Personalmanagment: Marketingfaktor Personal

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Foto: privat Marketingfaktor Personal KARRIERE à la carte Per Fernstudium weiterkommen MBA Tourismus und Hospitality* Bachelor Hotel Management Dualer Bachelor Hotel Management Hotelbetriebswirt Wellness- und Spamanagement Anerkannte Abschlüsse IST-Studieninstitut | 0211 8 66 68-0 | www.ist.de * In Kooperation mit der FH Schmalkalden Die Zukunft touristischer Unternehmen wird durch das Personalmanagement geschrieben – stärker kann die Ansage an die Dringlichkeit in der Causa Fachkräfteman-gel nicht sein. Für Prof. Dr. Marco A. Gardini der richtige Ton zur richtigen Zeit. Zusam-men mit Prof. Armin A. Brysch hat der Inhaber der Professur für Dienstleistungsorientier-te BWL/Tourismus der Hoch-schule Kempten ein Buch zum Titel „Personalmanagement in der Hotellerie“ herausgege-ben, das gespickt mit Beiträgen renommierter Praktiker und Lehrenden aus der Hospitality- Branche ist. Ob Reto Witt-wer, Markus Luthe oder Max-Peter Droll – im Sinne eines pr o akt i v en Personalma - nagements stellen die Autoren anschau-lich dar, was erfolgreiche Per-sonalarbeit heute und morgen ausmacht: eine zielgerichtete Personalgewinnung, die geeig-nete Mitarbeiter durch innova-tive Konzepte und Methoden identifiziert, eine professionelle Personalentwicklung sowie kre-ative Instrumente zur Mitarbei-termotivation und Stärkung von Loyalität und innerer Bindung. „Während andere Branchen be-reits lange angefangen haben, ihre Personalarbeit strategisch und systematisch zu gestalten, stehen viele Protagonisten aus dem Tourismus erst am Anfang dieser Entwicklung“, erläu-tert Prof. Dr. Marco A. Gardini. Dazu gehöre u. a., dass bisher der Austausch mit anderen Branchen und der Wissenschaft, der in anderen Bereichen üblich ist, in der Hotellerie nur an-satzweise stattfindet. Prof. Dr. rer. pol. Marco A. Gardini Zu selten würden dabei auch bran-chenfremde Ma-nager verpflich-tet. Zudem müsse sich die deutsche Hotellerie, die noch an der klas-sischen Lehre und Karriere vom Koch zum Hoteldirektor festhält, immer intensiver dem internationalen Wettbewerb stellen, der stärker akademische Management-wege geht. Bisher absolviert in der Tourismusbranche auch der einzelne Mitarbeiter statistisch gesehen nur etwa vier Tage im Jahr eine Fort- und Weiterbil-dung, in anderen Branchen sind es im Schnitt zwölf Tage. In der Summe habe sich die deutsche Hotellerie so ihren kleinteiligen Charakter bewahrt und müsse darauf achten, „sich rechtzeitig den großen Veränderungen zu stellen, bevor sie selbst verän-dert wird“. HR im Marketingbudget Grundsätzlich plädiert Prof. Dr. Marco A. Gardini in seinem Bei-trag „für einen Wandel von einer operativen Personalverwaltung hin zu einer wettbewerbsorien-tierten, strategischen Perspektive im Personalmanagement“. Dazu gehöre es, dass HR-Management im internen Marketing anzusie-deln, denn „in Branchen mit in-tensivem Kundenkontakt wird der einzelne Mitarbeiter nicht nur als Imageträger bzw. Markenbotschafter wahrgenommen, son-dern die Identität und das Mar-kenimage manifestiert sich aus Kundensicht direkt in Gestalt des Mitarbeiters“. Seine Art der per-sönlichen Hingabe, fachlichen Selbstverpflichtung und emo-tionalen Bindung wirke direkt positiv auf den Gast, was echte Wettbewerbsvorteile bringt. Per-sonalmanagement bildet in die-sem Sinne „eine tragende Säule der Entwicklung und Umsetzung erfolgreicher Marketingkonzepte im Tourismus“. Investitionen in das Personal sollten integraler Teil des Marketingbudgets sein und als solche auch vom Mar-keting verantwortet werden. Die Personalabteilung bzw. das Marketing müssen so gemeinsam Konzepte hinsichtlich der Perso-nalauswahl, -entwicklung, des Designs monetärer und nicht-monetärer Motivations- und An-reizsysteme, der Verbesserung der internen Kommunikation sowie der Schaffung identifika-tions- und motivationsfördernder Arbeitsstrukturen entwickeln. Personal als Marketingfaktor ernstzunehmen – das schafft neue strategische Prioritäten syk Personal wettbewerbsorientiert denken statt nur verwalten – Prof. Dr. Marco A. Gardini hat dazu ein Buch herausgeben. 9/2014 43


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