Bettenkonzepte: Erwachen bei Bettentest

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einrichtung Der absolute Energiesparer • 0,18 KWh/24h • Minibars • Zimmersafes SIBRA GmbH Gewerbestraße 7 D-79804 Dogern Tel. 0 77 51 / 91 67 90 info@sibra.eu www.sibra.eu Erst knien, dann tasten, drücken, liegen und schließlich bewerten, ob die Matratze neu, gebraucht oder unbrauchbar ist – mit diesem Blindtest von sechs neutral verhüllten Matratzen starteten vor wenigen Wochen zehn Prüfer des Geschäftsreiseverbands VDR eine Weiterbildung bei den Experten von FBF bed&more im fränkischen Neustadt. Das Testergebnis: ernüchternd. Neue Matratzen stuften die Prüfer, die hauptberuflich als Travelmanager in Unternehmen arbeiten, fälschlicherweise als „Austauschware“ und alte Matratzen als „neuwertig“ ein. Der Grund ist, dass oft die Untergestelle nicht genug berücksichtigt werden, indem z. B. durchhängende Unterbetten auch eine intakte Matratze als „durchgelegen“ wirken lassen. Mit Gummihandschuhen und Cutter-Messer wirkte im weiteren Testverlauf auch der Blick ins Matratzeninnere ernüchternd – sei es durch den verfärbten Schaumstoff oder den Schmutz rund um die Federkerne. Zudem waren die Riegel, also die verklebten Stellen der Schaumstoffoberschicht mit dem Matratzenseitenteil, gebrochen, und die Matratze geriet aus der Form. Bezüge punkten Können Milben oder -kot in der Regel nur unter dem Mikroskop erkannt werden, informierten sich die Prüfer auch über die Vorteile von Hygieneschutzbezügen, indem sie u. a. ein Aufwirbeln von Milbenkot vermindern. Moderne Hygieneschutzbezüge wirken im Gegensatz zu Molton und Encasings heute nicht nur wasserundurchlässig und atmungsaktiv, sondern lassen sich auch unkompliziert beziehen und bei 95°C waschen – was alle vier bis sechs Wochen durchgeführt werden sollte. Die Matratzen bleiben so spürbar und sichtbar sauber, wovon sich alle Prüfer überzeugen konnten. „Eine sieben Jahre alte Testmatratze, die aus einem Hotel stammt, war konsequent mit einem Hygieneschutzbezug versehen und wirkte optisch wie neu“, berichtet Till Runte, der Geschäftsführer von BTME Certified, das die VDR-Hotelzertifizierung betreibt. Ein großer Aufklärungs- und Nachholbedarf herrsche hingegen noch bei dem Einsatz von Hygieneschutzbezügen für Kopfkissen, die es mittlerweile auf dem Markt gibt. „Künftig sollte die gesamte Bettenhygiene viel intensiver bei der Hotelprüfung berücksichtigt werden“, ist Till Runte mehr denn je überzeugt. „Es gibt noch zu viele schwarze Schafe innerhalb der Hotellerie, die entweder aus Unwissenheit oder aus extremem Kostendenken an der falschen Stelle sparen.“ Der VDR und BTME Certified aktualisieren derzeit sämtliche Prüfkriterien für ihre Zertifikate und planen, dem Thema Bettenhygiene künftig einen höheren Stellenwert zukommen zu lassen. Informationen und Bedingungen für den Erwerb eines Certified-Siegels finden Interessierte unter www.certified.de das Hotel bestellen. Um die Gäste auf das Bettenkonzept aufmerksam zu machen, liegt in jedem Zimmer ein Zertifikat aus dem Hause Hantermann Nord aus, das Informationen und einen weiterführenden QR-Code enthält. „Auch unser Außenmarketing, z. B. auf der Homepage, werden wir hier weiter ausbauen, damit die Gäste schon vor ihrem Aufenthalt wissen, was das Bettenkonzept in unserem Haus beinhaltet“, nennt Elke Hallerbach weitere Schritte. Sie ist sich sicher, zukünftig mit diesem umfassenden Fokus auf das wichtige Thema Schlaf noch mehr Stammgäste zu gewinnen. tin Bettenqualität ist mehr als bequemes Liegen. Bei einer Fortbildung haben zehn Prüfer der VDR-Hotelzertifizierung noch genauer hingeschaut. Erwachen bei Bettentest Weitere Informationen zu Bettensystemen unter www.gastroinfoportal. de/hotel. 32 9/2014


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