichte erlauben es künftig Hotels und Serviced Apartments- Betreibern, ihre monatliche Leistung (ADR, Auslastung und RevPar) mit ihren direkten Mitbewerbern und dem gesamten Markt zu vergleichen.“ Darüber hinaus erfuh-ren die Teilnehmer Details über das seit Anfang des Jahres vom VDR vergebene Siegel „Certified Serviced Apartment“. Orientierung für erfolgreiche Konzepte verschaffte schließlich auch die Verlei-hung der So!Aparts. Mehr als 60 Apart-menthäuser hatten sich für insgesamt vier Kategorien beworben. first class mit Chef-redakteurin Sylvie Konzack übernahm die Nominierung, während eine Jury über die Gewinner entschied. Abräumer des Abends wurde das iPartment Frankfurt City, das sowohl in der Kategorie „neu und besonders“ als auch „groß und großartig“ gewann. „Wir setzen mit unserem Konzept auf echten Longstay sowie auf ein flexib-les Wohnen und Beherbergen“, erklärte der Betreiber Matthias Rincón, und der Geschäftspartnerkollege Falk Haase er-gänzte: „Hinter diesem Konzept steht nicht nur in erster Linie die Hardware mit dem Design und der Ausstattung, es ist vielmehr das Gesamtbild vom Marktauftritt über die Beantwortung der Mietanfragen bis hin zum eigentlichen Aufenthalt, was unsere Kunden überzeugt.“ Das Ergebnis: eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 5,3 Monaten bei 73 Apartments. Bei den „kleinen Feinen“ überzeugten die Berliner Häuser The Circus Apartments und das The Mandala Hotel in der Kategorie „grü-ne Zukunft“. Publikums-Awards erhielten schließlich das Rostock Apartment Living Hotel und die Schoenhouse Apartments. Es zeigte sich einmal mehr: Der Apartment-sektor bietet Antworten auf die steigende Nachfrage nach wohnlicheren, individuel-leren Hotellösungen. Davon und vor allem vom professionellen Betreiberstatus wollen langfristig sogar die privaten Wohnraum-vermittler profitieren, wie 9flats.com auf der Tagung verkündete – schon 60 % sei-nes Umsatzes mache das Unternehmen mit professionellen Anbietern. Die klassische Hotellerie tut sich einen Gefallen, wenn sie sich gerade von den aktuellen Profi- Apartmentanbietern in puncto Wohnlösungen und -services ein Stück weit inspirieren lässt. syk die Teilnehmer. Unsicherheit herrsche vor allem hinsichtlich fehlender Transparenz, Vergleichbarkeit – vor allem aufgrund unter-schiedlicher Preisstaffelungen – und in Be-zug auf eine zu geringe Online-Buchbarkeit von Apartments. „Unser Segment wächst, aber ich bin durch diese Rückmeldung der Travelmanager auch ein Stück weit geerdet worden“, bemerkte die Veranstalterin Anett Gregorius, die die Apartmentbranche zwei Tage lang zu Vorträgen, Diskussionen und Workshops eingeladen hatte. „Wir haben noch viel zu tun.“ einrichtung The Circus Apartments in Berlin Marktbegleitern den international gängi-gen Überbegriff „Serviced Apartments“ fest und packte alle am Markt existierenden Angebotsformen vor allem hinsichtlich ihres Servicegrads in eine Matrix. Wie dringend notwendig diese neue Klarheit ist, zeigte auch der Workshop für Travelmanager auf dem zweiten So!Apart-Branchentreffen im Oktober in Hamburg: „Wir wissen noch im-mer nicht genau, was es für Apartments auf dem Markt gibt und wie wir sie finden“, re-sümierte Renate Föhr, Travelmanagerin der Techniker Krankenkasse, stellvertretend für So!Apart-Veranstalterin Anett Gregorius (5. v. l.) mit den Gewinnern der diesjährigen So!Apart-Awards und der Jury. 42 11/2014


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