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Foto: privat ihren Fokus auf Häuser in Deutschland haben und einige ausländische Hotels zählen. Aktuell existieren hierzulande 56 Hotelkooperationen mit Markencharakter, zu den ersten gehörten die ca. 40 Jahre alten Romantik Hotels & Restaurants und die Ringhotels. Abbildung 1 zeigt eine Auswahl an mittelständischen Hotelkooperationen und ihre Mitgliederentwicklung in den letzten zehn Jahren. Bewusst sind dabei jene aufgeführt, die auch für Häuser zwischen 20 bis 100 Zimmer in Betracht kommen und sich nicht nur auf die Unterstützung von großen Häusern spezialisiert haben. Best Western wurde nicht integriert, da bisher nur Häuser mit über 50 Zimmern dazuzählen und sich die Gesellschaft im Selbstverständnis nicht als Kooperation sieht. Doch was zeigt die Grafik? Abgesehen von den Ringhotels (156) und Flair Hotels (92) waren alle Kooperationen 2004 noch sehr klein und bewegten sich zwischen 20 und 57 Hotels. Grundsätzlich ist eine kritische Masse an Hotels nötig, um eine Markenbekanntheit zu erreichen, Vertriebskompetenz aufzubauen und letztlich auch bezahlbare Beitragsgebühren und Provisionen erheben zu können – diese Größe liegt heute bei mindestens 70 Hotels. Interessant sind neben den absoluten Zahlen auch die Zuwachsraten – vor allem bei den „grünen“ Kooperationen: Sowohl die GreenLine Hotels als auch die Bio Hotels haben sich als neugegründete Kooperationen mittlerweile eine beachtliche Größe erarbeitet. Flair Hotels, Ringhotels und Landidyll Hotels verzeichnen dagegen negative Wachstumsentwicklungen, wobei berücksichtigt werden muss, dass das Ausgangsniveau im Jahr 2004 bei den Ringhotels und Flair Hotels deutlich höher lag als bei den anderen Kooperationen und somit Zuwachsraten schwieriger zu erzielen sind. Die Romantik Hotels & Restaurants bewegen sich gleichbleibend auf einem sehr hohen Niveau und sind auch über die letzten Jahre weiter gewachsen. Pro Jahr bewerben sich hier zeitweise sogar mehr Hotels als aufgenommen werden können. Die Ringhotels haben sich auf eine solide Anzahl von ca. 120 Hotels eingependelt und diese auch über die letzten Jahre gehalten. Assoziationen wecken Legen Gäste nun mehr Wert auf Natur, Nachhaltigkeit und Bio- Produkte, oder sind diese „grünen“ Kooperationen durch besondere Marketingaktivitäten zu ihren Wachstumsraten gekommen? Sicher lässt sich hier eine Kombination aus beidem ausmachen, denn immer mehr Menschen kaufen Bio- Produkte, versuchen gesundheitsorientiert zu leben, und das Verständnis für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen wächst in der Gesellschaft. Wecken diese Kooperationen durch ihren Markennamen also klare Assoziationen, ist dies z. B. bei Begriffen wie VCH und CPH Hotel schwerer zu verstehen. Entsprechend sind hier auch deutlich mehr Marketingaufwendungen notwendig, um ein Netzwerk von gelernten Assoziationen aufzubauen. Doch warum boomen Hotelkooperationen nicht noch mehr, gerade vor dem Hintergrund der dargestellten Strukturierung der Branche in Deutschland? Eine Hotelkooperation bringt dem Hotel vor allem dann etwas, wenn neue oder zusätzliche Gäste angesprochen werden können, d.h. wenn die Auslastung erhöht wird. Nicht nur der Hotelier sollte unter der Hotelkooperation etwas Griffiges verstehen, sondern vor allem auch die Gäste müssen wissen, was diese Hotels von anderen abhebt. Ein Familotel spricht Familienreisende an, doch ein Ringhotel oder ein Akzent Hotel? Obwohl diese beiden Kooperationen in Fachkreisen sehr bekannt sind, haben die Gäste sicher ihre Probleme, die Alleinstellungsmerkmale der Häuser sofort benennen zu können. Eine Hotelkooperation sollte aber primär den Gästen „gefallen“ und auf deren Wünsche ausgerichtet sein. Abstrakte Namen benötigen sehr hohe Marketingbudgets, um sie als starke Marken zu etablieren. Bei genauerer Betrachtung der Persönlichkeit eines Hoteliers fällt zudem auf, dass es sich oft um Individualisten handelt, die gern ihre eigenen Wege gehen und sich nicht einengen lassen wollen. Bei einer Hotelkooperation handelt es sich meist um Marketingzusammenschlüsse, in denen Richtlinien und Vorgaben einzuhalten sind. Auch eine einheitliche Kooperationsmarke als Zusatz hält Hoteliers davon ab, einer Kooperation beizutreten, da sie sich in der eigenen Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmtheit nicht einschränken wollen. Modulares Paket Gästewünsche werden flexibler, multioptionaler und verändern Prof. Dr. Carolin Steinhauser, Professorin für Internationales Hotelmanagement an der SRH Hotel-Akademie Dresden Opel Adam gewinnen! Einfach registrieren auf bit.ly/90jahre www.resch-frisch.com/90jahre Feinste Torten von Meisterhand gebacken – im Nu servierfertig! Erdbeertorte Portioniert Unwiderstehlich fruchtig! 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