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Fotos Wein in Gold dazu wirkt das bläuliche Anthrazit der Wand mit den Klimaschränken. Das Grau bildet den Rahmen für das Pantheon als Herzstück des Showrooms. Richtig glänzen Dort, wo früher ein Treppenhaus ansetzte, befindet sich nun ein langgestrecktes, voll-ständig goldgefasstes Gewölbe, das ausge-wählte Weine in einzelnen Nischen insze-niert. Das leuchtende Gold sollte explizit nicht per Blattgold oder Schlag-metall realisiert werden. Vielmehr ging es darum, den Goldton exakt auf die Gesamtwirkung ab-zustimmen. So wandte sich das Büro Mich-alsky an das FarbDe-signStudio von Caparol. „Gesucht wurden Gold-oberflächen mit leicht chan-gierender Optik, dezenter Pati-na fünfmonatigem Umbau die Landauer Vinothek Par Terre ihren Wein in und einem definierten, traditionel-len inszeniert Goldton“, erklärt Sabine Hoffner vom Nach FarbDesignStudio. Mehrere Gold-Muster Foto: Marcus Zumbansen fertigte das Studio in der Folge mittels ver-schiedener Materialien und Werkzeuge an, wobei sich die Experten letztlich für Capadecor Metallocryl Interior mit sei-nem Metallic-Effekt entschieden. Nach weiteren Variationen und Verfeinerun-gen fixierte man den Farbton Palazzo 215 genauso wie die Applikationsmethodik. Denn wegen der besonderen Geometrie des rund 30 m² großen Gewölbes mit sei-nen durchgehend gekrümmten Flächen bedurfte es flexibler Werkzeuge. Caparol- Anwendungstechniker Volker Bastian trug dafür drei Schichten jeweils mit einer mittelflorigen Rolle auf und arbeitete an-schließend mit einem zusätzlich gerunde-ten Gummispachtel im Kreuzgang. Damit der Goldeffekt richtig zum Tragen kommt, hatte ein Maler im Vorfeld das vom Tro-ckenbauer eingebaute Gewölbe aus Gips-kartonplatten in der Premiumstufe Q4 mit CapaSol LF grundiert und ganzflächig eine Amphibolinschicht im Farbton der anschließenden Goldfassung aufgespritzt. Wein in Gold präsentiert – für die Gäste ergeben sich ganz neue Inszenierungen. www.par-terre.de, www.caparol.de Das Umbaukonzept in der Vinothek Par Terre in Landau an der Südlichen Weinstraße stammt vom Berliner Mo-dedesigner Michael Mich-alsky. Statt Flaschenstapel zu arrangieren, setzt er hier auf einen offenen, kaum möblierten Showroom, in dem der Wein so-wohl in gläsernen Klimaschränken als auch hinterleuchteten, goldenen Wandnischen aufgereiht ist. Zu-dem finden sich hier maßgefertigte The-ken für die Verkos-tung und den Ver-kauf. Auch farblich nahm der Designer die Geradlinigkeit des Raums wieder auf: Die lichtgraue Decke mit ihrer übernommenen Kassettierung trifft dabei auf Eicheparkett und Wandtöne in Greige. Kontrastreich goldenen Gewölben. 36 9/2014


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