Einsparpotenziale erkennen

first_class_08_2014

Foto: Archiv Einsparpotenziale erkennen Bei der energetischen Optimierung eines Ge-bäudebestands steht die Aufdeckung und die um-fassende Identifizierung von Einsparpotenzialen in einem absoluten Fokus. Hierfür bieten externe Spezia-listen Beratungs- und Analyseinstrumente an. Das sogenann-te Energie-Controlling etwa basiert auf einem ste-tigen Kreislauf aus Erfassung, Analyse und Aufbereitung sämtlicher Energieverbräuche vor Ort, die sowohl organisato-rischen als auch anlagen- und bautechnischen Handlungs-empfehlungen entsprechen. Das System dient nicht nur als Ausgangsbasis zur dauerhaften Reduzierung des Energiever-brauchs, der CO2-Emissionen und der Kosten, sondern liefert auch eine nachhaltige Erfolgs-kontrolle über bereits umge-setzte Maßnahmen. Allein die Modernisierung der Anlagentechnik kann erhebliche Einsparungen mit sich bringen. Eine effiziente und nachhaltige Lösung stellen de-zentrale Blockheizkraftwerke eines nachhaltigen Unterneh-mens erzielen. Für die Wirt-schaftlichkeit eines BHKW ist eine möglichst hohe Betriebs-stundenzahl ausschlaggebend. Daher eignen sich die Anla-gen besonders gut für den Einsatz in Ho-tels mit ganzjährig gleichmäßig hohem Energiebedarf. Als Brennstoffe werden sowohl fossile Energie-quellen wie Erdgas oder Heizöl als auch erneuerbare Energien wie Biogas verwendet. Erleichterter Einstieg Hotelbetreiber, die ihre Ein-richtung ohne hohe Investitio-nen mit einer effizienten Tech-nik ausstatten möchten, finden in flexiblen Contractingmodel-len eine Lösungsalternative. Hierbei übernehmen Energie-dienstleister je nach Wunsch Planung und Installation sowie für einen vertraglich fixierten Zeitraum auch den Betrieb und die Wartung der Anlagen-technik, verantworten die Wär-me- und Stromlieferung und tragen währenddessen sämt-liche finanziellen und techni-schen Risiken. Im Gegenzug verpflichtet sich der Hotelier, die Energie zu vertraglich ver-einbarten Tarifen abzunehmen. Eine transparente Kalkulation sowie langfristige, auf die ge-samte Contractinglaufzeit aus-gelegte Planungssicherheit ge-hören zu den weiteren Vorteilen des Konzepts. Dabei kann die übliche Laufzeit von zehn bis 15 Jahren auch flexibel ange-passt werden, Energiedienst-leister bieten häufig auch die Möglichkeit eines Vertragsabschlusses bereits ab vier Jah-ren an. Bei der Ausgestaltung des jeweiligen Konzepts wer-den sowohl die individuellen Kundenwünsche als auch die aktuellen gesetzlichen Rah-menbedingungen, wie etwa die Reform des Erneuerbare-Ener-gien- Gesetzes (EEG), berück-sichtigt. Baubestände warten oft mit erheblichen Energieeinsparpotenzialen auf – gerade bei Hotels. Sie können stark über dezentrale Lösungen abgerufen werden. (BHKW) dar, die auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom und Wärme direkt vor Ort erzeugen. Der Gesamtwirkungsgrad eines modernen BHKW liegt bei bis zu 90 % und damit ungefähr 30 Prozentpunkte über dem der konventionellen, getrennten Bereitstellung von Strom und Wärme. Darüber hinaus lässt sich mit den dezentralen Lösungen und den hieraus resultierenden CO2-Einsparungen oft auch ein bleibender Imagegewinn 8/2014 37


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