Kassensysteme - Schöne neue Kassenwelt

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Das Angebot ist vielseitig und schwer überschaubar, obwohl der Markt für mobile Bezahlsysteme in Europa noch in den Kinderschuhen steckt. Nach Schätzung der Unternehmensberatung First Annapolis Consulting nutzen in Europa nur 150.000 Gewerbetreibende Smartphone oder Tablet als Kasse. Doch bis 2017 soll die Zahl auf 3 Mio. steigen. Die Systeme arbeiten dabei alle nach dem Prinzip des amerikanischen Vorreiters Square, ein Unternehmen des Twitter- Gründers Jack Dorsey, das in den USA bereits seit 2010 einen Adapter für Smartphones und Tablets anbietet. Gehören zu den Geldgebern u. a. Visa und Starbucks, verzichten die Anbieter des Systems auf lange Verträge und monatliche Gebühren, wie sie bei Kartenterminals üblich sind. Dafür ist pro Verkauf eine Provision fällig, die sich auf ca. 2,75 % des Umsatzes beläuft. Doch ein Aufsteckgerät ist kein vollständiges Kassensystem – eine iPad-Kasse dagegen schon. Pepperbill, selbst Entwickler einer Kassen-App, vergleicht sie mit dem Leistungsspektrum bisheriger Kassen: Diese benötigen Spezialhardware, die über die Vertriebspartner erhältlich und aufgrund von Branchenspezialisierung und unüberschaubarer Vertriebslandschaft teuer ist. Die Anfangsinvestition amortisiert sich nach fünf bis sieben Jahren. Da vor allem die Endgeräte zum mobilen Bonieren zusätzliche Kosten verursachen, lohnt sich das nur für große Betriebe. Kleinere sind mit Kassen-Apps besser bedient. Besonders das mobile Bonieren mit einem iPod touch ist deutlich günstiger, denn die überschaubaren monatlichen Nutzungsgebühren bemessen sich an der Gerätezahl, und zurzeit verzichten alle Anbieter auf Vertragslaufzeiten. Apfel in der Wolke Bei bisherigen Touch-Kassensystemen bedingt die aufwändige IT-Infrastruktur zur Datensicherung Wartungskosten, die z. T. Fotos: © tinica10 – Fotolia.com, Gastrofix kassensysteme Schöne neue Kassenwelt 30 10/2014


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