Energiesysteme - Studie: - Wie sichtbar grün sind Sie?

first_class_08_2014

Beim Preisvergleich von 73 grünen Hotels mit ebenso vielen konventionellen Häusern in den fünf deutschen Städten Berlin, Frankfurt, München, Hamburg und Köln ergab sich in einer aktuellen Studie des VDR-Hotelzertifizierungs-partners BTME Certified ein Preisaufschlag für nachhaltige Gasthäuser von durchschnittlich gerade einmal 6 %. In man-chen Städten wie München und Köln stellten sich die Preise für grüne Hotels sogar als günstiger heraus als die der konventio-nellen Mitbewerber. Damit lässt sich die Meinung vieler Gäste und auch Hoteliers, dass nachhaltige Hotels teurer sein müss-ten als konventionelle Häuser, nicht bestätigen. Till Runte, Ge-schäftsführer von BTME Certified, verdeutlicht: „Diese Resul-tate zeigen, dass grüne Hotels den konventionellen preislich in nichts nachstehen. Nun muss diese Tatsache nur noch stärker nach außen kommuniziert werden.“ Denn ein weiterer, in der Untersuchung von Nelly Stratieva be-leuchteter Aspekt war die Sichtbarkeit grüner Merkmale auf der Startseite der Internetpräsenz der umweltfreundlichen Ho-tels. Zu den gewerteten Faktoren gehörten u. a. eine grüne Zer-tifizierung oder die Aufzählung grüner Merkmale im Text. Wie die Ergebnisse zeigen, müssen grüne Hotels ihre Referenzen im Umweltbereich besser darstellen. Von insgesamt 73 grünen Hotels waren lediglich 36, also rund die Hälfte, klar als solche zu identifizieren. Auch die Auffindbarkeit grüner Hotels auf den für Buchungen so wichtigen Hotelportalen stellte sich als ausbaufähig heraus. Untersucht wurden hierfür die Reiseportale HRS, Booking.com, Expedia, Hotels.com, Tripadvisor sowie Agoda. Lediglich zwei der sechs Portale boten zum Zeitpunkt der Studie die Möglich-keit, direkt in der Eingabemaske nach grünen Hotels zu suchen. Bei der Anzeige der individuellen Web- site des Hotels war immerhin bei vier Portalen die grüne Ausrichtung der Hotels erkennbar. Eben-falls nicht überzeugen konnten die öffentlichen Tourismusstellen der jeweiligen Städte. Nur in Berlin war es überhaupt möglich, Informationen über nachhaltige Betriebe zu erhalten – mit der Einschränkung, dass auch hier nicht alle Hotels auffindbar waren, die in die Studie einbezogen worden sind. Trend zu Geld machen Im Zuge der steigenden Wettbewerbssituation in der Hotellerie stellte Nelly Stratieva einmal mehr he-raus, dass eine ökologische Ausrichtung eine vielver-sprechende Strategie ist, um sich erfolgreich von seinen Mitbewerbern abzusetzen. Denn als umweltfreundliches Unternehmen wahrgenommen zu werden, erzeugt ein posi-tives Image und verbessert die Marktposition, betont sie. Auch die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Rei-sen (FUR) belegt, dass Verbraucher nachhaltige Unternehmen mit Loyalität belohnen, sie weiterempfehlen und erneut als Unterkunft auswählen. Potenzielle Kunden für nachhaltige Produkte und Leistun-gen gibt es dabei schon jetzt viele: Im Jahr 2012 sahen sich bereits 58 % aller Deutschen als „grüne Verbraucher“, weitere 27 % äußerten die Absicht, in naher Zukunft „grüne Verbraucher“ werden zu wollen. Um aber als ökologisch nachhaltig erkannt zu werden, ist Kommunikation das oberste Gebot. Ein wich-tiges Hilfsmittel hierfür ist ein Zertifikat einer anerkannten Organisation. Öko- Siegel sind hier laut Untersuchungen der wichtigste Einflussfaktor bei der Auswahl grüner Unterkünfte. Die Akkreditierungssysteme erfüllen darüber hinaus zwei wei-tere wichtige Aufgaben: Erstens versorgen sie Verbraucher mit Informationen über das Produkt oder die Dienstleistung und unterstützen sie so bei der Entscheidungsfin-dung. Zweitens animiert das Öko-Label Anbieter wie Hoteliers zur Verbesserung ih- Foto: © m_dinler – Fotolia.com energiesysteme Wie SICHTBAR GRÜN sind Sie?


first_class_08_2014
To see the actual publication please follow the link above