Wellness - Quell der Individualität

first_class_06_07_2014

Foto: privat, © arsdigital - Fotolia.com Quelle Ein tolles Auto, eine tolle Hi-Fi/Video-anlage oder ein tolles Bad? Bei der Frage, was den Deutschen da-von am wichtigsten ist, haben sich die meisten (51 %) tatsächlich für das Bad entschieden. Das hat das Zukunftsinstitut, Frankfurt, unter der Leitung von Andreas Steinle im Januar 2013 bei einer Online-Umfrage unter 1.020 Per-sonen im Auftrag von Geberit herausgefun-den. Danach nutzt ein Großteil der Befragten das Bad heute bereits zu weit mehr als nur zum Waschen und Baden, 70 % wollen sich hier entspannen. 63 % sind zudem offen für Neuerungen. Ein Drittel legt sogar Wert auf innovative Technik im Bad, vor allem die ein-kommensstarken Gruppen. Andreas Steinle stellt die Bedeutung des Hotelbades für künf-tige Buchungsentscheidungen heraus. Herr Steinle, Sie haben in Ihrer Studie Trends wie Silver Society, den Einzug von mehr Technik im Bad durch die Verschiebung der Rollenverteilungen und die Enttabuisierung der Hygiene ausgemacht. Wie können Hoteliers auf diese gesellschaftlichen Veränderungen in ihren Gästebädern stärker eingehen? Grundsätzlich ist das Hotelbad heute ein entscheidender Gradmesser für die Qualität eines Hotels und seiner Zimmer, über die der Gast intuitiv entscheidet. Hier registriert er genau, ob das Hotel hinsichtlich seiner Aus-stattung im heute oder gestern lebt. Abnutzungserscheinungen und min-dere Qualität lassen sich im Gästebad am wenigsten verbergen. Vor diesem Hintergrund gilt: Steigt die allgemei-ne Bedeutung von Bädern, wie es die Ergebnisse der Konsumentenbefra-gung zeigen, so müssen Hotels in ihren Gästebädern bei Faktoren wie Erleb-nis und Qualität noch eine Schippe auf die privaten Erfahrungen darauflegen. Wie innovativ können Hotelbäder heute gestaltet sein? Hotels sollten, wie in allen ihren Berei-chen, bei der Ausstattung der Gästebäder klare Aussagen treffen und mit Charakter, Authentizität und einer starken Identität auftreten. Denn das ist es, was die Gäste heute suchen, wie der Erfolg von Apartmentplattformen wie Airbnb zeigt. Hoteliers sollten sich von der Vorstellung verabschieden, es allen recht machen zu können. Wenn es z. B. um neue Techniken geht, ist nicht primär das modernste Ele-ment im Bad entscheidend, sondern dass es wirklich zur Entschleunigung beiträgt. Neue Techniken sollten in diesem Sinne emotional wirken, also positiv überraschen, statt nur technisch aussehen. Denn niemand will hier-zulande den Computer in der Dusche haben. Hoteliers können sich z. B. von der Autoindustrie inspirieren lassen, die bereits vor einigen Jahren einen LED-Himmel für das Autoinnendach entwickelt hat, in den verschiedene Licht- und Musikstimmungen ein- Individualität der wellness


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