Karriere - Spa-Ausbildung: Profitieren durch Spa studieren?

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karriere Profitieren durch Spa 44 Fotos: © Guiseppe Porzani – Fotolia.com, © WuTty - Fotolia.com Aufgrund des boomenden Wellnessmarkts der letzten 20 Jahre avancieren Gäste immer mehr zu Spa-Spezialisten und erwarten zunehmend mehr. Zugleich haben Hotels mit Wellness- und Gesundheitsbereichen vermehrt Schwierigkeiten bei der Rekrutierung qualifizierter Nachwuchskräfte. Der Spa Management Workforce & Education Research Report von 2012 sieht darin sogar die größte Herausforderung für die Wellnessbranche, da 95 % der befragten Unternehmen nur schwer Führungskräfte mit der richtigen Kombination aus Qualifikation und Erfahrung finden. Doch wie sieht die Praxis aus? Welche Möglichkeiten der Weiterbildung gibt es in diesem Bereich? Und ist ein akademischer Abschluss überhaupt nötig? „Nur wenige Spa-Bereiche arbeiten profitabel“, ist sich Simon Kellerhoff aus dem Fachbereich Wellness & Gesundheit des IST-Studieninstituts sicher. „Dies gelingt nur, wenn betriebswirtschaftliche Fähigkeiten vorhanden sind. Häufig werden Spa-Manager aber nicht ausschließlich im Management eingesetzt, sondern auch an der Rezeption und in den Behandlungskabinen. Für das wirkliche Management fehlt dann häufig die Zeit.“ Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness Hotels & Resorts, sieht das ähnlich, obwohl er sich für die Zukunft vermehrt qualifizierte Kräfte im Spa-Bereich wünscht. „Viele Hotels setzen derzeit noch immer auf Praktiker“, erklärt er. „Sie beschäftigen Abteilungsleiter, die auf die Wünsche der Gäste eingehen, aber nicht unbedingt aus dem Bereich Gesundheitswesen stammen.“ Auf der anderen Seite kämpfen Spa-Manager oft mit dem Vorurteil, dass jeder sich dazu befähigt sieht, diesen Job machen zu können. „Gleichzeitig kommt es vor, dass Hoteldirektoren die Verantwortung für den Spa-Bereich nicht aus der Hand geben möchten“, fährt Simon Kellerhoff fort. Erlerntes Spa Im Kommen sind derzeit vor allem akademische Abschlüsse, die das Spa-Management im Rahmen von Bachelor-Studiengängen im Bereich Tourismus oder Hotellerie mitbehandeln. Die IST-Hochschule für Management bietet z. B. seit neun Jahren die IST-Diplom-Weiterbildung „Wellness- und Spamanagement“. Ein gleichnamiges Aufbaumodul richtet sich gezielt an die Auszubildenden zum Hotelbetriebswirt, das ihnen fachspezifisches Wissen zum Wellness und Spa-Bereich vermittelt, damit sie diesen später managen können. Die- Hochschule setzt verstärkt auf Weiterbildung. „Social Media ist z. B. ein wichtiger Teil des Marketings geworden“, betont Simon Kellermann. Auch die Hotelfachschule Les Roches International School of Hotel Management setzt auf eine spezielle Ausbildung für den Spa-Bereich und bietet seit August 2014 den Bachelor of Business Administration (BBA) in International Hotel Management mit dem Schwerpunkt Wellness und Gesundheitsmanagement an. Der Studiengang führt Studenten im letzten Bachelor- Semester in Bereiche wie Gesundheitsprävention, ästhetische Medizin sowie Spa-Medizin und Service-Angebote im Hotel- Spa ein. „Diesen Studienschwerpunkt haben wir gemeinsam mit Genolier Swiss Medical Network und ESPA initiiert“, erklärt Sonia Tatar, CEO Worldwide an der Hotelfachschule. „Dank der Zusammenarbeit mit zwei Vertretern der Wellness und Gesundheitsindustrie können Studenten ihr theoretisches Wissen durch Praktika und Studienaufenthalte umsetzen. Sieben Semester bereiten auf eine Hospitality-Karriere auf Führungsebene mit wirtschaftlichem und strategischem Fokus vor. „Wir reagieren mit der Lancierung der semesterlangen Spezialisierung in Spa & Health Management auf das Ungleichgewicht an Angebot und Bedarf an Nachwuchskräften“, verdeutlicht Sonia Tatar. Ein Problem besteht für Simon Kellermann darin, dass langjährige Spa-Mitarbeiter häufig in die Position des Managers gehoben werden, ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu besitzen. „Aber nicht nur diesen, auch vielen anderen Spa-Managern fehlt es oft an Management Kenntnissen sowie an Spa-spezifischem Know-how und der Fähigkeit, mit Menschen umzugehen – Kunden wie Mitarbei- 10/2014


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