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sind der Profi! Such‘ bitte kein zu teures Hotel raus“, waren die Worte, die eine Freundin mit gutem Job, keinem Kind und keinen Verpflichtungen neulich bei der Planung eines Wochenendes an mich richtete. Doch ehe ich darauf entspannt antworten konnte, sprach sie bereits die Reizformel aus: „Wir könnten ja mal Airbnb ausprobieren. Ich habe gehört, dass alles extrem gut funktionieren soll und dabei viel günstiger ist.“ Mein „Nein“ folgte auf den Fuß zusammen mit einem Appell über den professionellen Betrieb eines Hotels im Gegensatz zu fehlenden Gewerbeauflagen und Steuern bei privaten Zimmern – nach dem Schema die Guten und die Bösen eben. Doch dies beeindruckte sie wenig. Vielmehr wurde klar, wie sehr bereits die Lust am allgemeinen Teilen von Wohnungen, Zimmern, Autos und sonst allem Denkbaren mit der Verlockung von weniger Kosten und mehr Gemeinschaft alle Teile der Bevölkerung in den Bann gezogen hat. „Teilen und Herrschen“ als ein neuer Wirtschaftszweig, der es bereits bis ins Feuilleton geschafft hat. Eine Studie im Auftrag von Bitkom hat jetzt herausgefunden, dass sich derzeit mehr als jeder vierte Deutsche vorstellen kann, künftig über Online-Plattformen private Zimmer oder Wohnungen zu mieten – unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 42 %. Aktuell haben allgemein rund 5 % solche Angebote bereits genutzt. 4 % sind sogar bereit, über das Web oder entsprechende Apps selbst zum Vermieter ihrer Bleibe auf Zeit zu werden. Nicht alSie lein finanzielle Aspekte stehen dabei im Vordergrund, denn oft werden Wohnungen auch getauscht oder unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Vielmehr sind soziale Möglichkeiten oder auch einfach das Interesse an neuen Kontakten entscheidend. Was machen wir nun daraus? Über neumodische Strömungen, die an einem vorüberziehen könnten, schimpfen? Das könnte mühsam und wenig einträglich werden. Selbst seine Zimmer bei solchen Plattformen verkaufen? Oder unter der großen Überschrift „Leben unter echten Hotelleuten“ die alte Direktorenwohnung oder sogar die Unterkünfte der Mitarbeiter vermieten, wenn diese nicht gebraucht werden? Oder sollten wir „Gäste-Communities“ im Haus schaffen mit Gruppen wie Business oder Wellness? Es gibt sicher viele kreative und diskutierbare Ansätze, die dem Wunsch nach mehr sozialen Kontakten in echten Umfeldern bei geringem Einsatz nachkommen. Lassen Sie sich in jedem Fall dabei nicht aus dem Spiel bringen. Denn Sie haben das Gastgeben bei Freunden mit allem (auch hygienischen) Wohlgefühl erfunden. Sie haben dafür ein spannendes Umfeld, das sich hoffentlich nicht wie Standard anfühlt, geschaffen – und sind auch hoffentlich leicht buchbar. Sie zahlen zum Wohle aller die Gehälter, Versicherungen, Steuern dafür. Machen Sie Ihre Gäste wieder mehr zu Freunden, die bei Ihnen in einem individuellen Umfeld auf Zeit wohnen können. Sie sind der Profi dafür! Zeigen Sie es auch! Sylvie Konzack, Chefredakteurin catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen zum Jahresende Ihre Kassen mit professionellen Caterings und Partyservice-Angeboten klingeln lassen? Dann holen Sie sich Anregungen und Ideen für die umsatzstärkste Zeit des Jahres in unserem neuen Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  Expertentipps  Bewährte Erfolgskonzepte  kreative Rezeptideen  effiziente Küchentechnik  Deko-Erlebniswelten gewusst * inkl.wie MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. Sichern Sie sich jetzt unser neues Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher ISBN 978-3-928709-18-7 Achtung neue Adresse: ! B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37  80339 München kommentar


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