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Sein oder Nichtsein Vor diesem Dilemma stehen der-zeit sicher viele unter uns, die dem Trend zur viel geforderten Individu-alität irgendwie folgen wollen, aber immer wieder von der großen Kaste der Consulter, Marketingapostel oder einfach nur von ewig nörgelnden Journalisten und Gästen auf Bewer-tungsplattformen den Daumen nach un-ten gezeigt bekommen. Erst jüngst hat Focus Online vor allem NH und Mercure mit einer Studie bescheinigen wollen, dass sie kaum Fans unter ihren Gästen haben und damit alle teuren Imagekam-pagnen für mehr Anderssein und Gäste-bindung für die Katz waren. Experten, wie Mag. Erich Liegl, die sich mit der Qualität von mor-gen beschäftigen, beschreiben diese Periode als Übergang von der Phase der „standardisierten Qualität“, die die einstige „intuitive Qualität“ mit QM- Programmen abgelöst hat, in die Phase der „individualisierten Qualität“. Herz und Emotionalität der einzelnen Mitarbeiter werden dabei zu entschei-denden Rädchen, um über den Stan-dard hinaus auf individuelle Wünsche einzugehen. Denn laut Studien wan-dern nur ca. 9 % der Gäste ab, weil ihnen der Preis nicht passt, aber 69 % weil es im Haus an persönlicher Quali-tät mangelt. Entsprechend gehe es, laut Erich Liegl, künftig um personalisierte Aufmerksamkeit in Form von Respekt und Mühe im Detail. Und die schaffe, was alle begehren: Loyalität. Doch wie macht man diese zu Standards in seinem Haus, wenn Standards per se der Gegensatz der Individualität sind? Und wie soll man die postulierte indivi-duelle Qualität mit seinen Mitarbeitern verwirklichen, wenn sich schon keine mehr finden? Wir haben versucht, Ihnen in dieser Ausgabe wieder querbeet ein paar weitere Ansätze in die Hand zu geben, die teilweise schon umgesetzt werden. Sie reichen vom Frühstücksmanager, der den Kontakt zum Gast dann sucht, wenn dieser die vielleicht meiste Zeit hat, über das Stricken von individuellen Modulen bei Hotelkooperationen bis hin zur mög-lichen neuen „Individualitätszentrale“ im Gästezimmer: dem Hotelbad. Fakt ist, bei allen Individualitätsbestrebungen scheint eines dominant: die Rückkehr des Menschen als Gastgeber. Denn die Gäste wollen nicht mehr primär das Vier-Sterne-Haus mit den 67 Zimmern und der frisch renovierten Fassade besuchen, sondern Thomas und seine beste Servicekraft Sebastian, die sie vielleicht beide schon via Foto auf der Buchungsplattform oder der Hotelwebsite entdeckt haben und die ihnen sofort sympathisch und kompetent erschie-nen – also so, wie es die privaten Zim-merplattformen schon lange erfolgreich vormachen. Es dürfen wieder Typen mit Ecken und Kanten den Gast begrüßen. Das schafft Fans und nicht zuletzt sicher auch ein paar mehr treue Mitarbeiter! Sylvie Konzack, Chefredakteurin catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen zum Jahresende Ihre Kassen mit professionellen Caterings und Partyservice-Angeboten klingeln lassen? Dann holen Sie sich Anregungen und Ideen für die umsatzstärkste Zeit des Jahres in unserem neuen Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  Expertentipps  Bewährte Erfolgskonzepte  kreative Rezeptideen  effiziente Küchentechnik  Deko-Erlebniswelten gewusst * inkl. wie MwSt. und Versandkosten innerhalb Deutschlands. Versand ins Ausland zzgl. 11,79 € Versandkosten. Sichern Sie sich jetzt unser neues Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher ISBN 978-3-928709-18-7 Achtung neue Adresse: ! B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37  80339 München editorial


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