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glieder aus dem Housekeeping i. d. R. keine angemessene Wertschätzung ihrer Arbeit. Man könne also die Rolle der Motivation in dieser Abteilung kaum überschätzen. Eine Herausforderung sieht Jasna Vrdoljak dabei in dem vermehrten Einsatz von Fremddienstleistern im Housekeeping, obwohl sie diese Entwicklung grundsätzlich begrüßt, weil sich für die Hotelbranche ein Markt an Reinigungsfirmen mit teilweise sehr hohem Qualitätsstandard gebildet hat. „Problematisch ist, dass oft eine Integration der Mitarbeiter des Fremddienstleisters gar nicht erst stattfindet“, beschreibt sie die Situation. „Hinzu kommt eine oft nur sehr träge Kommunikation und die teilweise hohen Erwartungen an das externe Unternehmen – z. B. erfolgt die zahlenmäßige Anforderung der Mitarbeiter im Tagesrhythmus, sodass nur ein bedingter Planungsfreiraum zur Verfügung steht.“ In einem Fall wurde der Fremdfirma jeweils am Vorabend um 18 Uhr der Mitarbeiterbedarf für den nächsten Tag mitgeteilt. Durch die Zeitknappheit konnten die Anfragen des Hotels nicht immer zufriedenstellend bearbeitet werden, worunter letztlich vor allem die Qualität der Reinigungen litt. „Hier haben wir die bestehenden Strukturen geändert, indem wir die Anforderungen an die Fremdfirmen jeweils eine Woche im Voraus gemeldet haben“, erklärt Jasna Vrdoljak. „Dadurch erleichterte sich die Planungssituation des Dienstleisters, so dass stets genügend Arbeitskräfte zur Verfügung standen und alle notwendigen Arbeiten rechtzeitig fertiggestellt werden konnten.“ Auch ein regelmäßiger Austausch zwischen Hotedirektion und Housekeeping sei unabdingbar“, betont die Fachfrau. „Zudem sollte den Geschäftsführern klar sein, dass nicht jeder, der sein Fach beherrscht, auch gleichzeitig Mitarbeiter führen kann – dies ist ein Prozess“, betont die 48-Jährige und nennt damit eine weitere Herausforderung, der sie oft gegenübersteht. Mitarbeiterinnen, die ihre Ausbildung gerade beendet haben, werden häufig gleich als Hausdamen Assistentinnen eingesetzt, und ihre Aufgabe besteht dann u. a. darin, täglich 60 bis 80 Zimmer zu checken. Der wichtigste Punkt dabei ist die Führung der Reinigungskräfte. Dabei können sich skurrile Situationen ergeben, wenn Reinigungskräfte z. B. aus einem anderen internationalen Kontext stammen und z. B. in ihrer Heimat studiert haben und so für diese Aufgabe eigentlich überqualifiziert sind. Diese Situationen bergen ein unerwartetes Konfliktpotenzial. „Es geht hier um Respekt und letztlich wieder um Kommunikation“, erklärt die Beraterin. „Es gab den Fall, dass der Cleaner, ein Ingenieur, Probleme mit der zuständigen Assistentin hatte. Wir haben daraufhin ein Meeting des gesamten Teams organisiert, bei dem jeder etwas aus seinem Land vorgestellt hat.“ Durch die einfache Anerkennung und den daraus resultierenden Austausch war das Problem schnell gelöst. Neuem entgegen Jasna Vrdoljak empfiehlt Hotelbetrieben ausreichende Trainings für die Hausdamen-Assistentinnen. Darüber hinaus begrüßt sie die modernen technischen Entwicklungen von z. B. Smartphones statt Listen und sieht darin reichlich Potenzial. In den letzten Jahren hat sich diesbezüglich auf dem Markt viel getan. Durch den Einsatz von Fremdpersonal im Housekeeping sowie verschiedene Hygiene und Reinigungsansprüche besteht entsprechend vermehrt Schulungsbedarf. Ecolab z. B., der auf simpel zu handhabende Reinigungsprodukte nach dem Credo „ökologisch, nachhaltig, effizient einfach und sicher“ setzt, verwendet für den vereinfachten Schulungsaufwand des Personals Piktogramme für die Produktanwendung anstelle von Text. In engem Kontakt mit Hotelfachschulen und „Opinion Leaders“ werden auch kundenorientierte, ergonomische und logische Hilfs- und Arbeitsmittel geschaffen, z. B. Mobiletten oder Reinigungsmittelabfüllstationen für Gebrauchsflaschen. Informationsmaterialien wie Wall Charts, Arbeitsanleitungen oder Reinigungskarten und -Pläne verhindern dabei falsche Produktanwendungen oder Produktverwechslungen. In puncto Beratung arbeitet Ecolab mit einem landesweiten, flächendeckenden Außendienst und Spezialisten für diverse Anwendungsbereiche und setzt auf eine partnerschaftliche Kunden-Lieferantenbeziehung für individuelles und schnelles Handeln. Personalschulungen und Kundenberatung werden jeweils vor Ort im Hotel durchgeführt. Für Franz Felbermeir, Stv. Marketingleiter bei Dr. Schnell Chemie, ist die Sprayreinigung aus dem Housekeeping nicht mehr wegzudenken. „Weniger ist heute mehr“, ist er überzeugt und meint damit neben dem gestiegenen Umweltbewusstsein auch die Verbesserung der Reinigungsmittel. Er empfiehlt hier maximal drei verschiedene Produkte. Das Unternehmen bietet mit dem iSystem ein IT-gesteuertes Dosier- und Mischgerät, das per Chiperkennung jedes Reinigungsmittel exakt wie voreingestellt hygienesysteme dosiert. „Neben der Chemie sind individuell erstellte Reinigungspläne sowie Produktschulungen sehr wichtig“, erklärt Franz Felbermeir. „Unser Online-Schulungssystem ist 365 Tage im Jahr verfügbar.“ Sauberer Click Protel liefert mit seiner nativen App für das iPhone oder den iPod touch eine Lösung, die Hausdamen, Haustechniker und das Front Office-Team verbindet und so den Informationsaustausch zu allen Fragen zum Zimmerstatus beschleunigt. Damit lässt sich der Belegtstatus (belegt, frei) und der Zimmerstatus (sauber, schmutzig, Im Bereich Housekeeping ist dank moderner Technik heute einiges möglich. Doch werden die Innovationen auch genutzt? Staubsaugen? Bekommen unsere Gäste dank der neuen Zentral-Staubsaug- Anlage gar nicht mit! Diskret, saugt kaum hörbar Hygienisch und allergikerfreundlich Kraft- und zeitsparend Schnelle, perfekte Montage 3.000 Installationen in 25 Jahren Wartung und Rundum-Service Beratung Verkauf Montage Service J. Maier Zentral-Staubsaug-Anlagen Richard-Wagner-Straße 87 70184 Stuttgart Tel. 0711 233533 · Fax 2369633 www.jm-staubsauganlagen.de JM-Anzeige 1/8 Seite, 43 x 130 mm 10/2014 41


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