Servicetest: Sicher ins fremde Zimmer?

first_class_09_2014

Sicher ins fremde Sicherheit Einbrüche in Privat- und Gewerberäume steigen seit Monaten sprunghaft an, organisierte Banden zie-hen durch die Republik. Die Hotellerie ist von dieser Entwicklung zwar teilweise noch verschont, aber dies wird kaum so bleiben. Ein Hotel ist kein Hochsicherheits-trakt, Fluchttreppen und Außenanlagen la-den zur schnellen Flucht ein. Zudem bringen Restaurants, Bars und andere Abteilungen öf-fentlichen Gästeverkehr ins Haus und erhöhen damit das Risiko unerwünschten Besuchs. Mit transpondergesteuerten Türen und Fahrstühlen sowie mit Kameras sollen die Gefahren vielerorts technisch begrenzt werden. Doch zugleich bedarf es entsprechender Schulungen bei den Mitarbei-tern. Denn, wie wir im Gespräch mit einem Versiche-rungsfachmann erfahren, finden im Hotel am häufigsten in den Zimmern Diebstähle statt. Ursachen sind vor allem mehrere geöffnete Zimmertüren während der Reinigung zwischen 9 und 11 Uhr sowie das Öffnen durch das Personal für unberechtigte Personen. In puncto Brandschutz sind zudem häufig untergelegte Keile an den Brandschutztüren, die das Schließen bei Feuer verhindern, ein Pro-blem. Dabei ist ein kurzes Feststellen der Tür bei vollbeladenem Housekeepingwagen etc. verständlich und statthaft, wenn es un-verzüglich nach Passieren wieder gelöst wird. Aber wie ist es mit der Haftung? Hier sind für den Hotelier u. a. drei Paragraphen wichtig: §§ 701 und 702 BGB zur Haftung-/shöhe und der § 823 BGB bei Verschulden oder grober Fahrlässigkeit, die den Ho-telier trifft, wenn er nicht Sorge trägt, dass die Keile wieder entfernt werden oder ein unberechtigter Zutritt in das Hotel-zimmer aktiv unterbunden wird. In unserem Test wollten wir in einigen Hotels prüfen, wie es um die Sicherheit in diesen Punkten bestellt ist. Kommen wir bis auf die Etage, und öffnet uns ein Zimmermädchen eine Zimmertür? Kön-nen wir einfach behaupten, dass unsere Begleitung bereits beim Auschecken ist und wir keinen Schlüs-sel mehr haben, aber im Zimmer noch etwas liegt? Wird geprüft, gefragt, geöffnet? Und wenn ja, wie verhält sich der Mitarbeiter? Und schließlich achten wir auch auf die Keile. bedingt manchmal wenig Service. Wie leicht lässt das Housekeeping vermeintliche Gäste ins Zimmer? Ein neuer Servicetest.


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