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zelnen buchbaren Modulen (z. B. Schnittstelle zum Google Hotelfinder, IBE, Gutscheinaktion mit OTA etc.) könnte dabei schwerpunktmäßig im Online-Bereich mit seinen neuen, umfassenden Technologien liegen, denn vor allem in diesen Geschäftsfeldern wachsen die Herausforderungen für den Hotelier immens schnell. Für den mittelständischen Hotelier sind demgegenüber die Möglichkeiten an Tools, Software und Online-Präsenz im Vertrieb kaum mehr zu überschauen und fachlich und zeitlich zu beurteilen. Eine Hotelkooperation kann bei diesem wichtigen Vertriebskanal einen hohen Mehrwert schaffen. Daher sollte die Kooperation zu Beginn eines Beitritts eine Status-Quo-Analyse für den Hotelier erstellen und Empfehlungen aussprechen, welche Leistungen für das jeweilige Hotel sinnvoll sind, damit sich der Hotelier dann persönlich – in Abhängigkeit der eigenen Bedürfnisse – entscheiden kann. Fazit: Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und die Anzahl der Mitglieder zu erhöhen, wird auch marktforschung Zuwachsraten von Hotelkooperationen 2004/2014 im Vergleich Prozentuale Veränderung 22,95 % VCH- Hotels Grafik: SRH Hotel-Akademie Dresden – Prof. Dr. Carolin Steinhauser / © first class Abbildung 2: Die „grünen“ Hotelkooperationen wie die Bio Hotels und GreenLine Hotels können zwischen 2004 und 2014 auf Zuwachsraten von über 230 % blicken. bei Hotelkooperationen ein Umdenken notwendig sein. Prof. Dr. Carolin Steinhauser, Professorin für Internationales Hotelmanagement an der SRH Hotel-Akademie Dresden (der Studiengang wird in Kooperation mit der SRH Hochschule Berlin auf Deutsch und Englisch durchgeführt) www.hotel-akademie.com 300,00 % 250,00 % 200,00 % 150,00 % 100,00 % 50,00 % 0,00 % -50,00 % -100,00 % 91,30 % Akzent Hotels 237,50 % 10,64 % 75,76 % Bio Hotels CPH Familo tels sich schneller. Beinahe alle IBEs (Internet Booking Engines) haben mittlerweile die Option, für den Gast ein persönliches Arrangement zusammenzustellen und nur die Leistungen auszuwählen und zu bezahlen, die auch wirklich gewünscht sind. Auf genau diese Weise sollten auch Kooperationen in der Zusammenarbeit mit Hoteliers agieren. In diesem Sinne sind die Geschäftsmodelle der Hotelkooperationen vor allem flexibler zu gestalten. Denn viele Hoteliers möchten heute kein „ Gesamtpaket“ mit vorgeschriebenen Inhalten mehr in Anspruch nehmen und sich zu allen Leistungen verpflichten. Vielmehr geht es ihnen darum, im modularen Baukastenprinzip Leistungen auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt zu nutzen. Dies bedeutet für die Hotelkooperationen, auch die vorhandenen Leistungskriterien zu überarbeiten und z. B. „umfassende Rundum-Sorglos-Pakete“ sowie Flair Hotels 260,00 % - 14,13 % - 50,88 % - 16,67 % Green- Line Hotels Land-idyll Hotelkooperationen Ring Hotels 11,6 % Romantik Hotels gleichzeitig Pakete mit wählbaren Modulen anzubieten. Diese reduzierten Angebote müssen allerdings bestimmte Mindestkriterien umfassen, damit die Qualitätsversprechen der jeweiligen Marke auch eingehalten werden. Dafür ist ein Spagat zwischen Preis-Leistung und Qualität notwendig, der in der Praxis nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Der Fokus bei den einZUKUNFTSSTÄRKENDE ASPEKTE A Hotelkooperationen, die auf aktuelle Gäste-wünsche (Nachhaltigkeit, Bio, Gesundheit, Familien) abzielen, haben Vorteile. Erklärungs-bedürftige Markennamen erschweren dage-gen den Markenaufbau und die Assoziationen beim Gast. A Flexiblere Geschäftsmodelle mit modularen Leistungen gehen individueller auf die Wünsche der Hoteliers ein. A Eine Status-Quo-Analyse mit Gestaltungsempfehlungen sollte von der Kooperation im ersten Schritt erfolgen. A Vor allem im Online-Vertrieb kann eine Kooperation einen hohen Mehrwert liefern. Quellen: Gardini, M. (2010): Grundlagen der Hotellerie und des Hotelmanagements: Hotelbranche – Hotelbetrieb – Hotelimmobilie, Oldenbourg Verlag; Steinhauser, C. (2014): Schriftliche Erhebung über die Websiten der einzelnen Hotelkooperationen, 2004-2014; Von Freyberg/Gruner/Lang (2012): ErfolgReich in der Privathotellerie: Impulse für Profilierung und Profit, Matthaes Verlag; Warnecke/Luthe/Herzog (2011): Hotelmarkt Deutschland, Hotelverband Deutschland (IHA); Warnecke/Luthe (2014): Hotelmarkt Deutschland 2014, IHA-Service 12 6-7/2014


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